Memminger Indians siegen nach VerlängerungTop-Favorit am Hühnerberg: Indians empfangen Rosenheim

(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)
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Erinnerungen an das Finale im März schossen einigen der rund 1880 Zuschauern in den Kopf, als die Indians am Sonntagabend den EV Lindau in der Verlängerung besiegten. Lange Zeit waren die Maustädter das bessere Team, wie im entscheidenden Endspiel fanden sie aber keinen Weg, um den Puck im Tor der Gäste unterzubringen. Diese gingen auch im ersten Drittel durch Stopinski in Führung, die Indians hatten, trotz guter Möglichkeiten, keine Treffer vorzuweisen.

Im zweiten Drittel leisteten die Memminger sich zu viele Fehler, obwohl das Spiel ausgeglichen war, traf wiederum nur der EVL. Die Gäste vom Bodensee nutzten eine 5:3-Überzahlsituation aus und gingen durch Farny mit 2:0 in Führung.

Für die Indians bedeutete das eine noch offensivere Gangart im letzten Abschnitt. Obwohl aus einem Powerplay gleich zu Beginn noch kein Kapital geschlagen werden konnte, fiel der frühe Anschluss in der 44. Minute. Milan Pfalzer stand goldrichtig und drückte den Puck aus kurzer Distanz über die Linie. Die Halle stand nun geschlossen hinter ihrem Team, der EV Lindau rührte weiter Beton an. Zahlreiche Angriffe wurden von den Rot-Weißen nun im Minutentakt vorgetragen, David Zabolotny im Tor der Islanders durfte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Es sollte aber bis zur 57. Minute dauern, ehe der mittlerweile hochverdiente Ausgleich fiel. Erneut war es das Memminger Eigengewächs Milan Pfalzer, der einen Schuss unhaltbar abfälschte und das Spiel zurück auf Anfang stellte. Wie im Finale um die Bayerische Meisterschaft kamen die Indians also durch großen Einsatz wieder zurück ins Spiel und erneut musste die Verlängerung über einen Sieger im Allgäu-Bodensee-Derby entscheiden.

In der Overtime  hatten die Indians dann das glücklichere Ende für sich. Nachdem die ersten vier Minuten ohne die ganz zwingenden Torchancen zu Ende gingen fasste sich Dominik Piskor ein Herz, überlief die Lindauer Verteidigung und schloss ins kurze Eck zum Sieg für den ECDC ab. Die Halle stand Kopf, zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten bleiben damit am Hühnerberg, der bereits am Mittwoch erneuter Austragungsort eines weiteren Heimspiels ist. Zu Gast ist dann der Ligafavorit aus Rosenheim.

Tore: 0:1 (9.) Stopinski (Ovaska, Farny A.), 0:2 (35.) Farny A. (Calabrese, Ovaska, 5-3), 1:2 (44.) Pfalzer (Stotz, Pokovic, 5-4), 2:2 (57.) Pfalzer (Koziol, Mudryk), 3:2 (65.) Piskor (Miettinen). Strafen: Memmingen 8 + 10 (Piskor), Lindau 6. Zuschauer: 1881.

Es geht Schlag auf Schlag: Bereits am Mittwoch empfangen die Indians die Starbulls Rosenheim zum Heimspiel. Gegen den Altmeister erwartet die Memminger ein äußerst schweres Spiel. Aufgrund des bevorstehenden Feiertags rechnen die Indians erneut mit einer großen Kulisse.

In sämtlichen Prognosen wurden sie als Top-Favorit genannt, auch von den Rosenheimern selbst wurde der Aufstieg als klares Ziel formuliert. Wenn am Mittwoch der ehemalige Deutsche Meister an den Hühnerberg kommt, sind die Indians nur krasser Außenseiter. Doch die Memminger wollen den Schwung aus zuletzt zwei Siegen unter dem neuen Trainer Sergej Waßmiller mitnehmen und den Favoriten möglichst ärgern. Vor eigener Kulisse wäre ihnen das im Vorjahr fast geglückt. Nur wenige Minuten fehlten damals zur großen Sensation, ehe die Oberbayern das Spiel noch drehten.

Die Starbulls kommen mit so prominenten Namen wie Dusan Frosch, Michael Fröhlich oder Michael Baindl in die Maustadt. Zahlreiche Eigengewächse, die über eine tolle Ausbildung verfügen, tragen den derzeit Tabellendritten. Die Kontingentspieler Chase Witala und vor allem Vitezslav Bilek sind mit das Beste, was die Liga zu bieten hat. Vor allem Bilek dürfte der Indians-Abwehr noch schmerzhaft in Erinnerung sein, er besiegelte die Memminger Niederlage am ersten Spieltag der aktuellen Saison quasi im Alleingang, als er beim 6:4 Sieg ganze vier Treffer erzielte.

Die Indians nutzten den Montag nach der schweren und kräfteraubenden Partie gegen Lindau zur Regenration. Am Dienstag hat Trainer Waßmiller ein Training angesetzt, um gut vorbereitet in das Duell gegen Rosenheim zu gehen. Zurückgreifen kann er dabei, bis auf Patrik Beck, voraussichtlich auf den ganzen Kader. Ab sofort nicht mehr bei den Indians auflaufen wird hingegen Verteidiger Philipp Gejerhos. Der 24 Jahre alte Kaufbeurer hat um eine Vertragsauflösung gebeten, welcher die Indians auch entsprochen haben.



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