Selber Wölfe knacken Sonthofener BollwerkVER dreht Rückstand

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Für den verletzten Moosberger rückte Stöber an die Seite von Mudryk und McDonald. Das Tor hütete der genesene Niklas Deske anstelle von Manuel Kümpel, der ja ebenfalls in Landshut verletzt vom Eis musste. Das Spiel lief wie erwartet: Sonthofen hatte wieder tüchtig Beton angerührt und die Wölfe taten sich schwer gegen die eng stehende Hintermannschaft der Bulls. Aber die Geduld der Gastgeber zahlte sich aus, so dass am Ende ein verdienter Heimsieg heraussprang und der dritte Tabellenplatz in der Meisterrunde der Oberliga Süd gefestigt werden konnte.

Sonthofen wusste, wie man die Wölfe in dieser Saison schlagen konnte. Und man merkte von Beginn an, dass deren Trainer Heiko Vogler wieder einen guten Plan ausgearbeitet hatte, den Wölfen das Leben schwer zu machen: Defensiv extrem kompakt stehen und schnell sowie effektiv kontern. Und das ging im ersten Spielabschnitt nahezu perfekt auf. Die Wölfe hatten das Heft in der Hand, ohne zwingende Chancen in großer Masse zu produzieren. Und gleich beim ersten Gästeangriff, bei dem die Selber in der Defensive die Ordnung verloren, zappelte der Puck im Netz. Selbst in Überzahl fanden die Wölfe wenige Lücken im Sonthofener Abwehrbollwerk und so war weiter Geduld gefragt. Doch statt des Ausgleichs schraubte Kames durch einen Konter die Gästeführung noch um einen Treffer nach oben. Psychologisch unheimlich wichtig war dann der späte Anschlusstreffer von Gare.

Im mittleren Spielabschnitt schien das Tor der Bulls über lange Zeit wie vernagelt. Die Wölfe drängten den Gegner immer weiter in die Defensive, doch Glatzel und seine Vorderleute verteidigten ihr Tor aufopferungsvoll. Selbst als Selb mit einem Mann weniger auf dem Eis war, lag der Ausgleich in der Luft. Doch es sollte bis zehn Sekunden vor der Pausensirene dauern, bis die Scheibe nach Müllers platziertem Schuss endlich den Weg in die Maschen zum vielumjubelten Ausgleich fand.

Für die Selber Wölfe blieb das Spiel weiter harte Arbeit. Die Bulls schenkten keinen Zentimeter Eis her und machten die Räume weiter eng. Doch als Glatzel einmal die Scheibe nach einem Piwowarczyk-Schuss nicht festhalten konnte, war es Pozivil, der den Puck im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Torlinie „arbeitete“. Und damit war das Abwehrbollwerk der Bulls gebrochen. Bei den Gästen schien jetzt auch die Kraft nachzulassen und es taten sich ein ums andere Mal Lücken für die Wölfe auf. Und diese wurden sehr zur Freude der Selber Anhänger auch genutzt: Gare packte in der 49. Minute den Dampfhammer aus und drosch den Puck zum zwischenzeitlichen 4:2 in die Maschen. Stöber war es vorbehalten, einen abermals guten Auftritt mit seinem Treffer zum Endstand von 5:2 zu krönen.

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