Piwowarczyk erlöst den VER SelbSelber Wölfe

Piwowarczyk erlöst den VER SelbPiwowarczyk erlöst den VER Selb
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Schon im Vorfeld der dritten Begegnung des Play-off-Viertelfinales zwischen dem VER Selb und dem EV Regensburg war die Stimmung durch die Vorfälle am Sonntag in der Donauarena angeheizt. Es knisterte richtig in der Halle, die mit knapp 3000 Zuschauern – darunter 500 Gästeanhänger – wieder sehr gut gefüllt war. Und die Zuschauer sahen von Beginn eine Selber Mannschaft, die mit vier Reihen auf dem Eis und dem siebten Mann auf den Rängen unglaublichen Druck ausübte. Fast die kompletten ersten beiden Drittel spielten sich im Abwehrdrittel des EV Regensburg ab.

Bis zur ersten hochkarätigen Möglichkeit durch Pauker dauerte es allerdings sieben Minuten. Kurz darauf fehlte Geisberger das Quäntchen Glück beim Abschluss. In der 13. Minute war es aber soweit: Vor dem Tor der Gäste war mächtig Betrieb, als Roos fast von der blauen Linie mit Gewalt abzog. Die Scheibe flog durch Freund und Feind hindurch zur Selber Führung. Die Halle war spätestens jetzt ein Hexenkessel. Und die Wölfe setzten sofort nach. Nach guter Vorarbeit von Schmid hatte Moosberger das 2:0 auf dem Schläger. Wie aus heiterem Himmel fiel in der 19. Minute der Ausgleich. Beim ersten gefährlichen Angriff der Gäste brachte der VER die Scheibe nicht vom eigenen Tor weg, und Stiele traf im zweiten Nachsetzen zum 1:1.

Auch im zweiten Drittel hielten die Wölfe das Tempo hoch, rannten pausenlos an und spielten die völlig platt wirkenden Regensburger förmlich in Grund und Boden. Verdienter Lohn für die Bemühungen war der 2:1-Führungstreffer. Piwowarczyk scheiterte zunächst noch an Torwart Cinibulk, Mudryk traf aber im Nachschuss. Und weiter ging es nur in eine Richtung. Der einzige Kritikpunkt: Die Hausherren gingen zu fahrlässig mit ihren im Minutentakt herausgespielten Möglichkeiten um.

Auch eine Auszeit der Gäste nach einer halben Stunde bremste den Elan der Holden-Schützlinge nicht. Und nach 36 Minuten trafen die Selber wieder. Moosberger bediente den mitgelaufenen Pauker, und der traf zum vielumjubelten 3:1. Ein Klasse-Tor. Eine Minute später musste der ebenso klasse leitende Schiedsrichter Köttstorfer die erste Strafzeit der durchaus harten, aber auch sehr fairen Begegnung aussprechen. Bezeichnend: Die zwei Minuten erhielten die Gäste wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Und während Heger die Strafe verbüßte, jubelten die Selber ein viertes Mal, dem Treffer von Maaßen verweigerte der Unparteiische aber wegen Torraumabseits die Anerkennung.

Konnte der EV Regensburg im Schlussdrittel dem Selber Sturmwirbel noch einmal etwas entgegensetzen? Er konnte, weil die Gäste nach 43 Minuten erstmals ihr brandgefährliches Überzahlspiel aufziehen durften. Nur 37 Sekunden benötigten die Oberpfälzer im Powerplay zum Anschlusstreffer durch Noe. Und als Noe nur fünf Minuten später zum Ausgleich traf, war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Die Wölfe wirkten nun etwas geschockt und hatten Glück, dass Stähle in der 52. Minute nur die Latte traf. Doch der Kampfgeist der Hausherren erlahmte nicht. Sie nahmen das Heft wieder in die Hand, drängten auf die erneute Führung. Aber es war wie verhext. Die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Verlängerung. Die dauerte aber nur 31 Sekunden. Dann ließ Piwowarczyk mit dem 4:3-Siegtreffer die Halle explodieren. Nun können die Wölfe am Donnerstag in Regensburg alles klar machen.

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