Mit Kampf einen Punkt geholt

Mit Kampf einen Punkt geholtMit Kampf einen Punkt geholt
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Ohne Heilman (Handverletzung) und Schiener (leichte Gehirnerschütterung vom Freitagsspiel) gingen die Selber Wölfe ins Spiel beim Favoriten Bad Tölz. Die Hausherren hatten zugleich in starken Anfangsminuten gute Möglichkeiten. Strobl und F. Kolacny vergaben jedoch ihre Chancen. Dann konnte sich der VER allmählich zwar befreien und selbst durch Dörner zu einem guten Torschuss kommen. Der Führungstreffer gelang dann aber auf Seiten der Gastgeber, den C. Kolacny mit einem abgefälschten Schuss markieren konnte. Allerdings fanden die Wölfe nur 40 Sekunden später die umgehende Antwort und glichen durch Hendrikson aus. Weiter mehr vom Spielgeschehen hatte Bad Tölz. Die Gastgeber verpassten es, die teils gut herausgearbeiteten Gelegenheiten erfolgreich abzuschließen. Die Holden-Schützlinge hatten da in der Defensive einiges zu tun, versteckten sich aber auch nicht unbedingt, um selbst für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten zu sorgen. Hier hatten Hördler und Co aber das Nachsehen, wie vor allem kurz vor der Pause, als Geisberger und im Nachfassen Jeschke an Keeper Jenike kein Vorbeikommen fanden.

Lange Zeit in Unterzahl, darunter auch drei gegen fünf, hatten die Wölfe zu Beginn des zweiten Abschnitts zu überstehen. Den zahlenmäßigen Vorteil nützte Bad Tölz schließlich aber durch Dubé zum 2:1 aus. Selb kassierte danach gleich die nächste Strafe und in dieser Unterzahl den nächsten Gegentreffer. Dadurch wieder vollzählig kamen endlich die Franken wieder nicht nur zum Zug, sondern fanden den unmittelbaren Anschluss durch Fischer, der dem Keeper keine Chance ließ. Der Ausgleich war wenig später zum Greifen nah, Bauer scheiterte bei seiner Möglichkeit, nachdem er zuvor einen weiten Pass von Warkus aufnehmen konnte. Die kämpferischen Vormärsche und Bemühungen des VER wurden jäh unterbrochen. Während Fouls gegen Selb ungeahndet blieben, bekam Selb vom Referee, der nicht immer auf Höhe des Spielgeschehens war, wiederum eine Strafe aufgebrummt. Das Unterzahl konnte überstanden werden. Umgehend waren die Wölfe dann wieder zur Stelle. Dies aber auch erneut der Torhüter der Einheimischen, der gegen Piwowarczyks Hochkaräter parieren konnte. Bis zur Pause gelang es trotz auch eines Überzahlspiels nicht mehr auszugleichen.

In Überzahl anfangs des Schlussdrittels verpasste Mudryk. Selb hatte aber auch das Glück, dass Tölz‘ Ehliz und später Mangold gute Möglichkeiten ausließen. Die Wölfe drängten weiter auf das 3:3. Das gelang endlich in der 48. Minute, als Mudryk nach Geisbergers Versuch zur Stelle war. Beide Mannschaften boten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem jedes Team den Weg zum nächsten Treffer und damit zur vorzeitigen Endscheidung suchte, die Keeper alle Hände voll zu tun bekamen. Nach mehreren vergebenen Chancen gelang es dann aber Bad Tölz,  in der 55. Minute wieder in Front zu ziehen. Selb gab sich nicht auf. Das wurde belohnt. Während Piwowarczyk noch vergab, gelang es Jeschke mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den erneuten Ausgleich zu erzielen und damit seine Farben in die Verlängerung zu bringen.

Hier hielt sich Selb tapfer und war, zumal die letzte Minute in Unterzahl agiert werden musste, tapfer. Ausgerechnet in der Schlusssekunde vor dem möglichen Penaltyschießen war es ein einfacher Hammer des Tölzer Pföderl, der die Entscheidung brachte.

Tore: 1:0 (5:06) C. Kolacny (Fischhaber, Strobl), 1:1 (5:46) Hendrikson (Hördler, R. Schneider), 2:1 (24:16) Dubé (Pauli, Ehliz; 5-4), 3:1 (26:20) Merl (Mangold, Pföderl; 5-4), 3:2 (26:40) Fischer (Warkus), 3:3 (47:55) Mudryk (Geisberger), 4:3 (54:49) Urban, 4:4 (56:53) (Geisberger, Hördler), 5:4 (64:59) Pföderl. Strafen: Bad Tölz 10 + 10 (Merl), Selb 18. Zuschauer: 1188.