Selber feiern Nikolaus in der Netzsch-ArenaWölfe zu Gast bei den Wölfen

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Wenn es am Freitag zum ersten Mal zu einem Pflichtspielderby gegen den EHV Schönheide im Selber Vorwerk kommt, sind nicht nur zwei bissige Wölfe-Teams auf dem Eis. Die Nachwuchsabteilung der Selber Wölfe unter allen Besuchern kleine Süßigkeiten verteilen – als Nikloäuse verkleidet, versteht sich. Außerdem erhalten alle Kunden von Edeka Egert, die im Warenwert von 20 Euro am Vorwerk in Selb einkaufen, eine vergünstigte Eintrittskarte für fünf statt zwölf Euro.

Zum ersten Mal gibt am Freitag der Liga-Neuling EHV Schönheide seine Visitenkarte in der Netzsch-Arena ab. Die Sachsen, die vor der Saison aus der Oberliga Ost als Underdog in die Süd-Staffel gewechselt waren, konnten bislang nur selten das im Süden übliche Niveau erreichen und belegen daher bis jetzt auch nur den letzten Tabellenplatz. Lediglich sieben Punkte stehen auf der Habenseite, der Abstand zum Tabellenvorletzten, dem EHC Klostersee, beträgt bereits sechs Punkte. Doch die Formkurve der Wölfe aus dem Erzgebirge zeigt leicht nach oben. Am vergangenen Freitag konnte die Mannschaft von Neu-Trainer Victor Proskuryakov den ersten, lang ersehnten Heimsieg verbuchen, was sicherlich auch am neuen starken Mann an der Bande liegen mag. Proskuryakov ist seit gut drei Wochen in Amt und Würden und löste den eher glücklosen Norbert Pascha ab. In der Oberliga Süd ist Proskuryakov darüber hinaus kein Unbekannter, stand er doch zuletzt beim 1. EV Weiden unter Vertrag.

Für die Selber Wölfe ist das Motto allerdings ganz klar: Auftreten wie im Hinspiel. In Schönheide hat die VER-Mannschaft nämlich einen deutlichen 8:1-Auswärtssieg gefeiert. Doch so leicht dürfte es für die Wölfe diesmal nicht werden. „Panik ist bei mir keine ausgebrochen“, sagte der Chefcoach in dieser schwierigen Woche. „Warum auch? Seit Jahren haben wir uns den Erfolg gemeinsam erarbeitet und auf einmal soll alles schlecht sein? Wir analysieren und arbeiten unsere Probleme auf. Ein paar Umstellungen kann es durchaus geben. Aber jeder in der Mannschaft hat es verdient, mitzuhelfen es besser zu machen. Schönheide, ich wiederhole mich, ist nicht zu unterschätzen. Vor allem nicht in der momentanen Situation. Wer denkt, das wird ein Selbstläufer, liegt falsch. Konzentration, ein paar Veränderungen in der Mannschaft, viele Gespräche miteinander und einzeln und wir bringen wieder die Leistung, die wir bringen können.“

Nachbarschaftsduell mit Schönheide am Freitag und schon am Sonntag steigt das zweite Derby. In Weiden wurde nach den mageren Vorjahren zwar kräftig investiert, aber auch Neuzugänge wie Jakub Wiecki oder Fabian Hönkhaus sind nicht automatisch eine Garantie für Verbesserung. Denn die Blue Devils stecken wieder mittendrin im Abstiegskampf. Deshalb haben die Verantwortlichen noch einmal regiert. Der Probevertrag mit Roman Jurak wurde nicht verlängert. An seiner Stelle steht nun der Kanadier Jacob Laliberte, von dem sich Trainer Berwanger mehr Offensivpower und vor allem mehr Tore verspricht. „Auch hier haben wir das Hinspiel ganz deutlich mit 9:1 gewonnen. Aber in Weiden wird das ein ganz anderes Spiel“, prophezeit Holden. Denn dem EVW gelang zuletzt ein 4:2-Heimsieg gegen die Bayreuth Tigers und auch gegen Landshut verloren die Pfälzer vor heimischen Publikum nur knapp mit 2:3 in der Overtime.

Erstes Bully am Freitag in der heimischen Netzsch-Arena gegen den EHV Schönheide ist um 20 Uhr. Bei den Blue Devils Weiden starten die Wölfe am Sonntag um 18.30 Uhr.

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