Mit Volldampf aus der PauseSelber Wölfe

Mit Volldampf aus der PauseMit Volldampf aus der Pause
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Nach der einwöchigen Länderspielpause warten auf die Selber Eishockeyfans gleich wieder zwei Top-Spiele. Zum zweiten Mal in dieser Saison stehen sich am Sonntag die oberfränkischen Erzrivalen in der Oberliga Süd gegenüber. Und das Derby zwischen dem EHC Bayreuth und dem VER Selb elektrisiert einmal mehr die Massen. Die Verantwortlichen der Tigers rechnen mit einem ausverkauften Haus – sprich 4560 Zuschauern. Auf eine gute Kulisse hoffen die Wölfe bereits am Freitag, wenn um 20 Uhr der EHC Freiburg seine Visitenkarte abgibt. Und das Duell mit dem selbst ernannten Aufstiegsanwärter aus dem Breisgau ist auch das Spiel, das für VER-Trainer Cory Holden zunächst klar im Fokus steht. „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Bayreuth ist Sonntag. Darauf können wir uns nach der Begegnung gegen Freiburg vorbereiten.“

Die knapp 14 Tage seit dem letzten Auftritt gegen Deggendorf (4:0) glaubt Holden mit seiner Mannschaft gut genutzt und überbrückt zu haben. „Das Training in der vergangenen Woche war eine Mischung aus harter Arbeit und Spaß.“ Einziger Wermutstropfen war eine Verletzung von Dennis Schiener, hinter dessen Einsatz an diesem Wochenende noch ein kleines Fragezeichen steht. Dafür sind Leon Lilik und Jari Neugebauer nach ihren Gehirnerschütterungen zurück auf dem Eis. Dort könnte bald auch Patrick Schmid wieder stehen. Der im Sommer aus Frankfurt nach Selb gewechselte Stürmer will nach seiner Schulterverletzung kommende Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Noch einmal pausieren muss an diesem Wochenende Herbert Geisberger. Er sitzt gegen Freiburg sein letztes von vier Spielen Sperre ab und kehrt am Sonntag in Bayreuth in den Kader zurück. Ob auch gleich wieder in die erste Reihe, lässt Holden noch offen. „Da werden wir dann entscheiden, wenn das Spiel gegen Freiburg vorbei ist.“ Schließlich hätten schon häufig Verletzungen oder Sperren einen dicken Strich durch des Trainers Planungen gemacht.

Nachdem gut ein Viertel der 44 Hauptrundenspiele absolviert sind, kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es wohl auf einen Fünfkampf an der Spitze hinausläuft. Neben dem VER Selb, der mit 27 Punkten nach zwölf Spieltagen von ganz oben grüßt, schielen der punktgleiche EV Regensburg, der EHC Bayreuth (26) sowie der EHC Freiburg und der EC Bad Tölz (je 24) auf einen der vier ersten Plätze, die für die erste Play-off-Runde das Heimrecht bescheren. Ganz offensiv gingen die Freiburger vor Saisonbeginn mit ihren Ambitionen um. „Wir wollen aufsteigen“, hieß es aus dem Lager der Breisgauer, die schon in der Aufstiegsrunde im April nur um zwei Punkte am Sprung in die DEL 2 gescheitert waren.

Noch aber läuft es nicht ganz so rund für die Schützlinge von Trainer Alexej Sulak. Schließlich stehen schon vier Niederlagen zu Buche. Eine davon – am 10. Oktober – gegen Selb. An dieses 2:1 nach Penaltyschießen erinnert sich VER-Coach Cory Holden natürlich gerne, war es doch sein erster Sieg überhaupt in Freiburg. „Es war ein harter Kampf in einem sehr intensiv geführten Spiel. Ähnlich wird es auch an diesem Freitag sein“, erwartet der Selber Trainer 60 Minuten, in denen beide Mannschaften Vollgas geben. Da heißt es wegzubleiben von der Strafbank, um nicht unnötig in Unterzahl zu geraten. „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und dürfen uns nicht provozieren lassen“, sagt Holden. Im Hinspiel gelangen solche Provokationen besonders den Brüdern Steven und Chris Billich einige Male ganz gut.

Noch eine Schippe drauflegen müssen die Wölfe dann wohl am Sonntag im Derby bei den zu Hause noch ungeschlagenen Bayreuth Tigers. Und da ist auch die schönste Statistik nichts mehr wert, die besagt, dass der VER die letzten sieben Duelle für sich entschieden hat. Dass Cory Holden gegen eine Fortsetzung dieser Serie nichts einzuwenden hätte, versteht sich von selbst. „Bayreuth zu schlagen ist immer schön.“ Seiner Mannschaft wird Holden mit auf den Weg geben, sich nicht von der hitzigen Atmosphäre im vermutlich ausverkauften Tigerkäfig anstecken zu lassen. „Wir müssen alles geben, aber kühlen Kopf bewahren!“

Aus Bayreuth gibt es in personeller Hinsicht nichts Neues. Nach den Abgängen von Mitchell Theoret und Kevin Altmann steht mit Jan Kouba zwar ein Testspieler im Probetraining. Eine Entscheidung, ob die Tigers den 21-jährigen Stürmer fest verpflichten, ist aber noch nicht gefallen. „In Klostersee und gegen Selb wird mit Sicherheit kein Neuzugang auf dem Eis stehen“, sagte EHC-Teammanager Dietmar Habnitt am Mittwoch dem Nordbayerischen Kurier. Dafür hoffen die Bayreuther auf Verstärkung in Form von Förderlizenzspielern aus Weißwasser und die Rückkehr von Marcel Juhasz, der das Training wieder aufgenommen hat.


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