Selber Wölfe gewinnen in RegensburgEin perfektes Auswärtsspiel

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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„Wir haben unsere Chancen gut genutzt und standen kompakt “, sagte Wölfe-Trainer Henry Thom. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten Wölfe-Stürmer Gelke mit zwei Treffern und einer Vorlage sowie Goalie Deske, der über die gesamte Spielzeit wie ein Turm in der Schlacht agierte und die Eisbären schier zur Verzweiflung brachte. Gelungen auch das Oberligadebüt von Kenny Turner. Thom: „Er hat seinen Job gut gemacht, arbeitet nach hinten, er wird uns helfen“.

Guter Auftakt der Wölfe in der Donauarena. Die 1:0-Führung nach 20 Minuten war verdient, die Wölfe die optisch überlegene Mannschaft, den Tick besser und auch zahlenmäßig mehr Tormöglichkeiten auf der Habenseite als die Hausherren. Letztere bissen sich meist an der gutstehenden Wölfe-Defensive die Zähne aus. Auch das gute Wölfe-Forechecking schmeckte den Eisbären, die keinen richtigen Zugriff zum Spiel bekamen, keineswegs. Nennenswerte Torszenen gab es auch. Bär in Überzahl, Goalie Holmgren rettete im Nachfassen, auch gegen Hirschberger, der auf der linken Seite durchbrach, war der Eisbären-Schlussmann hellwach. Der Führungstreffer für Selb lag sprichwörtlich in der Luft, aber McDonald, Gelke wie auch Graaskamp, scheiterten. Erst in der 14. Minute brach der Bann. Gelke schaltete nach einem Scheibenverlust im Mitteldrittel am schnellsten und lässt bei seinem Alleingang Holmgren nicht den Hauch einer Chance mit der verdienten Führung. Regensburg hatte auch einige gute Szenen, aber es fehlte anders als bei den unaufgeregt und clever agierenden Wölfen die Entschlossenheit. Keresztury und Flache gefährlich vor dem Wölfe Tor, Deske jedoch mit stoischer Ruhe der Sieger.

Auch wenn die Eisbären sofort nach Wiederbeginn die erste Chance für sich verbuchen konnten, waren es weiter die Wölfe, die klar den Ton angaben. Bei den Schützlingen von Eisbären-Coach Pavlov lief spielerisch weiterhin nicht viel zusammen, was Selb natürlich in die Karten spielte. Die Wölfe obenauf und die Überlegenheit wurde auch auf der Anzeigentafel sichtbar. Ein sehenswerter Spielzug fand seinen Abschluss mit dem 2:0. Regensburg zu weit weg vom Gegenspieler und Schiener konnte sich die Ecke aussuchen. Ein Treffer, der den ohnehin verunsicherten Einheimischen noch mehr zusetzte, Wölfe-Stürmer Schmidt mit zwei guten Szenen hätte das mögliche 3:0 nachlegen können. Wir machten vieles richtig, was fehlte, war ein weiterer Treffer, der eine Art Vorentscheidung hätte sein können. Dies sollte sich rächen. Als Regensburg bei seinem dritten Überzahlspiel durch Flache zum 1:2-Anschluss kam, gaben die Wölfe kurzzeitig die Kontrolle des Spiels ab.

Kalte Dusche für die Wölfe im letzten Drittel. 87 Sekunden waren von der Stadionuhr, da schlugen die Eisbären abermals in Überzahl zu. Divis mit starkem Abschluss zum 2:2 ließ die einheimischen Fans jubeln und wieder hoffen. Regensburg nun wieder voll im Spiel, es folgten starke Minuten der Gastgeber, die Selb massiv unter Druck setzten. Von den Wölfen nur noch vereinzelte Entlastungsangriffe, aber einer dieser bedeutete wieder die Führung. Gelke – Kopie seines ersten Treffers – mit dem 3:2 mitten in die Regensburger Druckphase. Als Graaskamp auf 4:2 stellte, leeren sich die Ränge der Donauarena. All jene, die gegangen waren, versäumten aber eine hochdramatische Schlussphase – mit dem besseren Ende für die Gäste. Regensburg riskierte alles und wurde mit dem Anschlusstreffer belohnt – ohne Torhüter und in Überzahl fiel das 3:4. Dieses Ergebnis hatte kurz vor Schluss Bestand. Die Eisbären drückten mit aller Macht auf den Ausgleich, aber ihr Gegenüber verteidigte mit Mann und Maus. Mit Erfolg. 0,4 Sekunden vor der Sirene besorgte McDonald per Empty-Net-Goal den 5:3-Endstand.

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