Sechs-Punkte-Wochenende mit etwas Sand im Getriebe beim EHCEHC Bayreuth

Sechs-Punkte-Wochenende mit etwas Sand im Getriebe beim EHCSechs-Punkte-Wochenende mit etwas Sand im Getriebe beim EHC
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Nach der neuen Einlaufzeremonie durch einen überdimensionalen Tigerkopf übernahmen die Hausherren zum Heimspielauftakt relativ schnell die Spielkontrolle. Hoch überlegen schnürten die Wagnerstädter ihren Gegner in der Defensive ein und ließen dem Aufsteiger kaum Zeit zum Luft holen. Bei mehreren guten Aktionen und Torchancen fehlte nur der erfolgreiche Abschluss, oder das Aluminium klingelte. In Minute neun war es dann aber soweit und Kolozvary behielt die Ruhe aus guter Position, nachdem man sich wieder einmal im Angriffsdrittel festgesetzt hatte und netzte zur hoch verdienten Führung ein. Trotz weiterer Feldvorteile und Möglichkeiten fiel bis zur ersten Pause kein Treffer mehr, aber nach einem harten Bandencheck an Pietsch, musste dieser den Dienst vorzeitig quittieren.

Im Mittelabschnitt waren dann die Verhältnisse etwas ausgeglichener und fast wäre ein krasser Juhasz-Fehler von den Gästen mit dem Ausgleich bestraft worden, doch Bädermann konnte parieren Mit dem Überzahltreffer zum 2:0 schien man aber endgültig auf die Siegerstraße einzubiegen. Geigenmüller fälschte einen Fernschuss von Potac ab, wobei der chancenlose Schütze im Gehäuse des ERC auch überhaupt keine Sicht hatte. Der Schlendrian war dadurch bei den Tigers aber noch nicht vertrieben und Sikora bestrafte viel zu lasches Zweikampfverhalten des EHC mit dem Anschlusstreffer. Als dann aber Bartosch in Unterzahl von Kolozvary prima angespielt den Beweis antrat, dass sich nachsetzen manchmal sofort auszahlt und das 3:1 erzielte, drehte er die Partie wieder in die richtige Richtung. Mit dem Überzahltreffer nach flüssiger Kombination legte der agile Deutschtscheche sogar noch eins drauf und man ging mit 4:1 in die zweite Pause. Allerdings belegte der Schiedsrichter in der letzten Spielsekunde Tigersverteidiger Kasten, der sich für einen Stockschlag rächte, noch mit einer – aus Tigers-Sicht überzogenen – Matchstrafe.

Mit dem 5:1 durch einen Distanzschuss von Wolsch schien die Partie dann endgültig entschieden, denn trotz Protesten der Gäste, dass die Scheibe nicht im Tor war, zählte der Treffer. Was dann danach passierte lässt sich eigentlich nur schwer erklären. Die Oberfranken stellten den Spielbetrieb etwas vorschnell fast vollständig ein und luden die keineswegs überzeugenden Gäste nochmals ein ins Spiel zurück zu kommen. Die nahmen die Geschenke auch dankend an und verkürzten durch Kujala, Sikora und McFeeters noch bis auf 5:4, ein Ausgleich wäre des Guten dann aber doch zu viel gewesen.

Wichtig für die Tigers war der zweite Sieg am Auftaktwochenende, auch wenn man diesmal zu Beginn zu wenig aus den zahlreichen Chancen machte und hinten raus etwas sehr nachlässig wurde. Gegen stärkere Gegner muss man in den nächsten Spielen jedenfalls zulegen, dass die Truppe aber mehr kann ist genauso unbestritten.

Tore: 1:0 (9.) Kolozvary (Bartosch, Potac), 2:0 (27.) Geigenmüller (Bartosch, Potac/5-4), 2:1 (29.) Sikora (Vaitl, Miller), 3:1 (32.) Bartosch (Kolozvary/4-5), 4:1 (39.) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller/5-4), 5:1 (47.) Wolsch (Geigenmüller), 5:2 (52.) Kujala (McFeetesr, Gulda), 5:3 (57.) Sikora (Stiebinger, Vaitl), 5:4 (57.) McFeeters (Gulda). Strafen: Bayreuth 39, Sonthofen 32. Zuschauer: 1288.