Landshut und Regensburg liefern sich bis zum Schluss Kampf um Platz zweiMemmingen schlägt Selb klar, Weiden deklassiert Sonthofen

Die Memminger Indians besiegten die Selber Wölfe. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Die Memminger Indians besiegten die Selber Wölfe. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Spannung auch um den Vizetitel. Landshut trifft auf den Vierten Rosenheim, braucht noch zwei Punkte um sicher den Titel einzuheimsen. Sollte es wirklich Platz zwei werden, wartet danach, nach aktuellem Stand, Rostock auf die Niederbayern. Da ist vermutlich die 750 Kilometer lange Strecke der größte Gegner. Regensburg trifft am Sonntag auf Sonthofen, wird sich aber letzten Endes wohl mit Platz drei abfinden müssen und kann sich schon für Herne einspielen. Fest auf Platz vier sitzen seit Wochen die Rosenheimer. Die Fans vom Mangfall können sich auf die Essener freuen und für viele Rosenheimer sind die Ruhrstädter Exoten, fand doch das letzte Spiel zwischen beiden im März 2000 statt. Noch ist Platz fünf nicht entschieden. Allerdings hat Memmingen nach dem Sieg gegen Selb die Nase vorn und wird sich vermutlich die Chance in Höchstadt nicht mehr nehmen lassen. Danach treffen die Indians auf die Saale Bulls aus Halle. Deutlich schwerer als die Memminger Aufgabe ist die für die Selber. Sie müssen sich mit Meister Peiting auseinandersetzen. Da bleibt es wohl bei Platz sechs, verbunden mit der Vorfreude, am 15. März an die nordische Kultstätte am Pferdeturm reisen zu dürfen. Die Plätze sieben und acht sind mittlerweile fest vergeben. Die Weidener haben am 49. Spieltag mit dem 9:4 in Sonthofen ihre Offensivstärke bewiesen und nach dem Einspielen am Sonntag gegen Lindau folgt die weite Fahrt nach Mellendorf zum Ex-Meister. Noch härter wird es für die Lindauer, aber die Islanders haben eh schon einen Vereinsrekord aufgestellt mit dem erstmaligen Erreichen der Oberliga Play-offs und da ist das letzte Spiel in Weiden und vor allem der mindestens zweifache 760 Kilometer Ritt nach Tilburg das Team höchstens vor logistische Probleme. 

Starbulls Rosenheim – Höchstädt Alligators 8:1 (4:1, 2:0, 2:0)

Die letzte Begegnung der Rosenheimer vor den Play-offs lebte hauptsächlich von zwei Dingen. Einmal von der starken Effizienz der grün-weißen Sturmreihen und dann von zwei Abwehrspezialisten, die besonders in Unterzahl nahezu fehlerfrei agierten. Das einzige Powerplay-Tor des Tages erzielte der Rosenheimer Andreas Höller in der elften Minute und es war der Auftakt zu einer Fülle von acht weiteren Toren, zu denen die Starbulls bereits im ersten Drittel drei weitere beisteuerten. Ganze zwanzig Sekunden nach dem 1:0 traf Chase Witala zum 2:0 und auch der Anschluss durch den Klingenthaler Andre Lenk in der 12. Minute brachte die Gastgeber nicht durcheinander. Der im Startdrittel überragende Kanadier Witala erzielte in der 13. und 14. Minute noch zwei weitere Tore für Rosenheim, so dass bereits nach einer Viertelstunde eine Vorentscheidung gefallen war. Im Mitteldrittel erhöhten Michael Baindl (31.) und Daniel Bucheli (34.) auf 6:1 und in den letzten zwanzig Minuten erhöhten Fabian Zick (52.) und das 17jährige Talent Enrico Henriquez-Morales (55.) auf 8:1. Zu bemerken wäre noch, dass die Rosenheimer mit Bilek, Meier und Steinhauer am Ende drei Verletzte zu beklagen hatten, die längerfristig ausfallen.

