Selber Wölfe drehen Partie gegen Deggendorf3:2-Overtime-Sieg

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Beide Teams mussten ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen, auch bei den Gästen fehlten wichtige Akteure wie Greilinger oder Schembri. Die Wölfe legten ein hohes Tempo vor, jedoch stand Deggendorf gut in der Defensive und mit dem besseren Start: Knapp zwei Minuten waren gespielt, als Bätge erstmals geschlagen war. Fomin kam durch ein sauberes Zuspiel von Pfänder an den Puck und verwandelte zur Führung. Die Niederbayern drängten im weiteren Verlauf die Gastgeber in die eigene Zone, kaum einer der Wölfe schaffte es für entsprechende Entlastung zu sorgen. Schiener brach einmal durch, aber ohne Erfolg, sein Schuss verfehlte das Ziel. Nach einer Strafzeit für den DSC herrschte ein reger Schlagabtausch, beide Teams mit noch höherem Tempo und hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste Chance bot sich McDonald, als er von Pisarik bedient wurde. Schroth im DSC-Tor verhinderte den Ausgleich. Im sofortigen Gegenzug des Deggendorfer SC zögerten Röthke und Kischer nicht, letzterer mit einem gut überlegten Schuss baute die Führung auf 2:0 aus.

Die Wölfe starteten mit mächtig Druck ins zweite Drittel, jedoch blieb der Torerfolg aus. Das Tempo weiterhin sehr hoch, die Torraumszenen nahmen auf beiden Seiten zu. Bätge war im ganzen Mittelabschnitt jede Sekunde gefordert und hielt den zahlreichen Angriffen der Niederbayern stand. Als McDonald und Gelke auf das gegnerische Tor zustürmten, lag der Anschlusstreffer sprichwörtlich in der Luft. Aber die Wölfe-Cracks vergaben diese einmalige Chance. Eine weitere Möglichkeit zum Anschluss vergab McDonald, der bei seinem Penaltyversuch am DSC-Goalie scheiterte. Der Penalty wurde zugesprochen, nachdem Zimmermann nur durch ein Foul gestoppt wurde. Als schließlich Deggendorf kurz vor Ende des Drittels wieder zum Angriff überging, war es wieder Bätge, der mit einem starken Save im Liegen den Puck vor dem Tor abfing.

Der letzte Spielabschnitt hatte es wahrlich in sich. Für Bätge kam König-Kümpel zu seinem Einsatz, vermutlich seine letzten 20 Spielminuten. König-Kümpel hatte vor der Partie sein Karriereende nach 18 Jahren bekanntgegeben. Für die Wölfe-Cracks hieß es weiter Doppelschichten zu fahren, neben den zahlreichen Verletzten und Kranken kam auch noch Böhringer hinzu, der verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken konnte. Die Wölfe waren heiß auf die Aufholjagd. Und es ging gut los. McDonald und Turner spielten mustergültig zusammen, legten den Puck für Silbermann so vor, dass dieser nur noch aufziehen musste, um den lang ersehnten 1:2 Anschluss zu erzielen. Es ging nervenaufreibend weiter, die Fans forderten den Ausgleich und das ließen sich die Selber nicht zweimal sagen. 53 Sekunden später, erneut in Überzahl, war es Gelke, der auf Zuspiel von Kolb das vielumjubelte 2:2 markierte.

Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, beide Teams wollten unbedingt den Sieg, agierten offensiv. Als nur noch 95 Sekunden in der fünfminütigen Verlängerung zu spielen waren, fiel dann doch noch das Tor – für die Selber Wölfe. McDonald und Kolb bedienten Pisarik, der den Deckel auf die Partie machte.


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