SC Riessersee zu Gast bei den EV Lindau IslandersWichtiges EVL-Auswärtsspiel am Sonntag in Höchstadt

(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)
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Anders als in der Vorsaison, gibt es diesmal weder nach oben oder unten nennenswerte Ausreißer. Besonders pikant: Die Eishockeyklubs, die derzeit auf den acht oberen Tabellenrängen stehen, trennen gerade einmal fünf Punkte voneinander – da dürften zwei Siege oder zwei Niederlagen mehr als sonst durchschlagen. Die starke Konkurrenz um Platz 10 vor den EV Lindau Islanders und den momentan starken Alligatoren aus Höchstadt dahinter, machen das Projekt Klassenerhalt nicht einfacher, aber dafür umso spannender. Für die Islanders waren die letzten Wochen ganz ordentlich und der Trend zeigt deutlich nach oben, wenngleich man dem schlechten Saisonstart noch ein wenig hinterherläuft.

Am Freitag, 15. November, um 19.30 Uhr gastiert der altehrwürdige Traditionsverein SC Riessersee in der Lindauer Eissportarena. Hier wollen die Islanders Wiedergutmachung betreiben – mussten sie sich doch im ersten Aufeinandertreffen der Saison, Anfang Oktober in Garmisch, nach einer desolaten Vorstellung mit 0:8 geschlagen geben. Das soll diesmal anders werden, weshalb der EVL erneut die volle Rückendeckung und Unterstützung seiner Fans am Freitagabend braucht, um das Spiel gegen die Oberbayern so lange wie möglich offenzuhalten. Und wer weiß, wenn die positiven Entwicklungen der vergangenen Wochen anhalten, was in einem Spiel gegen einen der Großen nicht alles möglich ist. Die Garmischer fuhren im Oktober einen Zick-Zack-Kurs mit Siegen und Niederlagen im regelmäßigen Wechsel, gewannen jedoch die drei jüngsten Partien allesamt, zwei davon in der Overtime gegen Rosenheim und Regensburg, und rangieren aktuell auf dem fünften Platz. Vor allem auf den neuen finnischen Kontingentmann Eetu-Ville Arkiomaa, der sich bislang als Top-Vorlagengeber präsentierte und mit 23 Punkten die SCR-Scorerwertung anführt, müssen die Lindauer achtgeben und dessen Aktionsradius so gut es geht einschränken. Die Garmischer sind einer der Favoriten der Oberliga Süd, denn sie wollen schnellstmöglich wieder zurück in die DEL2. Gerade in der Spielerauswahl haben sie, auch wegen ihrem Kooperationspartner EHC Red Bull München, extrem gute Verhältnisse. Man darf also im Lindauer Eichwald gespannt darauf sein, welche Nachwuchstalente die Oberbayern mit an den Bodensee bringen werden.

Das zweite Spiel des Wochenendes führt die EV Lindau Islanders ins rund 300 Kilometer entfernte Höchstadt. Sie duellieren sich am Sonntag, 17. November, um 18 Uhr gegen die Panzerechsen aus dem Aischgrund. Die Partie des Tabellenvorletzten gegen den Tabellenletzten ist richtungsweisend im Kampf um Platz 10 und somit ein sehr wichtiges Spiel für Lindauer: Bei einem möglichen Sieg in der Fremde, könnten die Islanders den Konkurrenten aus Höchstadt auf Abstand halten. Die Lindauer sind jedoch gewarnt: Obwohl der Höchstadter EC einen völlig verkorksten Saisonstart hinlegte und bis Ende Oktober nur ein einziges Spiel gewinnen konnte, holte die Mannschaft des HEC-Trainers Martin Sekera anschließend ein 4:2 in Riessersee und schlug gleich danach auch noch Sonthofen auswärts im Penaltyschießen mit 5:4.

Selbst der EC Peiting musste sich vergangenen Freitag am Ende mächtig strecken, um nach 4:4-Zwischenstand in der Overtime noch den Zusatzpunkt einfahren zu können. Auch durch die ausgeliehenen DNL2-U20-Förderlizenzspieler vom DEL-Club ERC Ingolstadt, Daniel Maul und Benedikt Jiranek, haben die Panzerechsen einiges an Qualität hinzugewonnen. Erstmals in dieser Saison, lief auch der überaus Oberliga-erfahrene Dennis Gulda auf und gab eine gute Vorstellung. Maul und Gulda steuerten gar drei der vier Tore zur knappen Niederlage gegen Peiting bei. Neben Michal Petrak (13 Scorerpunkte) ragt der Ex-Lindauer Michael Mlynek (10) in der Torjägerstatistik der Mittelfranken heraus.

Erstmals trafen Lindau und Höchstadt am 2. Oktober aufeinander. Nach einer wahren Zitterpartie mit engem Spielverlauf, in welchem sich die Alligatoren niemals aufgegeben haben und bis zum Schluss dranblieben, stand es schließlich 4:2 für die Islanders. Auf die Islanders wartet demnach eine spannende und schwere Auswärtspartie in Mittelfranken, in der man aber fokussiert den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen möchte.


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