EV Lindau Islanders – EV Landshut 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Obwohl die Landshuter als hoher Favorit in die Partie gingen und am Ende auch 45:13 Schüsse zählen konnten, kamen sie vor der Lindauer Topkulisse von 757 Zuschauern nur zu einem knappen 2:0. Für die Niederbayern traf der Tscheche Tomas Plihal (6.) und Marc Schmidpeter (42.), letzterer sogar in Unterzahl.

EC Peiting – EV Regensburg 4:3 (2:2,2:0,0:1)

Auch die Peitinger konnten mit 1227 Zuschauern eine Topkulisse begrüßen und diese Fans kamen in den Genuss eins echten Spitzenspiels. Besonders beeindruckend war der Start der Gäste, die die Gastgeber mit zwei schnellen Toren zum 2:0 schockten. In beiden Fällen war der Regensburger Leopold Tausch (4., 9.) der Torschütze. Doch der Meister blieb cool und schlug, wie es sich für ein Team das auf Platz Eins gehört, noch vor der ersten Sirene zurück. Simon Meier (17.) und Anton Saal (20.) glichen zum 2:2 aus. Im ausgeglichenen zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Peitinger als effizienter, konnten diesen trotz eines ausgeglichenen Schussverhältnisses mit 2:0 für sich entscheiden. Dominic Krabbat (29.) und erneut Saal (36.) erhöhten auf 4:2. Im letzten Drittel mussten die Regensburger ihr Spiel öffnen, konnten sich aber nicht entscheidend gegen die Peitinger Abwehr durchsetzen. Erst als der 17jährige Fabian Herrmann in der 57. Minute auf 3:4 verkürzte, wurde es noch einmal spannend, aber die routinierte heimische Defensive ließ kein weiteres Gegentor mehr zu.

ECDC Memmingen Indians – VER Selb 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Vor hervorragenden 1909 Zuschauern beherrschten die Memminger Indians ihren fränkischen Gegner und haben damit eine sehr gute Ausgangsposition für den Sonntag, um am Ende auf Platz fünf über die Ziellinie zu kommen. Bei einer Analyse nach Spielende kommt man zu dem Schluss, dass das Spiel recht ausgeglichen war. Immerhin gab es ein Schussverhältnis von 44:36 aber ausschlaggebend war u.a., dass die Memminger zwei Tore in Überzahl erzielen konnten und Selb nicht traf. Dazu: Memmingens erste beiden Tore waren eben diese Powerplaytore und damit hatten Milan Pfalzer (8.) und Dominik Piskor (24.) den rot-weißen-Gästen die Zähne gezogen. Piskor war es schließlich auch, der mit seinem 3:0 bereits in der 27.Minute die Stimmung im Stadion merklich anheizte und die Selber in Frust versinken ließ. Da durfte sich Memmingens neuer Liebling, der Litauer Tadas Kumeliauskas mit seinem 13. Saisontor im 13. Punktspiel mit dem 4:0 in der 59. Minute sogar Zeit lassen.

ERC Bulls Sonthofen – Blue Devils Weiden 4:9 (2:4, 1:3,1 :2)

Das war ein Warnschuss. Und zwar für die Hannover Scorpions, die schon seit einer Woche als Gegner der Weidener feststehen. Die Blue Devils demontierten die Sonthofener nach allen Regeln der Kunst und am Ende konnten die Bulls dankbar sein, vor 522 Zuschauern nicht zweistellig untergegangen zu sein. Spieler des Tages war der Weidener Kanadier Matt Abercrombie, dem im Mitteldrittel (26.,33.,34.) ein lupenreiner Hattrick gelang. Die weiteren Gästetore besorgten Martin Heinisch (1.), Tomas Rubes (7.), Michael Kirchberger (16.), Herbert Geisberger (18.,60.) und Marcel Waldowsky (46.). Für die tapferen Sonthofener, die bis zum 3:5 gut mithielten, waren Marc Sill (8.,24), Lukas Slavetinsky (19.) und Martin Guth (52.) erfolgreich.


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