Selber Kraftakt wird belohnt5:4-Erfolg gegen den EV Landshut

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Deske und Kessler blieb Wölfe-Goalie Kümpel der Turm in der Schlacht. Den Siegtreffer in einer hart umkämpften Partie markierte Moosberger kurz vor Schluss.

Die Gäste um Coach Kammerer kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine. Wölfe-Goalie Kümpel musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Glück für die Wölfe, dass ein abgefälschter Schuss unser Tor noch knapp verfehlte. Selb zunächst sehr passiv und nur in der eigenen Defensive zu finden, bis in der siebten Minute Wölfe-Topscorer Mudryk mit dem ersten Angriff den Spielverlauf auf den Kopf stellte und zur vielumjubelten Führung den Puck im Netz versenkte. Wenig später musste der gut aufgelegte Kümpel bei einem Schuss von Hofbauer sein ganzes Können aufbieten. Landshut antwortete nun mit wütenden Angriffen. Doch immer wieder scheiterten die Gäste an Kümpel. In der 14. Minute war es dann aber so weit: Nach feinem Zuspiel von Youngster Ehl war es Oldie Trew, der die Scheibe zum Ausgleich einschob. Auch in der Folge blieben die Gäste weiter gefährlich und so war das Remis zur Pause aus Wölfe-Sicht eher schmeichelhaft.

Die Kabinenpredigt von Wölfe-Trainer Thom zeigte Wirkung. Die Gastgeber investierten jetzt deutlich mehr. Mehrere Großchancen wurden allesamt vom gut haltenden Gäste-Keeper Engelbrecht entschärft. Auch in Überzahl kam für die Wölfe nichts Zählbares heraus. So mussten sich die Zuschauer bis zur 28. Minute gedulden, ehe Piwowarczyk Englbrecht mit einem satten Schuss keine  Chance ließ. Als kurz darauf auf beiden Seiten Spieler die Strafbank drücken mussten, kam der EVL wiederum zum Ausgleich. Reiter umkurvte Kümpel und ließ diesen beim 2:2 keine Chance. Doch der VER steckte nicht zurück und kam weiterhin zu guten Einschussmöglichkeiten. Pech für Selb, dass Müllers Schuss das leere Tor knapp verfehlte. Urplötzlich dann die Landshuter Führung durch den Ex-Wölfe-Kapitän Schadewaldt. Der hochverdiente Ausgleich folgte durch Moosberger, der bei einem Konter leicht verzögerte und dann unnachahmlich den Puck an Engelbrecht vorbei ins Tor schoss.

Die Selber begannen, wie sie im zweiten Drittel aufgehört hatten. Zunächst scheiterten sie noch im Powerplay an Englbrecht, dann war es Mudryk in eigener numerischer Unterzahl, der bei einem Konter selbigen nicht überwinden konnte. Wie man es besser macht, zeigte dann der EVL: Lennartsson wurde vor dem Selber Gehäuse nicht angegriffen und der bestrafte den VER prompt mit dem 3:4. Die Gäste sahen sich wohl schon auf der Siegerstraße, doch machten sie die Rechnung nicht mit den Wölfen. Zunächst glich Müller mit einem trockenen Schuss aus. Und drei Minuten vor Schluss brachte Moosberger mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend die Netzsch-Arena zum Beben. Die Gäste setzten noch mal alles auf eine Karte und nahmen ihren Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld. Doch Selb kämpfte aufopferungsvoll und konnte den Sieg über die Zeit bringen.

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