Schweres Stück Arbeit: Selb gewinnt 7:5 beim Tabellenschlusslicht SchweinfurtSelber Wölfe

Schweres Stück Arbeit: Selb gewinnt 7:5 beim Tabellenschlusslicht SchweinfurtSchweres Stück Arbeit: Selb gewinnt 7:5 beim Tabellenschlusslicht Schweinfurt
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Schweinfurt spielte unkonventionelles Eishockey und kam in seinen wenigen sich bietenden Möglichkeiten zu fünf Treffern gegen oftmals zu offensiv stehende Wölfe. Wehrmutstropfen: Verteidiger Martell erhielt nach Faustkampf eine Spieldauerdisziplinarstrafe und wird im Spitzenspiel am kommenden Freitag gegen den EHC Freiburg gesperrt fehlen.

Beide Teams mussten enorm ersatzgeschwächt in die Partie gehen. Schweinfurts neuer Trainer Rob Torgler hatte bei seiner Heimpremiere nur 13 Feldspieler zur Verfügung, sein Gegenüber Cory Holden musste neben den Verletzten Schneider R., Söllner und Verhoeven zudem auf den gesperrten Meier verzichten. Folglich war Allrounder Hendrikson wieder in der Defensive im Einsatz, im Tor erhielt Kümpel den Vorzug vor Suvelo.

Eine äußert torreiches Auftaktdrittel bekamen die knapp 500 Zuschauer im Schweinfurter Icedome zu sehen. Gut zwei Minuten tat sich nichts, dann eröffnete VER-Kapitän Schadewaldt den Torreigen. Schön freigespielt von Piwowarczyk ließ er Goalie Swolensky mit einem Schlagschuss von der blauen Linie ins linke obere Eck keine Abwehrchance. Der Gastgeber antwortete prompt. Der erste gefährliche Angriff saß – für Goalie Kümpel nichts zu halten. Der Jubel des einheimischen Anhangs war noch nicht richtig verhallt, als Moosberger im zweiten Nachschuss zur erneuten Führung traf. Als Schadewaldt mit einem abgefälschten Schuss das 3:1 besorgte, sah alles danach aus, dass der VER spielerisch nun das Kommando auf dem Eis übernehmen würde. Weit gefehlt. Es fehlte die letzte Konsequenz in den Aktionen, teilweise zu überheblich luden die Wölfe ihren Gegner zum Kontern ein, Rindos sagte danke mit dem 2:3 Anschluss. Dem nicht genug. Die erste Selber Verteidigungsreihe zu fahrlässig im Mitteldrittel agierend, Stähle schnappte sich den Puck und per Alleingang fiel der 3:3 Ausgleich – in Unterzahl! Die Wölfe durften aber dennoch noch einmal vor der ersten Pause jubeln, Verteidiger Martell netzte in Überzahl zum 4:3 ein.

VER-Coach Holdens mahnende Worte in der Kabine den Gegner nicht zu leichtfertig ins Spiel kommen zu lassen, schienen die Cracks zu beherzigen. Der VER wirkte konzentrierter in seinen Defensivbemühungen, ließ auch sonst die Unterfranken nicht groß aufkommen. Verteidiger Schneider T. und später Piwowarczyk bauten die Selber Führung auf 6:3 aus. Abermals wie nach der frühen 3:1-Führung verfielen die Oberfranken in das gleiche Strickmuster, baute den Gegner wieder auf. Schweinfurt nun wieder besser im Spiel, einige Strafzeiten taten ihr Übriges dazu. Die Partie wurde hitziger, aber der VER stand gut in Unterzahl. Ein Art Weckruf der 4:6-Anschlusstreffer der Mighty Dogs. Litesov per Rückhand, Goalie Kümpel sah alles andere als gut bei diesem haltbaren Schuss aus.

Das Spiel sehr zerfahren, Strafzeiten auf beiden Seiten ließen keinen Spielfluss zu, aber kurz später kann der VER ein 3:5-Unterzahlspiel schadlos überstehen. Zu allem Überfluss war für Verteidiger Martell nach einem Faustkampf, den er als klarer Punktsieger über Dam gewann, die Begegnung beendet – 5 plus Spieldauer. Als viele schon gedanklich in der zweiten Pause waren, kam Schweinfurt noch zum fünften Treffer. Kümpel klärt, aber gegen den Nachschuss von Vojta war er geschlagen.

Der erwartete Sturmlauf der Gastgeber im Schlussabschnitt blieb zunächst aus, die Cracks des Tabellenführers zu souverän und abgeklärt. Hendrikson von halblinks mit einer sehenswerten Aktion. Keine einzige zählbare Möglichkeit gab es bei einem Schweinfurter Überzahlspiel, wenig später hatte Kümpel Glück, als bei einem Schuss von Stähle die Latte rettete. Im Gegenzug konnte Fiedler im letzten Moment von Swolensky gestoppt werden.

Die Chance auf den Ausgleich hatten die Gastgeber in Überzahl, als Schadewaldt die Strafbank drücken musste, aber Kümpel und seine Vorderleute auf den Posten. Zum richtigen Zeitpunkt, als Schweinfurt nochmals Morgenluft witterte, gelang Mudryk mit dem 7:5 die endgültige Entscheidung. Coach Cory Holden - nach der Partie bei Radio Euroherz - brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Drei Punkte geholt, Spiel schnell abhaken, mehr zählt nicht“.

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