Selber Wölfe entscheiden Herzschlag-Finale für sich5:4-Erfolg gegen die Blue Devils Weiden

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Erstmals nach Verletzungspause war auch Herbert Geisberger wieder mit auf dem Eis. Die Gäste zeigten sich nach dem Trainerwechsel wie verwandelt, spielten hart, aber fair und verlangten den Wölfen alles ab. Für die Zuschauer war es ein toll anzusehendes, schnelles Spiel, das sich in den letzten Spielminuten zu einem wahren Thriller entwickelte.

In den ersten Minuten des Spiels spielten die Wölfe etwas abwartend und wollten erst einmal sehen, wie die Gäste aus der Oberpfalz unter ihrem neuen Trainer auftreten würden. Ondruschka sowie Neumann prüften Gästetorwart Lala aus der Ferne, aber auch Kessler konnte sich gegen die Abschlüsse von Heinisch und Stähle auszeichnen. In der ersten richtigen Druckphase der Selber wurde die Weidener Hintermannschaft dann aber richtig schwindelig gespielt. Mudryk erzielte nach feiner Vorarbeit von McDonald im dritten Versuch – zunächst standen der Pfosten, dann Lala im Weg – die Führung für die Hausherren. Selb hatte das Spiel jetzt fest im Griff und erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht. Allerdings versäumten sie es, den Spielstand weiter nach oben zu schrauben.

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Wölfe zu Beginn des zweiten Spielabschnitts: Gerade einmal 26 Sekunden waren gespielt, da netzte McDonald ein, nachdem Mudryk die Scheibe von hinter dem Tor schön auf die Kelle des Torschützen gepasst hatte. Die Freude währte nicht lang: Waldowsky verkürzte durch einen platzierten Schuss ins lange Eck. Selb hätte den alten Spielstand mehrmals wieder herstellen können. Doch Moosberger scheiterte erst an der Latte und in der 25. Spielminute bei einem Penaltyschuss an Lala. Das Spiel ging nun auf und ab. Einen Aussetzer im Spielaufbau von Geisberger nutzten die Blue Devils zum Ausgleich. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide. Als Waldowsky wiederum einen Abwehrschnitzer zur erstmaligen Führung für die Gäste nutzen konnte, sahen viele Zuschauer die Felle schon davon schwimmen. Doch die Wölfe hatten ja noch einen Mudryk in den Reihen, der eiskalt und abgezockt den Spielstand wieder ausglich. Die Wölfe waren nun am Drücker und hatten den Siegtreffer mehrmals auf dem Schläger. Kolb hämmerte die Scheibe ans Gestänge, Moosberger und Mudryk ließen beste Chancen liegen. Zum Entsetzen der Selber Anhänger erzielte Pauker drei Minuten vor Schluss die erneute Führung für die Gäste, aber die Wölfe gaben nicht auf. 43 Sekunden später war es Piwowarczyk, der zum erneuten Ausgleich traf. Die Netzsch-Arena bebte nun förmlich. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Eine weitere halbe Minute später sorgte Gare mit seinem Siegtreffer noch für die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Die Freude im Wolfsbau kannte keine Grenzen mehr.

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