Pre-Play-offs statt AbstiegskampfDie Oberliga Süd vor dem Start

Der EHV Schönheide (weiße Trikots) spielte in den letzten Jahren in der Oberliga Ost - wechselte nun aber in die Süd-Staffel. (Foto: Imago)Der EHV Schönheide (weiße Trikots) spielte in den letzten Jahren in der Oberliga Ost - wechselte nun aber in die Süd-Staffel. (Foto: Imago)
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Nur mit elf Mannschaften und nicht mit der Sollstärke von zwölf Teams geht die Oberliga Süd in die neue Saison. Der Grund: Auf- und Abstieg wurden bis auf den Sprung des EHC Freiburg in die DEL2 finanziell und nicht sportlich gelöst. Die Heilbronner Falken durften trotz des sportlichen Abstiegs als erster Nachrücker in der zweiten Liga bleiben, weil der EV Landshut – der nun ja auch offiziell wieder so heißt (und nicht mehr das Namensmonstrum EVL Landshut Eishockey trägt) – keine Lizenz mehr für die DEL2 bekommen hat. Unter viel Getöse wurden die Gesellschaftsanteile von Rainer Beck transferiert und Geschäftsführer Christian Donbeck abberufen.

Auch der Abstieg in die Landesverbände wurde nicht sportlich gelöst. Zunächst erwischte es die Erding Gladiators, die sich nach einem Beschluss des Gesamtvereins aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen hatten. Das Team musste nicht in die unterste Liga, sondern konnte in die Landesliga Bayern (unterhalb der Bayernliga) eingruppiert werden. Das hätte den EV Füssen freuen können (wenn freuen überhaupt das richtige Wort ist) – denn der Alt-Meister hatte die letzte Play-down-Runde gegen die Blue Devils Weiden verloren, wäre also Nachrücker gewesen. Doch dann ereilte Füssen zum zweiten Mal eine Pleite. Der Verein musste neu gegründet werden und spielt künftig ganz unten in der bayrischen Bezirksliga. Da der Meister der Bayernliga, die EV Lindau Islanders, auf das Aufstiegsrecht verzichtet hatte und der Meister der Regionalliga Südwest, der EHC Eisbären Heilbronn, die Voraussetzungen für einen Aufstieg nicht erfüllte, besteht die Oberliga Süd nur als elf Mannschaften – weil der EHV Schönheide 09 aus der bisherigen Ost-Staffel der Oberliga in den Süden wechselte. Nun kann sich das Team aus dem Erzgebirge am ersten Spieltag mit dem EV Landshut messen. Wie die Wölfe selbst erklärten, trennten beide Clubs in der Vorsaison noch „Welten“, nun gehen sie gemeinsam in der Oberliga Süd an den Start.

Ohne Frage richtig ist, dass die Liga dennoch attraktiv bleibt. „Wir sind wirklich sehr gespannt, wie die Saison verlaufen wird“, sagt DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. „In der Süd-Runde haben wir ein sehr attraktives Teilnehmerfeld, dass durch einen weiteren großen Namen, wie den zweifachen Deutschen Meister Landshut und den Neuling Schönheide bereichert wird . Mit Landshut haben wir für einige Mannschaften sogar ein Derby mehr.“

Da die Liga mit einem Team zu wenig startet, steht bereits fest, dass es keinen sportlichen Absteiger geben wird. Daher macht die „OLS“ eine Anleihe bei den Profiligen. Wie auch in Oberliga Nord gibt es eine nord-interne Play-off-Runde vor dem gemeinsamen Viertelfinale. Für diese süd-interne Runde – wenn man so will: das Achtelfinale – sind die ersten sechs Teams der Oberliga Süd direkt qualifiziert. Die Mannschaften auf den Rängen sieben bis zehn ermitteln in Form von Pre-Play-offs im Best-of-Three-Modus zwei weitere Teilnehmen. Die Verlierer der Pre-Play-offs sind ebenso wie der Elfte der Hauptrunde sportlich für die Oberliga Süd 2016/17 qualifiziert. Der mögliche Aufsteiger wird in Hin- und Rückspiel zwischen den Meistern der Bayernliga und der Regionalliga Südwest ermittelt. Allerdings kann nur dann ein Team aufsteigen, wenn der DEL2-Absteiger nicht in den Süden eingruppiert wird und nicht auf anderem Wege ein Platz frei wird. Gemäß DEB-Durchführungsbestimmungen wären im Falle eine Abstiegs Bietigheim, Heilbronn, Freiburg, Ravensburg, Rosenheim, Riessersee, Kaufbeuren und Crimmitschau dem Süden, Bremerhaven, Kassel, Bad Nauheim, Frankfurt, Dresden und Weißwasser dem Norden zuzuordnen.

Hier geht es zur sportlichen Vorschau auf die Saison 2015/16...

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