Kostprobe für die Play-offs des EHC Bayreuth?Vorgezogenes Spiel gegen Deggendorf

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Spiele im Drei-Tage-Rhythmus gibt es in der Oberliga sonst fast nur in der heißen K.o.-Phase. Das können die oberfränkischen Kufencracks nun aber schon einmal vorab testen und auch der Gegner ist ein möglicher Kandidat für die neue Runde ab März. Diese vom 12. Februar vorverlegte Partie vom 39. Spieltag führt die Oberfranken am Mittwoch um 20 Uhr auf die Reise an die Trat gegen den aktuellen Tabellen sechsten Deggendorfer SC.

Bei der Truppe von Trainer Jiri Otoupalik ging die Tendenz zuletzt mit nur einem Zähler aus vier Partien nach einer starken Phase doch etwas nach unten. Hintergrund dafür dürften größere Verletzungsprobleme speziell in den Abwehrreihen sein, wo Topdefender Andreas Gawlik schon einige Wochen fehlt. Besonders auswärts haben die Niederbayern Probleme (fünf Niederlagen in Serie) und an das letzte Spiel (3:7) zu Hause gegen Bayreuth hat man genauso wenig gute Erinnerungen, wie an die herbe 1:8-Niederlage Ende Dezember im Tigerkäfig.

Vor dem seit Jahren bewährten Torwart Sandro Agricola (zuletzt fehlte er erkrankt, wurde aber von Daniel Filimonow glänzend vertreten), halten normalerweise Gawlik und der Slowake Jaroslav Koma die Abwehr zusammen und sorgen auch für offensive Akzente. Koma (nach Verletzung wieder zurück) und auch Benjamin Frank (noch gesperrt) fehlten allerdings auch einige Spiele und die Abwärtsspirale begann.  Im Sturm ist der DSC zwar noch breiter besetzt, doch fehlte in letzter Zeit auch hier etwas die Durchschlagskraft. Torjäger Robin Slanina und die brandgefährliche Arbeitsbiene Andrew Schembri hatten viel Unterstützung durch Hubacek, den Janzen-Brüdern oder Dmitrij Litesov. Auch der lange verletzte, erfahrene Deutschtscheche Patrik Beck kommt langsam wieder in Fahrt, dennoch kam etwas Sand ins Getriebe beim DSC. Unterschätzen sollte man die Niederbayern trotzdem nicht, denn man will die bisher gute Spielzeit sicher mit dem Einzug in die Play-offs noch krönen und dazu muss man dringend punkten, denn die Konkurrenz rückte zuletzt immer näher. Wozu man fähig ist, zeigte man wochenlang und da möchte man schnell wieder hinkommen.

Die 60 Punkte auf Platz zwei sind eine tolle Ausgangsposition für die Bayreuth Tigers, aber noch sind viele Partien zu spielen und Punkte zu vergeben, so dass der Fokus weiter geschärft bleiben muss. Das Team ist in den letzten Wochen sehr gut in Schuss, besticht durch taktische und defensive Stärke und einer gestärkten Effektivität im Angriff. Unterzahl- und Überzahlspiel sind momentan echte Paradedisziplinen bei den Wagnerstädtern und die Formationen haben sich gefunden. Das Punktekonto ist kontinuierlich gewachsen und parallel auch das Selbstvertrauen der Gelb-Schwarzen. Sechs Auswärtssiege in Serie seit dem 11. Dezember sind ein weiteres Achtungszeichen der Truppe von Coach Sergej Waßmiller, welches die sehr positive Entwicklung der Oberfranken im Saisonverlauf eindrucksvoll dokumentiert.

Welcher Kader zur Verfügung steht, muss sich kurzfristig entscheiden. Michael Bartosch ging z.B. angeschlagen aus dem Duell in Landshut heraus und Stefan Reiter ist noch nicht wieder spielfähig. Zumindest scheint bei Lukas Stettmer wieder alles okay zu sein, denn in seinem sehr soliden Auftritt merkte man nichts mehr von seiner Verletzung. Höchstwahrscheinlich gibt es auch wieder Unterstützung von den Kooperationspartnern, um auch diesen direkten Konkurrenten um die besten Plätze hinter Tabellenprimus Regensburg weiter auf Distanz zu halten.

Mit den Leistungen der letzten Spiele haben sich die Tigers zur zweiten Macht in der Oberliga Süd gepusht, aber die nächsten Jäger stehen bereit.

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