Play-offs starten: Memminger Indians treffen auf HalleErste Oberliga-Play-offs der Vereinsgeschichte

(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)
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Der Gegner ist für die Indians ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Noch nie gab es einen Vergleich mit dem Mitteldeutschen Eishockey Club aus Halle, der in den nächsten mindestens drei Spielen der Gegner der Indians ist. Die Saale Bulls aus der 240.000-Einwohner Stadt in Sachsen-Anhalt haben sich längst in der Oberliga Nord etabliert und sind seit knapp zehn Jahren ein fester Bestandteil der dritthöchsten deutschen Spielklasse. In der abgelaufenen Spielzeit kamen die Schwarz-Roten auf einen hervorragenden vierten Platz, der ihnen nun ein Aufeinandertreffen mit den Indians beschert. Dabei sah es nicht immer in der Saison so rosig aus. Auch die Saale Bulls hatten, wie die Maustädter, einen Wechsel auf der Trainerposition zu verzeichnen. Dave Rich musste den Hut nehmen und wurde durch Ryan Foster im Februar ersetzt. Seitdem läuft es wieder in Halle, durch einen starken Saison-Endspurt spielte sich das Team unter die Top-4 der Liga und sicherte sich so das Heimrecht. Starke Leistungen, unter anderem ein Sieg gegen Topfavorit Tilburg zuhause, sorgen für Euphorie und lassen die Bulls mit großem Selbstvertrauen in die erste Play-off-Runde gehen.

Leistungsträger im Team von der Saale sind schnell auszumachen. Die Nordamerikaner Tyler Mosienko und Chris Francis sind brandgefährliche Angreifer, die es jeder Abwehr schwer machen. Sie stehen gemeinsam mit dem Deutsch-Kanadier Nathan Burns an der Spitze der teaminternen Scorerwertung. Besonders Burns hat bereits zahlreiche höherklassige Clubs auf sich aufmerksam gemacht und bildet mit seinen kongenialen Partnern eine der stärksten Reihen der gesamten Liga. Weitere starke Akteure im Angriff sind z.B. Maximilian Spöttel oder Dominik Patocka. Ein in Memmingen bekanntes Gesicht haben die Saale Bulls ebenfalls im Kader stehen, Jannick Striepeke lief im Jahr 2012 für die Indians auf, ehe er über einige Stationen zuletzt in Halle landete. Sein Einsatz ist aufgrund einer Verletzung aber nicht sicher. In der Defensive zeigen sich vor allem Jan Pietsch sowie Michal Schön für viele Punkte verantwortlich, defensiv steht aber das ganze Kollektiv der Mannschaft sicher und sorgt so für die fünftwenigsten Gegentore der Liga. Das Tor des MEC hütet Justin Schrörs, er war im Vorjahr in Regensburg aktiv, unterstützt wird er von Henning Schroth, der schon in Lindau für die Islanders auflief.

Die Indians lassen sich bei der Aufstellung für das Wochenende nicht in die Karten schauen, auch wenn keine großen Änderungen zum vorherigen Spiel zu erwarten sind. Mit sechs Punkten am letzten Wochenende konnten die Memminger nicht nur Selbstvertrauen sammeln, auch betrieben sie, vor allem beim starken Heimerfolg gegen Selb, beste Eigenwerbung. Im Gegensatz zu ihrem Gegner, die am kompletten Wochenende spielfrei waren, sind die Maustädter auch voll im Rhythmus, ob dies ein Vorteil für sie sein kann, bleibt abzuwarten.

Nachdem die Indians am Freitag bereits in Halle antreten müssen, kommt es zwei Tage später zum Heimspiel in der Maustadt. Rund 200 Fans machen sich zur ersten Begegnung auf den Weg nach Sachsen-Anhalt, zuhause wird die Unterstützung dann noch einmal deutlich größer ausfallen. Bis zum Wochenende haben die Indianer bereits rund 1500 Karten für das erste Play-off-Spiel der Vereinsgeschichte verkauft, der Run auf Tickets scheint ungebrochen. Die Memminger empfehlen weiterhin den Vorverkauf zu nutzen, auch am Spieltag selbst wird es aber Karten aller Kategorien an den Abendkassen geben. Eine frühe Anreise ist sicherlich sinnvoll, wenn Wartezeiten an den Kassen vermieden werden sollen. Um den Andrang etwas zu entzerren bieten die Rot-Weißen einen zusätzlichen Sonderverkauf an. Während dem Finale um die Deutsche Meisterschaft der Frauen, wird es am Samstag von 16:30-18:30 Uhr Tickets in der Geschäftsstelle zu erwerben geben. Die Kassen sowie Stadiontore am Spieltag haben dann ab 16 Uhr geöffnet. Einem wahren Eishockeyfest vor toller Kulisse steht damit nichts mehr im Wege.

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