Packendes Match: EHC ringt Selb niederEHC Freiburg

Packendes Match: EHC ringt Selb niederPackendes Match: EHC ringt Selb nieder
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Nicht immer hält ein Match zwischen dem Dritten und Zweiten einer Liga das, was es aufgrund der Tabellenkonstellation verspricht. Am Freitagabend aber wurde das Aufeinandertreffen von Freiburg und Selb den Erwartungen mehr als gerecht. Und das obwohl sowohl die Gäste als auch der EHC auf einige Spieler verzichten mussten. Selb hatte 14 Feldspieler im Aufgebot, neben dem Langzeitverletzten Dan Heilman fehlten kurzfristig auch Alexander Fischer und Förderlizenzspieler Achim Moosberger ebenso wie vier Nachwuchsakteure. Auf der Freiburger Ausfallliste standen neben dem Langzeitverletzten Robert Peleikis noch Abwehrroutinier Dennis Meyer und Stürmer Benjamin Stehle, dazu gesellte sich nach dem ersten Drittel auch Angreifer Jan Kouba.

Beide Teams agierten trotz der Ausfälle über die gesamte Spielzeit mit vollem Einsatz und legten ein hohes Tempo aufs Eis. So entwickelte sich schnell eine Partie auf sehr hohem Niveau. Die Oberfranken erwischten dabei einen perfekten Start: Nach 13 Sekunden hatte Freiburg die erste Strafzeit erhalten und das Spitzenteam nutzte das Powerplay kurz vor Ablauf zur Führung durch Herbert Geisberger, der einen Abpraller im Gehäuse unterbrachte. Nach vier Minuten legte Selb bereits nach, einen schnellen Angriff der Gäste hatte EHC-Goalie Christoph Mathis noch abwehren können, war beim Nachschuss von Sebastian Lehmann aber machtlos gewesen. Eine schwere Hypothek für den Aufsteiger, der sich alsbald jedoch aufraffte und dank seines Kapitäns den Anschluss herstellen konnte. Im Powerplay war Patrick Vozar mit einer wahren Energieleistung ins gegnerische Drittel vorgedrungen und setzte die Scheibe in die Maschen.

Eine völlig offene Partie, in der Selb seine Offensivqualitäten immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Den nächsten Treffer verdiente sich aber der EHC in doppelter Überzahl, Jan Nemecek traf von der blauen Linie zum Ausgleich. Der erste Abschnitt neigte sich bereits dem Ende zu und die Oberfranken agierten nun selbst wieder im Powerplay, als Freiburg einen Konter über Philip Rießle und Tobias Kunz lancierte. Letzterer zog vom rechten Flügel unvermitttelt ab und überraschte VER-Schlussmann Marko Suvelo im kurzen Eck - kurz vor der Pause war der EHC mit einem Shorthander in Führung gegangen! Nach dem Wiederbeginn sollte sich das Blatt aber wenden, nach nur einer Minute brachte sich Freiburg mit Strafzeiten in die Bredouille, in dessen Folge Steven Billich vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde.

Die Gäste nutzten die folgende Überzahl zum 3:3 durch Kyle Piwowarczyk und bestimmten fortan die Partie. Die Hausherren bekamen kaum noch Zugriff auf das Spiel, man war völlig aus dem Rhythmus gekommen, auch weil EHC-Coach Thomas Dolak seine Reihen umstellen musste - Kouba war verletzt ausgeschieden, Billich raus und Nikolas Linsenmaier für zehn Minuten auf der Strafbank. Selb demonstrierte derweil gerade mit seinem Paradesturm um Geisberger, Mudryk und Piwowarczyk seine ganze Stärke im Angriff, schnürte Freiburg immer wieder im eigenen Drittel ein und erspielte sich zahlreiche Chancen. Eine nutzte Jared Mudryk in der 27. Minute zum 3:4 für die Oberfranken. In dieser Phase hatte der EHC durchaus Glück, dass das Spitzenteam aus seinen Möglichkeiten nicht mehr machte und seinen Vorsprung nicht ausbauen konnte. Erst in der Schlussphase des Mittelabschnitts gelang es Freiburg, die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten und sich vor dem gegnerischen Tor zu zeigen.

Beide Teams schenkten sich nichts und so war alles für ein spannendes Schlussdrittel bereitet. Die Südbadener hatten wieder ins Spiel zurückgefunden und erspielten sich in der 46. Minute den Ausgleich. Eine schöne Passstaffette über Patrick Vozar und Tobias Kunz vollendete Martin Jenacek mit einer perfekten Direktabnahme! Die Stimmung kochte und in der 49. Minute lag Freiburg endlich wieder vorne. Geburtstagskind Jonas Falb und Mike Soccio legten für Nikolas Linsenmaier auf, der das 5:4 besorgte. Die Kontrahenten verlangten sich gegenseitig alles ab und gelegentlich krachte es auch mal, wie in der 53. Minute. Nach einer handfesten Auseinandersetzung vor dem Selber Gehäuse durfte der EHC mit zwei Mann mehr agieren. Und die Hausherren zockten das Powerplay wunderbar zum 6:4 aus: Einen Querpass von Jenacek schob Vozar über die Linie. Die Vorentscheidung zugunsten der Südbadener, denn auch wenn die Oberfranken ihre letzten Kräfte mobilisierten, auch mit sechs Feldspielern konnten sie den Anschluss nicht mehr erzwingen.

Tore: 0:1 (02:05) Geisberger (Schadewaldt, Mudryk/5-4), 0:2 (04:01) Lehmann (R. Schneider, Hördler), 1:2 (06:36) Vozar (Frank/5-4), 2:2 (13:51) Nemecek (T. Linsenmaier, Billich/5-3), 3:2 (19:36) Kunz (Rießle/4-5), 3:3 (23:01) Piwowarczyk (Geisberger, Mudryk/5-4), 3:4 (26:03) Mudryk (Geisberger, Piwowarczyk), 4:4 (45:50) Jenacek (Kunz, Vozar), 5:4 (48:56) N. Linsenmaier (Soccio, Falb), 6:4 (53:17) Vozar (Jenacek, Kunz/5-3). Strafen: Freiburg 20 + 10 (N. Linsenmaier) + 20 (Billich), Selb 24. Zuschauer: 1702.


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