Selb behält die weiße HeimwesteSelber Wölfe

Selb behält die weiße HeimwesteSelb behält die weiße Heimweste
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Revanche für die 4:5-Penalty-Niederlage war angesagt bei den Wölfen, die sich von den Tölzer „Buam“ nicht noch einmal so überrumpeln lassen wollten wie am Freitag im ersten Drittel. Zu Beginn herrschte aber gleich mächtig Betrieb vor dem Selber Tor, das gestern wieder von Marko Suvelo gehütet wurde. Erst nach knapp fünf Minuten legten auch die Holden-Schützlinge den Vorwärtsgang ein - und bestimmten fortan das Geschehen auf dem Eis. Auch ohne Moosberger (Adduktorenprobleme) und Ronny Schneider, der wegen Fieber kurzfristig passen musste, kombinierten die Hausherren nach Belieben und brachten Gästekeeper Wölfl mächtig ins Schwitzen. Den ersten Warnschuss feuerte Geisberger ab. Wenig später wurde Neumann von Schwarz gerade noch abgedrängt, ehe das 1:0 auf der Anzeigetafel erschien. Schadewaldt feuerte von der blauen Linie ab, Piwowarczyk hatte den Schläger dazwischen und der Puck fand den Weg ins Tor. Auch bei Fünf gegen fünf kamen die Gäste zeitweise nicht aus dem eigenen Drittel. Brillant dann das 2:0: Herbert Geisberger tanzte einen Bad Tölzer regelrecht aus und ließ auch Torwart Wölfl keine Abwehrchance. Die Halle tobte. Und es gab weiter Chancen zuhauf für die Wölfe, denen ein weiterer Treffer aber zunächst nicht gelingen wollte.

Nach der ersten Drittelpause kamen die Gäste wacher zurück aus der Kabine und Sedlmayr gelang der schnelle Anschlusstreffer. Doch der VER erholte sich auch von diesem kleinen Rückschlag. In Überzahl stand Mudryk am kurzen Pfosten goldrichtig und hatte wenig Mühe, den alten Abstand wiederherzustellen. Die Selber hatten die Partie nun wieder im Griff – bis zur 30. Minute. nach einem eigentlich fairen Check von Martell knallte der Bad Tölzer Neal mit dem Kopf in die Bande und blieb regungslos liegen. Für beide Spieler war die Partie zu Ende. Der Selber Verteidiger erhielt eine Spieldauerstrafe, der 21-jährige Bad Tölzer musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gefahren werden.

Das fünfminütige Überzahlspiel nutzten die Gäste rigoros aus. Kishell und Kohberger sorgten mit ihren Treffern für den 3:3-Ausgleich. Nun kochten die Emotionen auf dem Eis langsam hoch. Zunächst gerieten Mudryk und Sedlmayr etwas aneinander. Kurz darauf streckte der Bad Tölzer Strobl VER-Kapitän Schadewaldt nieder. Eine Aktion, die zur Überraschung aller ohne Strafzeit blieb. Die zweite Pause kam da für alle Beteiligten gerade zur rechten Zeit.

Im Schlussabschnitt nahmen dann die Wölfe wieder das Heft in die Hand. Auch wenn Schiedsrichter Noeller dem Selber Torwart Suvelo wegen angeblicher Spielverzögerung eine Strafzeit aufbrummte. Der VER überstand die Unterzahl schadlos und antwortete auf seine Art: Piwowarczyk drehte sich um die eigene Achse, überraschte damit auch den Tölzer Keeper und traf zum 4:3. Jetzt war sie wieder da, diese unglaubliche Stimmung in der Netzsch-Arena. Es war richtige Gäsehautatmosphäre. Die Wölfe suchten nun die Entscheidung. In der 55. Minute war es schließlich soweit. In doppelter Überzahl traf Geisberger zum 5:3. Eine Augenweide dann auch der sechste Selber Treffer. Fiedler spielte die gesamte Abwehr der Gäste schwindelig und ließ auch Torwart Wölfl keine Chance. Der siebte Heimsieg im siebten Heimspiel war perfekt. Und der Vorsprung auf Platz drei ist auf stolze acht Punkte angewachsen.

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