Neue Reihen bei den Starbulls RosenheimDoppel-Derby gegen Miesbach

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Der Lokalkampfcharakter ist aber nur ein Aspekt, der den beiden Duellen des Tabellenersten mit dem Tabellenletzten besondere Aufmerksamkeit verleiht.

Am vergangenen Sonntag ließ der TEV Miesbach aufhorchen: Ausgerechnet gegen den klar favorisierten EV Landshut, der zuvor viermal in Folge siegreich war, gelang dem Aufsteiger von der Schlierach der erste Saisonsieg. Und dass die Miesbacher mit Stefan Mechel, Max Deichstetter, Sebastian Deml, Tom Kimmel, Florian Gaschke, Thomas Amann und Markus Seiderer auf gleich sieben verletzte Akteure verzichten mussten, machte den 6:4-Heimerfolg gleich noch ein großes Stück bemerkenswerter. Trainer Markus Wieland, der zwischen 1993 und 1996 für die Starbulls Rosenheim in der höchsten deutschen Spielklasse verteidigte, konnte trotzdem vier Sturmreihen aufbieten, indem er einige Akteure aus der Miesbacher 1b-Mannschaft ins kalte Oberliga-Wasser schmiss.

„Der Sieg der Miesbacher gegen Landshut hat bewiesen, dass jeder jeden in der Liga schlagen kann und dass jedes Spiel schwer ist. Und Miesbach hat bisher schon 26 Tore geschossen, also nur fünf weniger als wir“, hebt Starbulls-Coach Manuel Kofler mahnend den Zeigefinger, um gleichzeitig das Selbstbewusstsein eines Tabellenführers zu dokumentieren: „Natürlich wollen wir ohne Wenn und Aber sechs Punkte aus den beiden Spielen gegen Miesbach holen. Die Mannschaft ist optimal auf den Gegner eingestellt und vorbereitet.“

Elementarer Bestandteil dieser Vorbereitung in einer erfreulichen Starbulls-Trainingswoche ohne (neue) Ausfälle war das Einspielen neu zusammengestellter Reihen, die sich in den Spielen gegen den TEV Miesbach unter Wettkampfbedingungen etablieren sollen. In der ersten Reihe der Starbulls Rosenheim werden demnach Michael Fröhlich, Michael Baindl und Petri Lammassaari stürmen, in der zweiten Formation Dominik Daxlberger, Jussi Nättinen und Daniel Bucheli (der am Donnerstag seinen 29. Geburtstag feierte). Die dritte Sturmreihe setzt sich aus Fabian Zick, Thomas Reichel und Yannik Wenzel zusammen und die vierte Offensivformation bilden Andreas Nowak, Simon Heidenreich und Christoph Echtler.

Manuel Kofler setzt damit grundsätzliche Überlegungen um, die aufgrund der Personalsituation erst jetzt möglich sind. Daneben geht es dem Rosenheimer Übungsleiter aber auch um die Erfolgssicherung: „Der bisherige Saisonverlaufs war sehr positiv. Aber wir müssen uns regelmäßig hinterfragen, was wir verbessern können. Die veränderten Reihen sollen neue Reize setzen und dazu beitragen, die Konzentration hochzuhalten.“ Einzig wer das Rosenheimer Tor in den Spielen gegen Miesbach hüten wird, stand vor dem Abschlusstraining noch nicht fest. Während Luca Endres bei den Erfolgen in den Spitzenspielen des vergangenen Wochenendes gegen Regensburg und in Peiting zwischen den Holmen vollauf überzeugte, hat sich Lukas Steinhauer in Ruhe auskurieren können.

Grundsätzlich positive Signale gibt es ferner auch von der medizinischen Abteilung, was die drei Rosenheimer Langzeitverletzten betrifft. Bei Peter Lindlbauer ist eine Rückkehr auf das Eis zwar noch nicht terminierbar, aber im Erholungsverlauf nach seiner schweren Gehirnerschütterung hat der Verteidiger eine wichtige Hürde übersprungen und darf inzwischen dreimal wöchentlich ins „Trockentraining“. Valentin Hein, der übrigens im Nachwuchs des TEV Miesbach seine Eishockey-Karriere begann, macht in der Reha nach seiner Schulterverletzung große Fortschritte. Aktuell lautet die Prognose, dass Hein Mitte Dezember wieder für die Starbulls in der Oberliga stürmen kann. Bereits Anfang Dezember rechnet Manuel Kofler mit dem Comeback von Michael Rohner. Der Verteidiger wird sich am Freitag zwar noch einer kleinen Operation an der Leiste unterziehen, seine Schambeinverletzung hat er aber endgültig überwunden.


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