Richard Gelke wechselt von Heilbronn zu den Selber Wölfen DEL2-Crack verstärkt Wölfe-Offensive

Richard Gelke wechselt von den Heilbronner Falken zu den Selber Wölfen. (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)Richard Gelke wechselt von den Heilbronner Falken zu den Selber Wölfen. (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)
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Für den 27-jährigen Stürmer ist die Oberliga genau betrachtet nahezu Neuland. Den Großteil seiner Karriere als Profi verbrachte Richard Gelke in der DEL2, in der er 227 Pflichtspiele, darunter 197 für seinen letzten Arbeitgeber Heilbronner Falken bestritt. Nur sechs Spiele absolvierte der neue Wölfe-Stürmer in der dritthöchsten Liga – und dies ist auch schon etwas her. In der Saison 2013/14 streifte er das Trikot der Frankfurter Löwen über – er mit der Rückennummer 92, sein damaliger (und neuer) Teamkollege trug sowohl in Frankfurt als auch jetzt in Selb die Nummer 18: Lanny Gare.

Gelke begann seine Karriere in der Nachwuchsabteilung des ES Weißwasser, ehe sich die Stationen Eisbären Juniors Berlin und von 2007 bis 2011 die Jungadler Mannheim (beides Deutsche Nachwuchsliga) anschlossen. Nach drei gewonnenen DNL-Meistertiteln gab Gelke während der Saison 2010/11 sein DEL-Debüt bei den Adlern Mannheim. Sein Talent blieb nicht unentdeckt, seine damaligen Trainer förderten ihn und dank einer Förderlizenz 2010/11 in Heilbronn bekam Gelke die für ihn so wichtige Spielpraxis. Der Lohn für den ehemaligen Junioren-Nationalspieler waren weitere 13 Einsätze für die Adler in der DEL. In der Saison 2013/14 folgten noch weitere 31 Einsätze in Deutschlands Eliteliga – allerdings im Trikot der Schwenninger Wild Wings.

Trainer Henry Thom telefonierte in den letzten Wochen viel. Zahlreiche Gespräche mit Trainern und auch Spielerberatern standen an, die Telefonrechnung Thoms wird sicherlich höher als normal ausfallen. Aber Thom wollte bei der Besetzung dieser Stürmerstelle nichts dem Zufall überlassen. Dass Gelke von Beginn an Thoms Wunschkandidat für diese zu vergebende Position war, verhehlt Thom ebenso nicht, als dass auch Lanny Gare bei Gelkes Transfer nicht ganz unschuldig war. „Der erste Kontakt kam über Lanny zustande, beide spielten vor Jahren in Frankfurt miteinander. Lanny  berichtete mir sehr viel über Richi, mit ihm bekommen wir einen schnellen und physisch starken Stürmer, der alles für das Team gibt. Richard ist sehr gut ausgebildet, er genoss die Mannheimer Schule und ich bin überzeugt, dass er uns weiterhelfen wird“, so Thom voll überzeugt.

In welcher Sturmformation Gelke zum Einsatz kommen wird, dass kann und will Henry Thom vorerst noch nicht kundtun. Welche Rolle Gelke hingegen im Team einnehmen wird, da ist sich Thom schon sehr sicher: „Richard wird bei uns eine wesentlich offensivere Rolle, als wie in Heilbronn einnehmen. Er ist ein Spieler der sowohl auf, als auch neben dem Eis vorangeht, derartige Spielertypen sind wichtig für das Team“. Und Gelke selbst will topfit bei seinem neuen Arbeitgeber vorstellig werden und hat sich ein besonderes Trainingsprogramm auferlegt. Aktuell weilt er bei einem Trainingscamp in Finnland – freiwillig um bestens vorbereitet in Selb anzukommen. „Diese Mentalität gefällt und imponiert mir“, so sein künftiger Coach Henry Thom.