Selber Wölfe gewinnen bei den Höchstadt AlligatorsVerspätetes Weihnachtsgeschenk

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Goalie Deske heraus, der mit seinen Paraden den Grundstein zum Auswärtssieg legte. Routinier Gare, mit einem riesigen Laufpensum, gelang ein Doppelpack.

Viel spielerische Klasse hatte das Auftaktdrittel im Frankenderby nicht zu bieten, aber die Zuschauer kamen dennoch auf ihre Kosten. Beide Teams lieferten sich einen unterhaltsamen, hitzigen Schlagabtausch – sowohl mit Puck, als auch mit den Fäusten. Letztere flogen in den ersten 20 Minuten einige Male. Moosberger hatte nach nicht ganz zwei Minuten einen Schuss auf das Tor von Alligator-Goalie Schnierstein abgeben, der jedoch ohne große Mühe den Puck runterfischte, auch Hördler scheiterte an der aggressiv agierenden Defensive der Hausherren. Es war jedoch Deske, bis dato noch beschäftigungslos, der zum ersten Male hinter sich greifen musste - bei Petraks abgefälschten Schuss hatte er keine Abwehrchance. Die Wölfe schienen nach diesem Treffer endgültig wachgerüttelt und produzierten in einer sehr zerfahrenen Partie einige gute Chancen, die wirklich große Möglichkeit zum Ausgleich blieb jedoch aus – Müller und McDonald scheiterten am hellwachen Schnierstein. Die Gastgeber überwiegend mit Abwehrarbeit beschäftigt, antworteten immer wieder mit brandgefährlichen Kontern. Eine 3:5-Unterzahl überstanden die Wölfe schadlos, Deske und seine Vorderleute mit gutem Penaltykilling. Kurz vor Drittelende nochmals nennenswerte Möglichkeiten. Kolb von der blauen Linie abziehend, den Abpraller konnte Gegenmüller nicht verwerten. Im direkten Gegenangriff prüfte Aab Deske.

Die Worte in der Pause von Wölfe-Trainer Thom schienen deutlich wie gleichermaßen aufmunternd gewesen zu sein. Die Selber hatten einen Auftakt nach Maß. 32 Sekunden waren von der Uhr, als die gut 250 Selber Schlachtenbummler erstmals jubeln durften. Gare wurde von McDonald mustergültig in Szene gesetzt und lenkte den Puck unhaltbar an HEC-Goalie Schnierstein vorbei. Mit dem Ausgleich im Rücken versuchten die Gäste nun mehr Ruhe ins Spiel zu bringen und zwangen die Einheimischen zu Fehlern. Moosberger scheiterte in aussichtsreicher Position, im direkten Konter fand Kreuzer in Deske seinen Meister. Die Alligators störten früh die Selber Angriffsbemühungen; zudem mussten die Gäste mehrmals Unterzahlspiele überstehen. Es folgte der große Auftritt von Deske, der nun im Vordergrund stand und mit starken Saves die Höchstadter Stürmer reihenweise schier zur Verzweiflung brachte. Das Wölfe-Tor unter Dauerbeschuss, aber Deske war nicht zu überwinden. Wie Überzahl geht, demonstrierten die Wölfe dann kurz vor der zweiten Pause, als Wölfe-Kapitän Ondruschka in zahlenmäßiger Überlegenheit per Schlagschuss zur 2:1-Führung einschoss.

Beide Teams legten nochmals eine Schippe drauf, Chancen üben wie drüben gab es im Minutentakt, beide Torhüter hatten gut zu tun. So lenkte Schiener einen Schuss von Hördler nur an den Schoner von Schnierstein, auf der anderen Seite muss Deske sein ganzes Können aufbieten, als Aab gefährlich durchgebrochen war. Die Alligators ließen den Wölfen nun mehr Platz für Konter. Moosberger, Ondruschka oder wenig später Geigenmüller, von McDonough mustergültig bedient, zielten knapp vorbei und sorgten noch nicht für das vorentscheidende 3:1. Aber auch die Hausherren gaben sich keine Blöße. Aab und Kreuzer hatten ihrerseits den ersehnten Ausgleich für ihre Farben quasi schon am Schläger. 90 Sekunden vor Schluss nahmen die Alligators Schnierstein zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Belohnt wurde dies nicht. Im Gegenteil. Gare netzte per Empty-Net-Goal zum 3:1-Endstand ein und machte den Auswärtssieg für die Selber Wölfe am zweiten Weihnachtsfeiertag perfekt.

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