Selber Wölfe besiegen Duisburg in einem 7:6-TorfestivalDramatik bis zur Schlusssirene

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Den 2227 Zuschauern boten die Akteure auf dem Eis ein torreiches Spektakel mit hohem Unterhaltungswert. Für schwache Nerven war die Begegnung allerdings nicht geeignet. Die Wölfe führten klar, durch eine doppelte Überzahl kamen die Gäste jedoch wieder ins Spiel und gaben sich bis zur Schlusssirene nicht geschlagen, mussten aber dennoch mit leeren Händen die Heimreise in den Ruhrpott antreten. Dort kommt es am Sonntag auch schon zum nächsten Aufeinandertreffen beider Teams.

Die Wölfe kamen raus wie die Feuerwehr und schnürten die Füchse förmlich in deren Drittel ein. Kombinationen der Hausherren brachten stetige Gefahr für das von Mathis gut gehütete Gästetor. In der fünften Spielminute war es Mudryk, der nach einem Schuss von Kolb goldrichtig stand und den Torreigen eröffnete. Nur eine Minute später wurde erneut Mudryk von McDonald geschickt und hämmerte den Puck zum 2:0 in den Giebel. Im direkten Gegenzug machten die Füchse in Person von Huebscher deutlich, dass man mit ihnen rechnen musste und verkürzten den Spielstand postwendend. Kurz vor Drittelende kamen die Wölfe in eine 4:3-Überzahlsituation. Dies spielte Selb gut aus und McDonald zeigte, dass er Nerven wie Drahtseile hat. Als das halbe Stadion schon „schieß“ rief, blickte er in aller Seelenruhe nochmal auf die Uhr, fuhr zwei Kringel, um dann zeitglich mit der Pausensirene ins Tor einzuschießen.

Zu Beginn des zweiten Drittels kehrte Moosberger zurück aufs Eis, nachdem er sich während des ersten Spielabschnitts in die Kabine zur Behandlung begeben musste. Selb jetzt weiter die spielbestimmende Mannschaft. Schiener hätte nach Vorarbeit von Hördler schon erhöhen können. Dies erledigte dann kurz darauf McDonald, der diesmal schön von Mudryk bedient wurde. In der 31. Minute drückten dann zeitglich Böhringer und Gare die Strafbank. Und dieser Umstand sollte sich rächen. Die Gäste nutzten die Situation eiskalt aus und verkürzten den Spielstand durch einen Doppelschlag auf ein Tor. Die Wölfe und ihre Anhänger waren nun kurzzeitig geschockt und die Füchse kamen jetzt deutlich besser ins Spiel. In der 37. Minute rettete Torhüter Deske mit einer Glanztat eine 3:1-Situation und hielt Selb dadurch im Spiel. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Duisburg den Ausgleich erzielt hätte? Diese Situation schien den Wölfen wieder Auftrieb zu geben und Moosberger und Gare, fein herausgespielt von Piwowarczyk, stellten den Spielstand nach 40 Minuten auf 6:3.

Wer nun dachte, die letzten 20 Minuten würden ein Spaziergang, der hatte die Rechnung ohne die Füchse Duisburg gemacht. Pisarik erwischte Deske auf dem falschen Fuß, nachdem die Scheibe komisch von der Bande zurücksprang und brachte die Gäste wieder heran. Zwei Minuten später beruhigte Piwowarczyk seine Farben, in dem er genau Maß nahm und den Puck über den Innenpfosten in die Maschen brachte. Doch so richtig zum Durchatmen kamen die Wölfe-Anhänger nicht, denn nur eine halbe Minute später hatten die Füchse durch Verelst erneut eine Antwort parat. Spielstand 7:5 und noch 16 Minuten zu spielen. Das Spiel ging nun hin und her, mit Chancen auf auf Selber Seite unter anderem für Kolb und Piwowarczyk, der aber nur das Außennetz traf. 185 Sekunden vor Schluss war es ausgerechnet der Ex-Selber Jari Neugebauer, der Duisburg auf ein Tor heranbrachte. Doch letztendlich half es den Gästen nichts mehr, denn Selb verteidigte sein Tor gut, ließ keinen weiteren Treffer mehr zu und ging als verdienter Sieger vom Eis.


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