Selber Wölfe feiern Erfolg gegen den Tabellenzweiten aus DeggendorfOffensivfeuerwerk zum Jahresausklang

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Es knisterte schon vor dem Spiel auf den vollen Rängen im Selber Vorwerk. 2208 Zuschauer sorgten für eine prächtige Kulisse in der Netzsch-Arena. Die Gäste, wie bereits vor zwei Tagen ohne Kontingentstürmer Osterberg, bei den Wölfen erhielt Deske den Vorzug vor Mechel, Müller war nach Verletzung wieder mit an Bord. Die Trauben hingen gegen den Zweiten bekanntlich sehr hoch. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da wurden die Niederbayern ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Selber in der Defensive kurz unsortiert, Döring wurde nicht entschieden gestört und düpierte per Bauerntrick Deske zur frühen Gästeführung. Die Wölfe reagierten völlig unbeeindruckt. Kurz nach Wiederbeginn war es McDonald, der aus aussichtsreicher Position die Scheibe nicht im Tor unterbringen konnte. Die Scheibe kam jedoch über Umwege zum an der blauen Linie lauernden Bär, dieser zog einfach mal ab, McDonald fälschte unhaltbar ab und der Puck zappelte im Netz. Das Ausgleichstor – der Weckruf für Selb. In der achten Spielminute fing Gelke einen Befreiungsversuch der Deggendorfer im Angriffsdrittel per Hand ab, legte quer auf Kabitzky und dieser schoss Selb in Führung. Wenig später die Chance für Selb in numerischer Überzahl, die Führung auszubauen. Pisarik und Kabitzky konnten aber den gut aufgelegten Schroth im Deggendorfer Tor nicht überwinden. Gegen Ende des ersten Drittels bäumten sich die Gäste noch einmal auf und erspielten sich gleich mehrere gute Möglichkeiten. Die Hausherren nun mit leichten Abstimmungsproblemen. Der Ausgleich lag in der Luft, mit leidenschaftlichem Kampf brachten die Selber die Führung mit in die Pause.

Gleich zu Beginn die Chance für die Gäste, in Überzahl auszugleichen. Der DSC machte jedoch zu wenig aus seinen Möglichkeiten. In der Folge waren es die Gastgeber, die das Spiel an sich rissen. Gare tauchte plötzlich nach feinem Zuspiel von Kolb mutterseelenallein vor Schroth auf, fand in diesem jedoch seinen Meister. Kurz darauf eine Vielzahl guter Wölfe-Möglichkeiten. Nach 26 Minuten war es dann so weit. Zu dritt konterten die Wölfe die Gäste gnadenlos aus, Pisarik setzte den mitgelaufenen Bär schön in Szene und dieser drosch den Puck zum hochverdienten 3:1 in die Maschen. Deggendorf antwortete mit wütenden Angriffen. Schuss um Schuss flog Deske nun um die Ohren. Der Wölfe-Schlussmann hatte alle Hände voll zu tun. Acht Minuten vor Drittelende ein Foul von Janzen an Schiener, der Wölfe-Stürmer konnte nach kurzer Behandlungspause wieder später ins Spiel eingreifen. Die folgende Strafzeit konnten die Selber jedoch nicht in Zählbares ummünzen. Die Wölfe fortan nur noch mit zwei Reihen agierend, mussten wegen Spielens mit sechs Feldspielern bange Minuten in Unterzahl verbringen. Doch es waren nicht die Gäste, die sich die Großchancen erspielten. Vielmehr ließen sich die Deggendorfer gleich mehrfach auskontern. McDonald war auf und durch, spielte auf Gare. Millimeter fehlten bei diesem Pfostenknaller. Sekunden später, Selb immer noch in Unterzahl, erneut ein Konter. Gelke tankte sich durch, spielte auf dem im Slot lauernden Schmidt und ließ dem sträflich allein gelassenen Schroth diesmal keine Chance.

Aufatmen im Schlussabschnitt: Schiener kam zurück in die Partie, die Heimmannschaft fortan wieder mit drei Reihen agierend. Doch der DSC gab nicht auf. 44 Minuten waren gespielt, da lauerte Gawlik vorm Selber Kasten, kam an die Scheibe und ließ Deske aus spitzem Winkel keine Chance. Bange Minuten brachen an, Selb musste gleich zwei Strafzeiten kurz hintereinander überstehen. Deske stand nun gehörig unter Druck, hielt dem Deggendorfer Dauerfeuer jedoch stand. Gawlik donnerte in der 52. Spielminute den Puck sogar an die Latte. Und dann ging alles ganz schnell. Der Angriff der Wölfe kam postwendend und 20 Sekunden nach eben jenem Lattenknaller, erlöste Gelke seine Farben mit dem 5:2. Doch die Gäste steckten nicht auf, setzten alles auf eine Karte und nahmen sogar bei noch fünf zu spielenden Minuten den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Und der Mut sollte belohnt werden, kamen sie doch in Person von Greilinger zum erneuten Anschlusstreffer. Am Ende half dieser nicht mehr. Deggendorf leistete sich einen Fehler im Spielaufbau, Gare eroberte die Scheibe, legte klasse auf Pisarik. Der ließ sich nicht zweimal bitten und besorgte den 6:3-Endstand.

Bereits vor dem Spiel gaben die Wölfe bekannt, dass Charley Graaskamp künftig nicht mehr für Selb spielen wird.


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