Löwen spielen mit dem letzten AufgebotWaldkraiburg trifft auf Regensburg und Selb

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Die Eisbären aus Regensburg liegen mit zehn Siegen und sieben Niederlagen aktuell auf Rang sechs und haben im Moment elf Zähler Rückstand auf Tabellenführer Rosenheim. In den vergangenen Tagen drehte es sich an der Donau aber weniger ums Sportliche, als vielmehr darum, was beim EVR abseits des Eises passierte. Denn mit Stefan Liebergesell wurde am Montag der 24-Jährige Geschäftsführer, der erst im Sommer diesen Posten einnahm, nachdem er zuvor Stadion- und Pressesprecher war, von seinen Aufgaben entbunden. Aus „persönlichen Gründen“ wolle sich Liebergesell, der im Sommer Trainer Peppi Heiß und elf Neuzugänge verpflichtet hatte, neuen Aufgaben widmen. Inwieweit das Thema das Team der Eisbären beeinflusst, wird sich zeigen, der mittelbayerischen Zeitung sagte Coach Heiß, dass dies alles schon „in der Mannschaft drin stecke“, eben weil Liebergesell viele Jahre im Verein war und mit zahlreichen Spielern auch persönlich verbunden war. Sei’s drum, die Löwen sollten weniger hoffen, als vielmehr an der eigenen Leistung arbeiten und ihre Defensive in den Griff kriegen, denn mit Arnoldas Bosas hat Regensburg den Top-Torjäger und mit Nikolas Gajovsky den Top-Scorer der Oberliga in seinen Reihen. Der Litauer Bosas traf in 16 Spielen bisher 23 Mal, der Tscheche Gajovsky verbuchte in 17 Spielen schon 41 Punkte (28 Assists). In den zwei Duellen bislang gewann Regensburg mit 7:3 bei den Löwen- die zwischenzeitlich 3:1 geführt hatten- und mit 10:0 auf eigenem Eis. Jetzt kehrt Waldkraiburg in die Donau-Arena zurück – allerdings nur mit dem letzten Aufgebot.

Denn einige Akteure sind nicht dabei, nachdem das Löwen-Lazarett größer wurde. Bei Verteidiger Tobias Thalhammer wird es noch mindestens zwei Wochen dauern, bis mit einer Rückkehr gerechnet werden kann. Noch immer unter den Folgen einer schweren Kopfverletzung leidet sein Defensiv-Kollege Christian Ettwein, der deshalb noch zwei bis sechs Wochen pausieren muss. Tomas Vrba zog sich zuletzt in Miesbach beim 4:1-Sieg eine schwere Oberschenkelverletzung zu und wird mindestens drei Wochen fehlen, wie auch Michael Trox, der sich einen Knochen angebrochen hat. Da musste auch Interimstrainer Rainer Zerwesz erst einmal durchatmen, nachdem er wegen zusätzlicher Krankheitsfälle am Dienstag in eine halb leere Kabine kam. „Vier Spieler der ersten beiden Reihen fehlen- das ist natürlich schon bitter“ meinte Zerwesz, doch hatte er seinen Humor deshalb nicht verloren. „Das war letztes Jahr auch schon so, langsam glaube ich, das liegt an mir“, sagte der 48-Jährigen mit einem Lachen. Er wird also viel umstellen müssen und auch die jungen Spieler werden erneut wichtige Eiszeit bekommen- um dem ganzen wenigstens etwas Gutes abzugewinnen.

Am Sonntag kommen dann die Wölfe des VER Selb in die Höhle der Löwen und mit dem Tabellendritten hatte man es in dieser Spielzeit noch nicht zu tun. In der aktuellen Form wird es aber gewohnt schwer für die Industriestädter, denn in den letzten zehn Spiel ging das Team von Trainer Henry Thom acht Mal als Sieger vom Eis. Jeweils in Sonthofen unterlagen die Porzellanstädter mit 1:4, gegen Regensburg, in Peiting und auch gegen Landshut konnte man in dieser Phase aber jeweils gewinnen. Der Deutsch-Kanadier Jared Mudryk führt die Selber Scorerliste mit 10 Treffern und 22 Assists an, gefolgt von Herbert Geisberger (25 Scorerpunkte) und Kyle Piwowarczyk (24). Top-Angreifer Michael Dorr aus den USA, der in der letzten Spielzeit 71 Punkte (30 Tore) in 52 Partien verbuchte, hat sich Anfang des Monats am Knie verletzt und musste diese Saison bereits beenden- mit dem Kanadier Ian McDonald präsentierte man in Selb aber schnell einen entsprechenden Nachfolger, der mit seinen 1,91 Metern Größe auch mit viel Wucht ins gegnerische Drittel drängt. McDonald kam aus der Alps Hockey League aus Gröden und konnte im ersten Spiel gegen Miesbach auch prompt den ersten Treffer erzielen. In den folgenden drei Partien blieb er aber punktelos.

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