Niederlage im Test gegen ErfurtMighty Dogs Schweinfurt

Niederlage im Test gegen ErfurtNiederlage im Test gegen Erfurt
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Trainer Viktor Proskurjakov musste neben den bekannten Ausfällen Koch, Moch und Stähle am Freitagvormittag auch noch die Absagen von Jens Feuerfeil (Trauerfall in Familie) und Simon Knaup (Magen-Darm) hinnehmen. Zusätzlich musste Alex Funk aufgrund einer Entzündung am Fuß nach dem Warmlaufen passen, so dass jegliche geplante Reihenzusammenstellung über Bord geworfen werden musste. So kam es, dass aus dem eigenen Nachwuchs Marcel Bendel zum Einsatz kam und mit der Nummer 6 Steffen Reiser als Notnagel auflief. Jedoch wird es zu keinem Comeback von „Resi“ kommen, da dies nur dem Personalnotstand und dem Wunsch von Trainer & Mannschaft geschuldet war.

Erfurt, die bereits längere Zeit auf dem Eis standen, begann furios. Bereits nach 41 Sekunden zappelte der Puck das erste Mal im Netz von Benjamin Dirksen. Vor allem in den ersten zehn Spielminuten waren die Gäste das spielbestimmende Team, ehe die neuformierten Mighty Dogs zu ersten Torchance kamen. Mikhail Nemirovsky passte von der eigenen blauen Linie auf Igor Filobok, der von links Richtung Dragons-Tor zog. Doch dessen platzierter Schuss konnte von Martin Otte im Gästetor gerade noch abgewehrt werden. Im Gegenzug dann fast der zweite Treffer für die Landeshauptstädter, denn im Powerplayaufbau wurde die Scheibe verloren. Dirksen sah sich zwei anstürmenden Erfurtern gegenüber, behielt jedoch die Ruhe und entschärfte diese Großchance. Bis zur 16. Minute mussten die 360 Zuschauer im Icedome warten, ehe das erste Tor der neuen Saison bejubelt werden konnte. Dimitry Litesov blieb es vorbehalten, sich als erster Torschütze der neuen Saison feiern zu lassen. Vorausgegangen war ein Zuckerpass durch zwei Verteidiger von Nemirovsky, der den steil laufenden Litesov bediente und dieser die Vorlage verwerten konnte. Mit dem Drittelstand von 1:1 ging es zum ersten Mal in die Kabine.

Das zweite Drittel begann wie das erste Drittel. Nämlich mit einem frühen Tor der Gäste. 37 Sekunden waren abgelaufen, als Manske auf Vorlage von Grosch und Neumann zur erneuten Führung traf. Schrecksekunde dann in der 24. Minute, als Nemirovsky nach einem Zusammenprall zweier Spieler verletzt auf dem Eis liegen blieb, sich das Knie hielt und verletzt ausscheiden musste. Eine ärztliche Diagnose kann frühestens nach einem MRT diese Woche gestellt werden. Für ihn rutschte Bryce Hollweg von der zweiten in die erste Reihe. Die kurzfristig entstandene Unordnung in der Defensive nutzten die Gäste und erhöhten durch Paul Klein auf 1:3 (26.). Wer nun dachte, dass Erfurt locker davon ziehen würde, sah sich getäuscht. Denn erneut war es die erste Reihe, die die richtige Antwort gab. Erfurt im eigenen Drittel in der Vorwärtsbewegung, Hollweg erkämpft sich die Scheibe und passt nach zwei Schritten scharf nach innen. Litesov, der mitgelaufen war, hämmert die Scheibe unhaltbar unter die Latte. Beflügelt von diesem Anschlusstreffer erspielten sich die Dogs Chance um Chance, doch Stephan Löffelholz, der mittlerweile für Otte im Tor stand, konnte diese zunichtemachen. Jedoch nur bis zur 34. Minute, ehe Beppi Eckmair in Überzahl zum umjubelten 3:3-Ausgleich traf.

Im letzten Drittel neutralisierten sich beide Mannschaft zuerst, ehe Erfurt einen Aufbaufehler der Dogs bestrafte. Max Dimitrovici und Kapitän Marcel Weise eroberten die Scheibe im gegnerischen Drittel und überwandten anschließend auch noch Dirksen im Tor. Trotz eines Rumpfkaders kämpften die Mighty Dogs um den Ausgleich, hatten auch durch einen verdeckten Schuss von Andi Kleider eine von vielen guten Möglichkeiten, doch am Ende sollte das vierte Tor nicht mehr fallen.

Am morgigen Sonntag reisen die Mighty Dogs zum Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau. Nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Ligen, sondern auch aufgrund der personellen Situation, sind die Schweinfurter natürlich klarer Außenseiter. Doch das Team wird sich so teuer wie möglich verkaufen wollen und möglichst keine neuen Verletzten mit nach Hause bringen. Für das nächste Wochenende hofft man darauf, dass mindestens drei Spieler aus dem Lazarett zurückkehren werden.

Tore: 0:1 (0:41) Enrico Manske (Christian Grosch, Thomas Grosch), 1:1 (15:34) Dimitry Litesov (Jonas Knaup, Mikail Nemirovsky), 1:2 (20:37) Enrico Manske (Christian Grosch, Sascha Neumann), 1:3 (25:24) Paul Klein (Zbynek Marak, Oliver Otte), 2:3 (26:40) Dimitry Litesov (Bryce Hollweg), 3:3 (33:04) Josef Eckmair (Dimitry Litesov, Reiser Steffen/5-4), 3:4 (43:57) Marcel Weise (Maximilian Dimitrovici, Felix Rößner). Strafen: Schweinfurt 24, Erfurt 34. Zuschauer: 360.

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