Selber Wölfe fanden in Peiting nicht ins SpielGebrauchter Tag in Oberbayern

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Die Gäste fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und wirkten insbesondere im Mittelabschnitt zu passiv mit zu wenig eigener Torgefahr im Abschluss. Zu allem Überfluss musste auch noch Wölfe-Goalie Kessler, Förderlizenzleigabe von den Lausitzer Füchsen, kurz vor Ende des zweiten Drittels mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Eis. Es wäre mehr drin gewesen, aber vieles lief einfach nicht gut. So sah es auch Wölfe-Coach Henry Thom: „Peiting hat gut gespielt, wir wirkten hingegen nicht konsequent im Zweikampfverhalten, waren immer zu weit weg vom Mann. Im Mitteldrittel können wir froh sein, dass wir nicht höher zurück lagen, zum Glück haben wir zum Schluss wieder Kampf und Willen gezeigt.“

Die Anfangsphase war geprägt von gegenseitigem Abtasten, Torchancen hüben wie drüben absolute Mangelware. Die Gastgeber, die mit Krabbat und Stauder auf zwei wichtige Stürmer verzichten mussten, taten sich gegen gutstehende Wölfe schwer, ihrerseits einen geordneten Spielaufbau aufzuziehen. Das Spiel beider Teams auf überschaubaren Niveau, geprägt mit unpräzisen Pässen und wenigen Szenen im gegnerischen Drittel. Kopps abgefälschter Schuss und auf der Gegenseite Mudryks Versuch, waren die einzigen zu erwähnenden Offensivbemühungen bis dato. Als alles den Anschein hatte, es würde leistungsgerecht torlos in die erste Pause gehen, fielen noch zwei Tore – in beiden Fällen für Peiting. Eine gegen Sleb verhängte Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis wurde mit dem 0:1-Rückstand bestraft – Feuerecker von der blauen Linie ließ Wölfe-Goalie Kessler keine Chance. Dem aber nicht genug. Abermals war es Verteidiger Feuerecker, der 57 Sekunden vor der Pause am schnellsten schaltete und gutpostiert Kessler aus kurzer Distanz das Nachsehen gab.

Wölfe-Coach Thom hatte sicherlich seinen Jungs deutlich ins Gewissen geredet und mehr Offensivpower gefordert. Aber seine Worte fanden kein Gehör. Spielerisch ging wenig bis gar nichts zusammen, offensiv fanden die Wölfe gar nicht statt. Effektiver waren die Oberbayern. Während Mayer an Kessler mit dem möglichen 3:0 noch scheiterte, beschenkte sich Geburtstagskind Morris wenig später selbst und ließ den eigenen Anhang jubeln. Viel Zeit zum Verdauen dieses Gegentores blieb Selb nicht, dann folgte der nächste Niederschlag in Form des 4:0. Kessler konnte den ersten Schuss parieren, den Abpraller nahm Heger auf und setzte den Puck oben unter die Latte. Der ECP voll auf Kurs, die Wölfe von der Rolle und mussten zufrieden sein, dass die Hausherren einige gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt ließen. Die einzige und größte Chance, auf die Anzeigentafel zu kommen, hatten die Selber bezeichnenderweise in Unterzahl, aber Mudryk konnte bei seinem Alleingang Goalie Henne nicht überwinden. Als wenn ein 0:4-Rückstand noch nicht schlimm genug war, musste Selb auch noch das ungeplante Ausscheiden von Goalie Kessler wegstecken. Der 21-Jährige schied nach einer undurchsichtigen Szene vor seinem Tor verletzungsbedingt aus.

Das letzte Drittel ging mit 1:0 an die Wölfe. Allerdings fiel der Anschlusstreffer durch Kapitän Ondruschka zu spät. Dennoch. Ein Treffer, der urplötzlich dem Team einen Ruck gab, nochmals neuen Schwung verlieh. Es waren ab diesem Zeitpunkt die Wölfe, die sich ein deutliches Chancenplus erarbeiteten und mit etwas mehr Glück das Ergebnis hätten noch freundlicher gestalten können. Das Spiel jedoch war zu diesem Zeitpunkt entschieden, die Zeit lief gnadenlos gegen die Gäste. Der ECP, mit der beruhigenden Führung im Rücken, verwaltete den Heimerfolg  geschickt und meldete mit diesem wichtigen Heimdreier einen berechtigten Anspruch auf Platz vier an.

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