Sascha Paul wird sportlicher Leiter der EV Lindau IslandersTorhüter David Zabolotny bleibt

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„Das ist ein guter Tag für die Islanders“, sagt Präsident Marc Hindelang, der die Finalniederlage in Memmingen damit als „abgehakt“ sieht. „Wir hatten unseren Anteil an einer tollen Finalserie, die gezeigt hat, welch Eishockeystadt Lindau ist.“ Schließlich begleiteten rund 500 Fans die Islanders ins Allgäu, darunter zum dritten Mal bei einem Play-off-Auswärtsspiel ein kompletter Bus der EVL-Sponsoren. „Diese Unterstützung, diese Identifikation ist einzigartig im Lindauer Sport. In Lindau gibt es niemand, der nicht in irgendeiner Form Anteil an den Islanders nimmt. Schade, dass wir das nicht mit dem Pokal belohnen konnten.“

Die Stimmung bei Fans und Sponsoren sei auch auf der Rückfahrt aber trotz des Resultats „nahezu euphorisch gewesen“, berichtet Vorsitzender Bernd Wucher. „Das zeigt, wie groß der Rückhalt ist, weil wir nicht nur an Ergebnissen, sondern vor allem an unserem Auftreten gemessen werden. Gerade unsere Sponsoren spüren, welch positive Energie die Islanders ausstrahlen. Es ist wie in einer großen, harmonischen Familie.“

Für Wucher selbst beginnt nun eine neue Ära. Nach 17 Jahren als sportlicher Leiter gibt er die Verantwortung des Tagesgeschäfts nun an Sascha Paul ab, da der zeitliche Aufwand für diese Aufgabe inzwischen so groß sei, dass sie neben der Vorstandsarbeit kaum noch zu leisten ist. „Ich könnte mir keinen besseren Nachfolger vorstellen. Sascha hat als Spieler in seinen zwölf Jahren im EVL-Trikot alles in unserem Verein erlebt und die Philosophie verinnerlicht. Das hat er uns in einer überzeugenden Konzeption seiner neuen Aufgabe deutlich gezeigt“.

Paul zeigte seine große Leidenschaft als Spieler der Islanders in 390 Partien in denen er 134 Tore, sowie 168 Vorlagen erzielte. Dafür wurde er am Sonntag nach dem zweiten Finalspiel von den Zuschauern begeistert gefeiert. „Ich freue mich auf diese große Herausforderung“, sagt der 30jährige. „Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass die Islanders den nächsten Schritt machen und sich in der Oberliga Süd weiter etablieren können.“ Dazu gehöre auch die weitere Verbesserung in der Ausbildung talentierter Nachwuchsspieler, die Paul intensivieren und überwachen wird. Unterstützung erhält er dabei von Team- Manager Sebastian Schwarzbart, der sich im Bereich der Talentförderung ebenfalls mehr einbringen wird.

Als erste Amtshandlung konnte Paul für die erste Mannschaft einen wichtigen Stützpfeiler halten. Denn David Zabolotny wird auch in der kommenden Saison zwischen den Pfosten der Islanders stehen. Der in Frankfurt geborene Keeper mit polnischen Wurzeln überzeugte vom ersten Tag an und unterstrich seine Leistungsfähig-keit mit einer herausragenden Leistung im Finalspiel am Dienstag, als er Memmingen fast im Alleingang auf-hielt. „David hat eine starke Saison gespielt, ist ein absoluter Profi, menschlich in Ordnung und noch nicht auf seinem Zenit angekommen.“ Mit seinen 23 Jahren habe der Torhüter das Zeug dazu, einer der besten Oberliga- Torhüter zu werden. Die Vertragsverlängerung hat zudem Signalwirkung, denn erstmals können die Islanders mit einer klaren Nummer eins, die sich in der dritten Liga bereits bewährt hat, in die Saison gehen.

Wie beliebt der „Oktopus“ ist, zeigte sich bei der Saisonabschlussfeier der Islanders am Donnerstag, bei der zwei seiner Trikots für die Rekordsumme von 1000 Euro zugunsten der Nachwuchsabteilung der Islanders versteigert wurden. Die rund 300 Fans feierten in der Eissportarena auch begeistert die frischen Vertragsverlängerungen von Kai Laux und Simon Klingler, die in der entscheidenden Saisonphase Schlüsselspieler für den Aufschwung des EVL waren. „Beide sind das Musterbeispiel des Spielers aus der Region. Als Typen bodenständig, authentisch und mit viel Charakter bei der Sache, als Spieler laufstark, schnell und einsatzfreudig“, lobte Bernd Wucher, der zusammen mit Team- Manager Sebastian Schwarzbart durch den Abend führte.

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