Selber Wölfe haben das Siegen nicht verlernt6:2 gegen Blue Devils Weiden

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Der Druck war immens und der Zuschauerzuspruch erfreulich gut, fanden doch über 2800 Schlachtenbummler den Weg ins Vorwerk. Und diese sahen, dass die Mannen von Trainer Thom dem Druck standhielten und gegen den Erzrivalen aus der Oberpfalz einen klaren 6:2 (1:0, 2:0, 3:2)-Sieg einfuhren. Die Gäste hielten das Spiel lange offen, kamen im Schlussabschnitt sogar noch einmal gefährlich auf zwei Tore heran, ehe Schmidt und Kabitzky das Spiel endgültig für den VER entscheiden konnten. Bei den Wölfen ragten aus einer soliden Mannschaftsleistung der dreifache Torschütze Kabitzky sowie unser neuer Torhüter Mechel heraus.

Vor einer stimmungsgewaltigen Kulisse starteten beide Mannschaften mit offenem Visier, wobei die Wölfe sich auch gleich in der vierten Spielminute entscheidend durchsetzen konnten: McDonald sah den gut postierten Pisarik, der ein gutes Heimdebüt ablieferte und zur frühen Wölfe-Führung einnetzte. Weiden versuchte gleich den Gegenschlag zu setzen und hatte vor allem in einer Überzahlsituation ein paar gefährliche Aktionen, doch Mechel im Selber Kasten strahlte Ruhe aus und ließ die Weidener Angriffsbemühungen abblitzen. Nach dieser Drangphase der Blue Devils waren es aber überwiegend die Selber Wölfe, die gefährliche Torszenen herausspielten. So hatten zunächst Kolb in Überzahl und später Pisarik mit einem Alleingang den zweiten Treffer auf dem Schläger, doch Ersterer verpasste die Scheibe knapp und der tschechische Neuzugang scheiterte an Filimonow im Weidener Tor.

Der zweite Abschnitt begann ausgeglichen. Weiden mit der ersten Chance, doch Kolb und Mechel verhindern mit vereinten Kräften einen möglichen Ausgleich. In der 26. Minute entbrannte dann wieder Jubel bei heimischen Zuschauern, nachdem Kabitzky den Gästetorhüter mit einem satten Schuss ins kurze Dreieck überraschte und den Spielstand auf 2:0 stellte. Weiden jetzt giftiger, aber klare Torchancen ließ die Wölfe-Defensive kaum zu. McDonald in Unterzahl und später Gelke, Schmidt und Müller bei zahlenmäßiger Überlegenheit mit Torchancen, doch Filimonow war stets auf dem Posten. Auch sein Gegenüber Mechel konnte sich gegen den Weidener Angreifer Rubes auszeichnen. Fünf Minuten vor Drittelende war es abermals Kabitzky, der den Puck in den Maschen versenken konnte. Bei diesem Treffer sah der Weidener Keeper nicht besonders gut aus, ließ er doch die Scheibe durch die Fanghand rutschen. McDonald hätte die Wölfe-Führung weiter ausbauen können, ja vielleicht sogar müssen, wurde zweimal auf Kosten einer Strafe bzw. eines Strafschusses am Torschuss gehindert. Den fälligen Penalty vergab der Gefoulte in der 40. Minute.

Die Wölfe wollten nun den Sack zumachen und den verdienten Lohn für ihre bislang gute kämpferische Leistung einfahren. Und dies schien auch zu klappen, erzielte Gelke, der hervorragend von Kabitzky in Szene gesetzt wurde, doch schon zwei Minuten nach Wiederbeginn den wichtigen vierten Selber Treffer. Die meisten Zuschauer in der Netzsch-Arena waren sich gewiss, dass die Wölfe nichts mehr anbrennen lassen würden. Doch Selb sah sich vielleicht schon zu sicher auf der Siegerstraße, denn Weiden war nun auf einmal minutenlang spielbestimmend, die Gastgeber kamen nur ganz wenig an die Scheibe und folgerichtig stand es urplötzlich nur noch 4:2. Was war passiert? Zunächst spielten die Blue Devils einen Angriff geduldig und gekonnt aus bis Heinisch freie Schussbahn hatte und Mechel keine Abwehrchance ließ. Keine drei Minuten später war es Habermann, der nach Bullygewinn von Kirchberger humorlos zum 4:2 einschoss. Nun war auf einmal wieder Zittern angesagt für die Wölfe. Doch auch diese heikle Phase meisterten die Hausherren: Schmidt mit einem Hammer in den Giebel sowie erneut Kabitzky machten den Deckel drauf und sicherten den auch in dieser Höhe verdienten Sieg.


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