Lindau Islanders besiegen den EHC Waldkraiburg deutlichTorfestival am Bodensee

(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Die Gastgeber machten immer im richtigen Moment die Tore, die Löwen rannten vergeblich einem Rückstand hinterher und spielen jetzt am kommenden Freitag zuhause gegen den ERC Sonthofen (Beginn: 19.45 Uhr), am Sonntag geht es zu den Blue Devils nach Weiden (Beginn: 18.30 Uhr).

EHC-Trainer Rainer Zerwesz musste im Auswärtsspiel am Bodenseen auf mehrere Leistungsträger verzichten: Daniel Hämmerle war kurzfristig beruflich verhindert, Christof Hradek fehlte erkrankt, Florian Ullmanns Ausfall war, nachdem er sich gegen Landshut die Schulter ausgekugelt hatte, ohnehin absehbar und Christian Ettwein fehlt bereits seit dem letzten Aufeinandertreffen mit Lindau. Nach einer eigentlich guten Anfangsphase der Löwen leistete sich EHC-Keeper Korbinian Sertl nach knapp acht Minuten einen folgenschweren Ausflug und Michal Mlynek traf zur Führung (7:42). Der 20-Jährige Kai Laux legte 22 Sekunden später nach (8:04) und der 18-jährige Tim Brunnhuber nutzte die zweite Lindauer Überzahl zum 3:0 (18:11). Lukas Wagner schaffte vor der Pause noch den Anschlusstreffer (19:46) und Brent Norris eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem Traumtor zum 3:2 (24:42): Im Zusammenspiel mit Michael Trox wurde zunächst ein Verteidiger, dann auch noch EVL-Keeper David Zabolotny umkurvt und vollendet. Gerade als man dachte, der EHC hätte sich nach der Reihenumstellung zum zweiten Drittel gefangen, ging es aber wieder in die andere Richtung. Simon Klingler (25:15), der 24-Jährige Florian Lüsch (35:31), Adrian Kirsch (35:48) und erneut Klingler (39:44) trieben den Spielstand noch vor der zweiten Pause weiter in die Höhe und so ging es mit einem ernüchternden 7:2 für die Hausherren in die Löwen-Kabine.

Im Schlussdrittel waren erneut die Löwen als erste erfolgreich und Lukas Wagner bejubelte sein zweites Tor des Spiels (41:03), Klingler (44:23), Andreas Farny (52:40) und Sascha Paul (53:24) machten es umgehend aber zweistellig für den EV Lindau. Michail Sokolovs Treffer zum 4:10 (54:10) und Tomas Rouseks Tor zum 5:10-Endstand waren nur mehr eine Randnotiz wert. Lindau ist aktuell Achter, hat 36 und damit doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie der EHC Waldkraiburg, gegen den die Islanders im vergangenen Frühjahr noch das Finale um die bayerische Meisterschaft verloren hatten.

Bei den Löwen braucht man jedoch gar nicht erst beginnen mit dem Trübsal blasen, denn schon am Freitag geht es wieder weiter. Mit dem ERC Sonthofen kommt um 19.45 Uhr der derzeitige Tabellensechste in die Raiffeisen Arena. Die Mannschaft von Heiko Vogler besiegte am Dienstag Regensburg mit 4:3, holte somit in den letzten zehn Spielen sieben Siege und musste sich dabei zweimal erst in der Verlängerung geschlagen geben. Bester Torjäger der Bulls ist Maxi Hadraschek, mit 15 Toren und 14 Vorlagen in 27 Spielen, Topscorer dagegen Marco Sternheimer mit 32 Punkten in 26 Partien (14 Tore).

Am Sonntag geht es für die Mannschaft zu den Blue Devils Weiden, die sich aktuell mit dem EV Lindau um das letzte Playoff-Ticket streiten. Sowohl Weiden, als auch die Islanders haben 36 Punkte auf dem Konto, Lindau hat derzeit nur wegen des besseren Torverhältnisses die Nase vorn. Auf den Siebten, den EV Regensburg, sind es sieben Zähler Rückstand, auf den Zehnten Memmingen 13 Punkte Vorsprung. Nach gutem Saisonstart mit sieben Siegen in den ersten zehn Spielen leistete sich Weiden dann eine Punkte-Dürre-Periode mit neun Niederlagen in Serie. In den letzten neun Partien ging es jetzt auf und ab mit vier Niederlagen und fünf Siegen. In Waldkraiburg begann am 1.November des Vorjahres die erwähnte Niederlagenserie mit einer 1:5-Klatsche, bei den Löwen möchte man dies am besten wiederholen, um weiter Selbstvertrauen zu tanken für die Verzahnungsrunde mit den acht besten Teams der Bayernliga. Aktuell käme dafür in die Gruppe B, in der sich die Löwen als Elfter und Memmingen als Zehnter der Oberliga Süd wohl wiederfinden werden, der ESC Dorfen, die Riverkings aus Landsberg, die Erding Gladiators und die Riverrats aus Geretsried – in der Bayernliga stehen jedoch auch noch drei Spieltage aus und alle genannten Teams haben noch Chancen, am Ende einen anderen Tabellenplatz zu erreichen.

Tore: 1:0 (7:42) Mlynek M. (Quaile D., Farny A.), 2:0 (8:04) Laux K. (Paul S., Brunnhuber T.), 3:0 (18:11) Brunnhuber T. (Farny A., Mlynek M. PP1), 3:1 (19:46) Wagner L. (Sokolov M., Trox M.), 3:2 (24:42) Norris B. (Trox M., Rott T.), 4:2 (25:15) Klingler S. (Farny A., Mlynek M.), 5:2 (35:31) Lüsch F. (Jenka M., Quaile D.), 6:2 (35:48) Kirsch A. (Quaile D., Lüsch F.), 7:2 (39:44) Klingler S. (Mlynek M., Quaile D. PP1), 7:3 (41:03) Wagner L. (Kanzelsberger F., Kanzelsberger A.), 8:3 (44:23) Klingler S. (Farny A., Mlynek M.), 9:3 (52:40) Farny A. (Klingler S., Mlynek M.), 10:3 (53:24) Paul S. (Quaile D., Brunnhuber T.), 10:4 (54:10) Sokolov M. (Trox M., Norris B. PP1), 10:5 (59:35) Rousek T. (Kaltenhauser M., Thalhammer T.). Strafen: Lindau 4, Waldkraiburg 6. Zuschauer: 967.

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