Selber Wölfe besiegen das Schlusslicht Höchstadter ECPisarik lässt mit Hattrick das Vorwerk beben

Pavel Pisarik (Mitte) traf dreimal für die Selber Wölfe. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)Pavel Pisarik (Mitte) traf dreimal für die Selber Wölfe. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Nach gutem Start mit schneller Zwei-Tore-Führung verpassten es die Gastgeber, die Vielzahl an Chancen in weitere Treffer umzumünzen. Höchstadt gab sich nicht geschlagen und machte den Wölfen das Leben in einer über weite Strecken zerfahrenen Partie schwer. Mit zwei späten Toren machten die Schützlinge von Wölfe-Coach Thom alles klar und fuhren einen wichtigen, jedoch glanzlosen Heimsieg ein. Bester und treffsicherster Wölfe-Akteur war Neuzugang Pavel Pisarik mit einem Hattrick.

Die Marschroute war klar. Den Wölfen half gegen das Tabellenschlusslicht nur ein Sieg, um die Teilnahme an der Meisterrunde zu sichern. Mechel erhielt erneut den Vorzug vor Deske, Pisarik den vor Graaskamp. Und das sollte sich gleich auszahlen. Die Wölfe gleich von Beginn an hellwach, brachten die Gäste ganz schön in Bedrängnis. Ex-Wolf Dirksen im Höchstadter Tor hatte alle Hände voll zu tun, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Dies gelang nur kurz. In der sechsten Minute war es eben jener Pisarik, der nach feinem Pass von McDonald plötzlich frei vorm Slot auftauchte und die Scheibe eiskalt in die Maschen drosch. Selb weiterhin der Herr im Haus. Wenig später Bär mit dem langen Pass auf Gare. Dieser auf und davon, scheiterte aber an Dirksen, doch wieder war Pisarik zur Stelle, reagierte schneller als alle Höchstadter und verwandelte den Nachschuss zur wohlverdienten 2:0-Führung. Nur Sekunden später Glück für Selb, dass Petrak nur den Pfosten traf. Die Wölfe blieben unbeeindruckt und behielten weiterhin das Oberwasser. Beinahe gelang Pisarik gar der Hattrick, scheiterte jedoch nach einem Zuckerpass von McDonald am gut aufgelegten Dirksen. Wenig später erneut Dirksen im Mittelpunkt: Nach einer Slapstick-Einlage der Höchstadter Hintermannschaft wurde Kolb förmlich eingeladen, konnte die Scheibe jedoch trotz sehenswertem Doppelpassspiel mit Gelke nicht im Gehäuse unterbringen.

Auch im zweiten Abschnitt sorgten die Wölfe sofort wieder für mächtig Bewegung im gegnerischen Drittel. Nur wenige Millimeter fehlten bei Müllers Lattenknaller in der 21. Spielminute. Nur Sekunden später Kabitzky aus spitzem Winkel mit dem trockenen Schuss. Nur den Big Saves von Dirksen hatten es die Höchstadter zu verdanken, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht schon deutlich höher zurücklagen. Auch mit einem Mann mehr am Eis wollte der nächste Wölfe-Treffer nicht gelingen. Und so kam es wie es kommen musste: Nach einem Bully im Verteidigungsdrittel konnten sich die Selber nicht befreien und so war es ausgerechnet der Ex-Wölfe-Stürmer Neugebauer, der den Anschlusstreffer für seine Farben besorgte. Selb aber auch in der Folge unbeeindruckt. McDonald wurde von Gare schön in Szene gesetzt, hatte alle Zeit der Welt, scheiterte letztendlich aber dennoch am starken Alligators-Schlussmann. Immer wieder Dirksen. Auch Gare konnte wenig später die Scheibe nicht im Tor unterbringen. Auch ein weiteres Überzahlspiel konnten wir nicht in Zählbares ummünzen. Mit voranschreitender Spielzeit schlichen sich so langsam Konzentrationsfehler in die Spielzüge der Wölfe. Fehler im Spielaufbau häuften sich und die Gastgeber spielten längst nicht mehr so zielstrebig wie noch zu Beginn der Partie. Es wirkte, als hätten wir den Faden verloren. Den Anhängern schwante Böses. Wegen Beinstellens musste Pisarik für zwei Minuten in die Kühlbox – die Chance für die Gäste den bisherigen Spielverlauf komplett zu egalisieren. Letztendlich brachten die Porzellanstädter aber die knappe Führung über die Zeit und gingen mit dieser in den Schlussabschnitt.

Auch im Schlussabschnitt taten sich die Wölfe im Spielaufbau weiter schwer. Bange Minuten brachen an, als Pisarik erneut die Strafbank drückte. Aber auch den Alligators fiel im Angriffsspiel herzlich wenig ein und so bot sich den 1757 Zuschauern eine recht zerfahrene Partie. Als acht Minuten vor Spielende Seewald wegen Haltens für zwei Minuten vom Eis gestellt wurde, war es dann aber endlich so weit. Mit einem Hammer von der blauen Linie erlöste Müller seine Farben und erhöhte auf 3:1. Als nicht einmal zwei Minuten später Pisarik allen davonrannte und mit seinem dritten Treffer an diesem Abend alles klar machte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Höchstadt versuchte noch einmal alles. Kurz vor Schluss nahm Gästetrainer Sekera seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Dass Gare aus aussichtsreicher Position den verwaisten Höchstadter Kasten verfehlte, interessierte da am Ende freilich keinen mehr.

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