Nach schwachem Start ersten Sieg eingefahrenSelber Wölfe

Nach schwachem Start ersten Sieg eingefahrenNach schwachem Start ersten Sieg eingefahren
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Bis man jubeln durfte, hatte es aber einiges an Arbeit bedurft. Vor allem in ersten Abschnitt enttäuschte das Team und lag hier bereits mit 0:2 im Rückstand. Erst dann kamen die VER-Cracks allmählich in Fahrt. Am Dienstag (19.30 Uhr) geht es zuhause gegen Bayreuth. Zum Derby erhalten Kinder und Jugendliche (ab Jahrgang 1997) freien Eintritt.

Mit Volldampf nach vorne begannen die Selber Wölfe gegen den Ost-Oberligisten Leipzig und hatten in einem frühen Überzahlspiel durch Mudryk auch die erste gute Szene. Doch mit dem ersten Gegenangriff stand es stattdessen 0:1. Die Hausherren waren vom Rückstand sichtlich geschockt. Lange Zeit war vom Team nicht viel zu sehen. Zu zögerlich ging man im Angriffsverhalten zu Werke, Chancen waren Mangelware. Schließlich musste Lehmann nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler verletzt vom Eis getragen werden. Die medizinische Abteilung konnte jedoch Entwarnung geben: ein eingeklemmter Nerv bedeutet rund eine Woche Sportpause. Ein späteres Überzahlspiel nutzten die Wölfe ebenso nicht. Stattdessen machte Leipzig im Anschluss kurzen Prozess und erhöhte im direkten Gegenzug zum 0:2-Pausenstand.

Mit Pfiffen von den Rängen wurde das VER-Team in die Kabine begleitet. Und auch im zweiten Abschnitt waren die Anhänger lange Zeit noch vom Auftritt ihrer Jungs enttäuscht. Erst allmählich kamen die Cracks besser in die Partie und da vor den Kasten der „Icefighters“. Noch wurden die Möglichkeiten nicht ausgenutzt. In der 33. Minute durfte dann endlich in der Autowelt König Arena durch die heimischen Fans gejubelt werden. Im Angriffsdrittel eroberte sich Mudryk die Scheibe, ehe Hendrikson von der rechten Seite abzog und den ersehnten Treffer erzielen konnte. Keine drei Minuten später wirbelte Mudryk durch die gegnerischen Reihen und vollendete seinen sehenswerten Alleingang zum 2:2-Ausgleich.

Nach nur 70 Sekunden im Schlussabschnitt stellte Warkus gar die Führung her, als er die Scheiber eiskalt in die Maschen setzte. Leipzig hätte kurz darauf wiederum ausgleichen können, vergab, als man durch eine Selber Unachtsamkeit zu einer gefährlichen Chance kommen konnte, zu kläglich. Beide Mannschaften boten sich fortan einen guten Schlagabtausch, bei dem beide Keeper gefordert waren. Leipzigs Alt handelte sich schließlich für ein hartes Einsteigen eine Spieldauerdisziplinarstafe. In Überzahl stellten die Wölfe so die Weichen endgültig auf Sieg und schraubten das Ergebnis zum 5:2-Endstand in die Höhe.

Somit durfte der heimische Anhang endlich einen Sieg bejubeln. Doch auch – anders noch als am Freitag beim Spiel gegen Weißwasser – zeigten sich die zahlreichen Schlachtenbummler der Gästemannschaft von ihrer besten und fairen Weise und feierten ihr Team ebenso.

Tore: 0:1 (3:06) Vrba (Hrach), 0:2 (18:04) Hadamik, 1:2 (32:31) Hendrikson (Mudryk), 2:2 (34:58) Mudryk, 3:2 (41:10) Warkus (R. Schneider), 4:2 (52:53) Geisberger (Schadewaldt, Mudryk; 5-4), 5:2 (54:07) Piwowarczyk (Mudryk; 5-4). Strafen: Selb 6, Leipzig 12 + 5 + Spieldauer (Alt).

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