Selber Wölfe gehen in Weiden mit 3:9 badenPeinliche Derbyklatsche beim Tabellensiebten

Die Blue Devils Weiden hatten leichtes Spiel mit dem VER Selb. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Die Blue Devils Weiden hatten leichtes Spiel mit dem VER Selb. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach durchaus gutem Start brachen nach einem Doppelschlag alle Dämme. Ein katastrophales Mitteldrittel, das mit 6:1 an den Gastgeber ging, ließ nicht nur einem stinksauer wirkenden Wölfe-Coach Henry Thom die Zornesröte ins Gesicht steigen. „Wir leisteten uns individuelle Fehler, die nicht einmal einer Kleinschülermannschaft unterlaufen; keine Erklärung habe ich, wie wir uns heute präsentierten – mit Oberliga-Eishockey hatte dies nichts zu tun“, so Thom.

Der ausgegebene Gameplan war klar und unmissverständlich. Endlich mal in Weiden etwas mitnehmen, Letzteres ist nur über eine starke Defensivleistung möglich. Und der Auftakt der Wölfe verlief durchaus verheißungsvoll, in der Anfangsphase waren die Gäste das tonangebende Team. Bereits nach 42 Sekunden boten sich uns die ersten Torchancen durch Graaskamp und Moosberger, doch beide brachten die Scheibe nicht an Weidens Goalie Wiedemann vorbei. Die Selber spielten weiterhin schnell und gut nach vorne, ließen die Blue Devils gar nicht richtig ins Spiel kommen. Topscorer Gollenbeck scheiterte aussichtsreich vor Wiedemann, auf der Gegenseite zielte Waldowsky knapp über den Kasten von Deske. Der Gastgeber kam schwer in Fahrt, aber dann so richtig. Ein Doppelschlag innerhalb von 24 Sekunden stellte den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf und sorgte für hängende Köpfe beim zahlreich mitgereisten Wölfe-Anhang. Heinisch eröffnete den Torreigen für seine Farben, Kirchberger ließ das 2:0 folgen, Proteste wegen eines angeblichen Schlittschuhtors blieben erfolglos. Die Hausherren obenauf, bei Selb lief fortan nichts mehr, zu verkrampft die Selber Bemühungen, zurück ins Spielgeschehen zu kommen. In der Schlussphase hatten die Blue Devils in Überzahl die Chance auf 3:0 zu erhöhen, aber Deske verhinderte einen höheren Pausenrückstand.

Geigenmüller hatte nach 22 Sekunden im zweiten Drittel den Anschlusstreffer auf dem Schläger, aber bezeichnend für das Wölfe-Spiel scheiterte er kläglich. Danach kam es knüppeldick und die zahlreichen Wölfe-Anhänger schämten sich in Grund und Boden ob der Leistungen ihrer Cracks auf dem Eis. Es folgte eine Demontage sondergleichen. Ohne viel Gegenwehr hatten die Blue Devils leichtes Spiel gegen ein total verunsichertes Wolfsrudel, das Ergebnis bis zur 34. Minute auf 7:0 (!) hochzuschrauben. Abercrombie nutzte einen Blackout in der VER-Defensive zum 3:0, das 4:0 – eine Art Höchststrafe – kassierten die Wölfe in eigener Überzahl. Nach einem haarsträubenden Abspielfehler an der blauen Linie sagte Rubes danke, zog auf und davon und ließ seine Farben erneut jubeln. Offensiv passierte bei Selb relativ wenig und die wenigen Versuche waren stets sichere Beute von einem eigentlich sehr beschäftigungslos wirkenden Goalie Wiedemann. Die Wölfe waren völlig neben der Spur und die Quittung folgte durch das 5:0. Der Arbeitstag von Deske war damit beendet – er hatte genug und machte Platz für Kümpel. Aber auch Letzterer wurde sträflich alleine gelassen und musste innerhalb kurzer Zeit zwei weitere Gegentore hinnehmen. Erneut, wie auch schon bei zahlreichen anderen Gegentoren zuvor, machten die Wölfe es dem Gegner zu einfach. Es fehlte jegliche Zuordnung und Weiden sagte danke. Der Jubel bei Schieners 7:1 fiel entsprechend verhalten aus, die mitgereisten Wölfe-Fans absolut bedient und stinksauer. Abercrombie stellte per Penalty den 8:1-Pausenstand her.

Das Abschlussdrittel lässt sich kurz zusammenfassen: Die Blue Devils im Gefühl des sicheren Sieges schalteten einige Gänge zurück, doch selbst das konnten die Gäste nicht entsprechend nutzen, um nochmals eine Art Aufholjagd zu starten. Das Spiel plätscherte so dahin, die Hausherren nutzten ein weiteres Überzahlspiel zum 9:1 durch Waldowsky. Zimmermann war es vorbehalten, Treffer Nummer zwei zu markieren, ehe Gare kurz vor Schluss mit einem satten Schlagschuss in den Winkel den dritten Treffer und letztendlich den 3:9-Endstand herstellte. Ein aus Selber Sicht sehr bitterer Abend in der Oberpfalz, wo die Wölfe jegliche Einstellung und nötigen Kampfgeist vermissen ließen.


Du willst die wichtigsten Oberliga-News, Spielpläne und Live-Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die Hockeyweb-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple​  und Android​.
Neuzugang aus Bayreuth
Niklas Gabriel verstärkt den EV Füssen

​Der EV Füssen kann mit dem 21 Jahre alten Niklas Gabriel einen neuen Verteidiger präsentieren. Ursprünglich stand der 1,90 Meter große Abwehrspieler beim DEL2-Team ...

Stürmer kommt aus Bayreuth
Tim Zimmermann wechselt zum Höchstadter EC

​Kurz vor Trainingsstart komplettieren die Verantwortlichen des Höchstadter EC die Reihen der Angreifer: Mit Tim Zimmermann trägt ein weiterer junger Stürmer in der ...

Neuzugang von den Hannover Scorpions
EV Füssen verstärkt sich mit Victor Knaub

​Die Sturmreihen des EV Füssen erhalten Zuwachs. Von den Hannover Scorpions wechselt der 25 Jahre alte Victor Knaub an den Kobelhang. ...

Zweite Ausländerposition ist besetzt
Ryker Killins komplettiert Defensive des SC Riessersee

​Mit der Verpflichtung von Ryker Killins ist die Defensive des SC Riessersee komplett. Der 26-jährige kanadische Verteidiger bringt die Erfahrung aus drei Jahren und...

Planungen abgeschlossen
Arturs Sevcenko besetzt dritte Kontingentstelle der Lindau Islanders

​Das letzte Puzzlestück im Kader der EV Lindau Islanders ist eingefügt. Stürmer Arturs Sevcenko besetzt die dritte Kontingentstelle neben Martin Mairitsch und Vertei...

Alligators besetzen dritte Kontingentstelle
Klavs Planics wechselt zu den Höchstadt Alligators

​Nach Eetu-Ville Arkiomaa dürfen die Höchstadt Alligators wieder einen Neuzugang in ihren Reihen begrüßen: Mit Klavs Planics erhält das Team erneut Verstärkung im St...

Anthony Hermer gehört zum Team
Junges Talent komplettiert die Blue Devils Weiden

​Anthony Hermer (17) steht auch in der anstehenden Saison 2022/2023 im Oberliga-Kader der Blue Devils Weiden. ...

Verteidiger verpflichtet
Passau Black Hawks verstärken sich mit Samuel Mantsch

​Die Passau Black Hawks haben Verteidiger Samuel Mantsch verpflichtet. ...

Oberliga Süd Hauptrunde