Mit Witala gegen Stanley und LennartssonStarbulls Rosenheim spiele zweimal gegen Lindau

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Am Freitag wird im Rosenheimer Emilo-Stadion – Beginn 19:30 Uhr – gespielt, am Sonntag um 18 Uhr treffen die beiden Teams dann am Bodenseeufer aufeinander. Die Spiele stehen unter besonderen Vorzeichen, denn bei den Gästen schnürt nun Trainer Chris Stanley wieder die Schlittschuhe – und stürmt neben dem Ex-Landshuter Viktor Lennartsson! Bei den Starbulls steht der kanadische Stürmer Chase Witala vor einem überraschend schnellen Comeback.

Mit 51 Punkten aus 22 Spielen haben die Starbulls Rosenheim die Einfachrunde (je ein Heim- und Auswärtsspiel gegen alle elf Liga-Kontrahenten) beendet. Zu Buche steht für die Mannschaft von Trainer Manuel Kofler der zweite Tabellenplatz, drei Zähler hinter Spitzenreiter Eisbären Regensburg. Diesem Gegner unterlagen die Starbulls am vergangenen Sonntag trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung noch mit 3:4. Das nächste Kräftemessen mit dem Topteam aus der Oberpfalz gibt es für die Grün-Weißen erst wieder in der am 11. Januar beginnenden Meisterrunde.

Zunächst stehen für die Grün-Weißen aber noch je fünf Hauptrundenheim- und Auswärtsspiele gegen die anderen Teams der Untergruppe Süd (Peiting, Riessersee, Sonthofen, Memmingen und Lindau) auf dem Spielplan. Dabei kommt es zum Auftakt am dritten Adventswochenende zum zweifachen Aufeinandertreffen mit den EV Lindau Islanders. Am Freitag wird im Rosenheimer emilo-Stadion gespielt (Beginn 19:30 Uhr), am Sonntag dann im Lindauer Stadion am Eichwald direkt am Ufer des Bodensees (Beginn 18 Uhr).

Die Spiele stehen unter überraschenden Vorzeichen. Denn beim EV Lindau hat sich in den letzten Tagen einiges getan. Nachdem mit Philipp Haug, Marco Miller und Adrian Kirsch drei Stammspieler verletzungsbedingt langfristig ausfallen, haben sich Trainer Chris Stanley und Verein darauf geeinigt, dass der 39 Jahre alte Deutsch-Kanadier ab sofort wieder als Stürmer aufläuft – Debüt am Freitag in Rosenheim. Das Coaching an der Bande übernimmt Lindaus Nachwuchs-Cheftrainer Niels Garbe.

Mit dem schwedischen Stürmer Viktor Lennartsson, der in der vergangenen Saison erfolgreich zunächst für die Lausitzer Füchse in der DEL2 und dann für den Rosenheimer Ligakonkurrenten EV Landshut auf Torejagd ging, vermelden die Islanders zudem einen hochkarätigen Neuzugang. Lennartsson begann die laufende Spielzeit in der Oberliga Nord bei den Moskitos Essen. Nach einer Verletzung in der Frühphase der Saison einigte er sich mit dem Club auf eine Vertragsauflösung und machte sich in seiner Heimat beim Team Köping HC wieder fit. Offiziell soll er sein Debut im Lindauer Trikot erst am Sonntag geben, Manuel Kofler rechnet mit seinem Auflaufen aber schon am Freitag im emilo-Stadion. Nicht mehr im Lindauer Kader steht dagegen der Kanadier Garret Milan, der den guten Eindruck der ersten Spiele im weiteren Saisonverlauf nicht bestätigen konnte.

Mit Torwart Lucas Di Berardo, der bislang stark spielte, sich jüngst aber die Schulter ausgekugelt hat, fehlt den Islanders auch die eine Hälfte des Torhüterduos für – so die offizielle Verlautbarung – den Rest der Saison. Als Torhüter Nummer eins ist damit nun David Zabolotny gesetzt, als Backup wird jeweils ein Akteur mit Förderlizenz auf dem Spielbericht stehen.

Auf Rosenheimer Seite soll am Freitag Chase Witala wieder auf dem Spielbericht stehen und sein – überraschend frühes – Comeback geben: „Er hat die ganze Woche gut trainiert, fühlt sich fit und ist schmerzfrei“, erklärt Kofler, der eigentlich anstelle von Witala mit der Rückkehr von Verteidiger Matthias Bergmann gerechnet hat, die nun aber frühestens am vierten Adventswochenende ein Thema sein wird. Außerdem fehlt bei den Starbulls natürlich weiterhin Stürmer Michael Fröhlich.

Die beiden bisherigen Saisonvergleiche mit Lindau konnten die Starbulls mit 5:3 auf eigenem Eis und 4:1 im Lindauer Stadion am Eichwald für sich entscheiden. Beide Male lagen die Grün-Weißen zunächst in Rückstand, wurden für Geduld und Akribie aber jeweils noch zurecht belohnt. Im Gegensatz zu diesen Begegnungen, in denen Lindau befreit aufspielen konnte, treffen die Grün-Weißen nun auf einen Gegner, der unter Zugzwang steht. Denn nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg sind die Islanders auf Tabellenplatz zehn abgerutscht, und der erste Playoff-Platz ist nun bereits fünf Punkte entfernt. Manuel Kofler und seine Mannschaft wollen ihrerseits kräftig punkten, um im Fernduell Boden wett zu machen, falls Tabellenführer Regensburg den ein oder anderen Zähler liegen lässt.

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