Selber Siegtor 19 Sekunden vor SchlussSelber Wölfe

Selber Siegtor 19 Sekunden vor SchlussSelber Siegtor 19 Sekunden vor Schluss
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Der mit nur 13 Feldspielern – darunter ein 16- und ein 17-Jähriger – angereiste EC Peiting verkaufte sich teuer. Der VER Selb machte es seinen Gästen aber auch leicht. Statt nach dem 4:1 in Bad Tölz mit ganz breiter Brust aufzulaufen, fanden die Wölfe gegen den stark geschwächten Gegner lange nicht zu ihrem Rythmus und machten sich das Leben mit vielen Fehlpässen selbst schwer. Erst 19 Sekunden vor der Schlusssirene sicherte Mudryk den Hausherren die drei Punkte. Mindestens einen davon hätten sich eigentlich die tapfer kämpfenden Gäste verdient gehabt.

Angriff ist die beste Verteidigung dachten sich wohl die Oberbayern, die mit ihrem Minikader keinen Respekt vor den Wölfen zeigten. In der achten Minute musste Torwart Suvelo sein Team vor einem Rückstand bewahren, als er gegen den herrlich freigespielten Stauder klasse reagierte. Das Tempo blieb überschaubar, sodass der EC Peiting wenig Probleme hatte, seinen Kasten sauber zu halten. Bis die dritte Selber Reihe zuschlug. Roos zog von der blauen Linie ab und Pauker hielt am kurzen Pfosten den Schläger dazwischen. Das war auch ECP-Keeper Hechenrieder machtlos.

In der Folge schwächten sich die Gäste mit drei Strafzeiten in Folge selbst, doch auch daraus konnte der VER, der kurzzeitig sogar zwei Spieler mehr auf dem Eis hatte, kein Kapital schlagen. Und so dauerte es bis kurz vor Ende des ersten Drittels, ehe erneut Pauker zur Stelle war. Zunächst traf der 20-Jährige den Pfosten, im Nachschuss hatte der Selber Stürmer aber keine Mühe mehr, den Puck im Tor unterzubringen.

Wer gedacht hatte, das 2:0 würde mehr Ruhe ins Spiel der Hausherren bringen, sah sich getäuscht. Pauker hatte zwar gleich die Möglichkeit zum Hattrick, dann aber zeigte Peiting Moral und bekam mehr und mehr Spielanteile. In der 23. Min,ute rettete Suvelo noch gegen MacDonald, drei Minuten später traf der Kanadier aber zum Anschluss. Zwar stellte Geisberger kurz darauf den alten Abstand wieder her, aber auch diesen Rückschlag steckten die Gäste weg und bestraften die Wölfe für einen teilweise lethargischen Auftritt binnen drei Minuten mit dem Ausgleich. Nun versuchte das Publikum, ihr Team wieder aufzuwecken. Bis zur zweiten Pause hatte aber einzig Schiener noch eine gute Möglichkeit.

Erst als McDonald die Gäste in der 42. Minute erstmals sogar in Führung brachte, drehte auch die Selber Paradereihe einmal auf und drehte durch Geisberger und Mudryk die Partie wieder. Doch Peiting steckte noch immer nicht auf und kam in Überzahl wieder zum Ausgleich. Als sich die Zuschauer bereits auf eine Verlängerung einstellte, schlugen die Wölfe doch noch einmal zu. 19 Sekunden Restspielzeit standen an der Anzeigetafel, als Mudryk den glücklichen Sieg sicherte.

Für VER-Coach Holden war der eher bescheidene Auftritt seines Teams „reine Kopfsache“ gegen nur 13 Gästespieler. Sehr enttäuscht war der Peitinger Coach John Sicinski. „Das tut richtig weh, 19 Sekunden vor Schluss ohne Punkte nach Hause zu müssen.“

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