Neuer Gegner und kleines DerbyBayreuth trifft auf Schönheide und Weiden

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Nach dem Sechs-Punkte-Wochenende geht für die Bayreuth Tigers die Reise am Freitag um 19.30 Uhr erst einmal ins Erzgebirge in eine nicht einmal 5000-Seelen-Gemeinde, in der Eishockey die Attraktion schlechthin ist – zum EHV Schönheide.

Mit den ehemaligen Bayreuthern wie Stürmer Stephan Trolda, Verteidiger Sven Rothemund und Trainer Norbert Pascha gibt es dort auch einige direkte sportliche Verbindungen zu den nur 120 Kilometer entfernten Sachsen. Nach dem Ligawechsel von der Ostgruppe in den Süden in diesem Sommer war der EHC für viele Experten schwer einzuschätzen, aber man prophezeite ihnen doch einige Schwierigkeiten Fuß zu fassen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt (0:4 in Landshut und 5:6 gegen Sonthofen), feierte man aber in Bad Tölz mit einer kampfstarken Vorstellung einen 3:2-Auswärtssieg. Eigentlich erwartete man Goalie Sebastian Modes auch in dieser Spielzeit wieder als klaren Stammtorwart, doch diesen ersten Dreier im Süden wurde mit Neuzugang Florian Neumann zwischen den Pfosten errungen und auch die Abwehr überraschte mit ungeahnter Defensivstärke. Am ehesten traut man da noch dem erfahrensten Roy Hähnlein auch offensive Akzente zu, aber der Abwehrriegel scheint schwer zu knacken zu sein.

Den Angriff prägt seit Jahren der routinierte Tscheche Miroslav Jenka, ansonsten tummeln sich dort neben dem schon erwähnten Trolda fast ausschließlich einige „junge Wilde“, die eventuell noch Verstärkung vom Kooperationspartner aus Crimmitschau bekommen könnten. Erst vor wenigen Tagen kam Tomas Vrba neu ins Team und ersetzte Petr Kukla. Unterschätzen sollte man die Wölfe jedenfalls nicht.

Eine nochmals deutlich größere Kulisse wird am Sonntag um 18 Uhr der Tigerkäfig gegen die nur 60 Kilometer entfernten und zum Vorjahr deutlich verbesserten Blue Devils Weiden erleben. Auch aus der Oberpfalz dürften zahlreiche Anhänger anreisen und diesem kleinen Derby einen würdigen Rahmen geben. Nach zwei „Seuchenjahren“ krempelte der EVW das Team besonders in der Offensive noch mal um. Der zurückgeholte Teammanager Meiler lotste mit dem „Hans-Zach-Schüler“ Markus Berwanger einen großen Namen als Trainer an die Waldnab, der die absolut professionelle Herangehensweise ausrief. Mit Torwart Fabian Hönkhaus (neben dem bisherigen Goalie Huber) und Torjäger Jakub Wiecki vom Meister Freiburg angelte man sich auch gleich zwei Top-Spieler als größte Ausrufezeichen des neuen Weges. Mit den zwei neuen Slowaken Roman Jurak und Lubomir Vaskovic sowie den verbliebenen Marcel Waldowsky, Ales Jirik und dem Ex-Bayreuther Veit Holzmann ist man vorne nun klar besser besetzt. In der zuletzt ständig größten Problemzone Abwehr gab es Zuwachs durch Florin Ketterer (Bad Tölz) und Nicolas Turnwald (Essen). Mit dem Verlängerungserfolg gegen Tölz und besonders dem Paukenschlag in Landshut (5:2-Auswärtssieg) fuhr man auch gleich die ersten Ernten ein und auch in Deggendorf und zu Hause gegen Sonthofen hielt man trotz Niederlagen lange gut dagegen.

Bei den Wagnerstädtern haben die beiden Siege dem angeknacksten Selbstvertrauen gut getan, was vielleicht sogar die größte Baustelle war. „Momentan haben wir alle Mann an Bord und das Training ist intensiv und fokussiert auf die nächsten Aufgaben“, gibt Tigers-Coach Sergej Waßmiller einen kleinen Einblick. „Wir wissen, dass unter den Fans und Umfeld solche Nachbarschaftsduelle besonders beachtet werden, aber leider gibt es dabei auch nur drei Punkte zu gewinnen, aber auch nicht weniger“, ergänzt er noch schmunzelnd. „Die bisherigen Ergebnisse unserer nächsten Gegner ließen manche aufhorchen, aber wir schauen mehr auf uns, dass wir bereit sind. Wir haben Respekt, wie vor jedem Gegner, aber sicher keine Angst. Während bei Schönheide die Abwehrarbeit und das Powerplay vielleicht etwas heraus stechen, scheint Weiden besonders im Angriff gut besetzt zu sein, doch der Schlüssel ob wir bestehen und ausreichend punkten können, liegt für beide Partien alleine in unserer Hand“, demonstriert der Deutsch-Russe das wieder gestiegene Selbstbewusstsein im Tiger-Rudel.


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