Kontrastprogramm für Samanski-Truppe an diesem WochenendeErding Gladiators

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Im Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer aus Oberfranken (18 Uhr) dürfen die Erdinger nicht unbedingt mit Punkten rechnen. Zu klar dominieren die Wölfe derzeit das Geschehen in der Oberliga Süd. Sieben Punkte Vorsprung hat das Team von Coach Cory Holden mittlerweile auf den ärgsten Verfolger Freiburg, weitere zwölf Zähler dahinter liegt der Tabellendritte Bayreuth fast schon außer Sichtweite. Vor allem der Sturm ist eine absolute Bank. Die erste Reihe der Wölfe belegt in der Scorerliste der Oberliga Süd die ersten drei Plätze. Kyle Piwowarczyk hat es auf 77 Punkte gebracht, Jared Mudryk auf 69 und Herbert Geisberger auf 67. Das sind Werte, von denen die Erdinger nur träumen können. Einzig Ales Jirik taucht unter den Besten auf, er ist mit 54 Punkten Elfter. In den bisherigen drei Begegnungen gab es für die Gladiators rein gar nichts zu holen. 1:10 und 2:5 in Selb sowie ein 2:5 daheim stehen hier zu Buche. „Natürlich sind wir krasser Außenseiter“, weiß Erdings Trainer John Samanski, „aber wir wollen unserem Publikum ein gutes Spiel bieten, egal, wie es ausgeht“.

Zuerst müssen sich die Gladiators jedoch auf die Freitagspartie beim EV Regensburg (20 Uhr) konzentrieren, die weitaus wichtiger ist. Die Oberpfälzer liegen derzeit fünf Punkte hinter den Gladiators. Nach dem vergangenen Katastrophen-Wochenende mit einer 0:7-Klatsche beim EHC Klostersee und einem 5:6 nach Verlängerung daheim gegen Schlusslicht Schweinfurt haben die EVR-Verantwortlichen gehandelt und Trainer Rob Leask entlassen. So stehen ab sofort Martin Helmig und DNL-Trainer Stefan Schnabl hinter der Bande. Interessant ist, dass Helmig mit dem Bundesliga-Baseball-Team der Buchbinder Legionäre Regensburg den Titel geholt hat. Allerdings besitzt er auch Eishockey-Erfahrung und war schon einmal beim EVR eingesprungen. Schnabl hat auch schon die 1. Mannschaft trainiert, so dass die Übernahme des Teams den beiden Interimstrainern keine großen Probleme bereiten dürfte.

Gegen Erding kämpft der EVR quasi um die letzte Playoff-Chance. Gladiators-Coach Samanski findet diese Ausgangsposition „super für uns, denn Regensburg muss unbedingt gewinnen“. Den Trainerwechsel sieht er emotionslos: „Egal ob mit oder ohne Leask, Regensburg wird von der ersten bis zur letzten Minute alles dafür tun, um zu gewinnen.“ Für seine Mannschaft sei wichtig, „dass wir kompakt stehen und mental gut drauf sind“. So wie vergangene Woche beim 5:3-Sieg in Deggendorf, als es ebenfalls gegen einen direkten Konkurrenten ging. Und sollten aus der Donau-Arena tatsächlich drei Zähler entführt werden, dann könnten die Gladiators umso lockerer in die Partie gegen den Spitzenreiter gehen.

Wie auch schon in Deggendorf wird wieder Doppellizenz-Spieler Konstantin Mühlbauer vom EV Landshut für die Gladiators auflaufen und am Sonntag gegen die Selber Wölfe werden sich dann auch wieder seine beiden Teamkollegen Patrik Samanski und Lukas Krämmer dazu gesellen. Noch zu früh kommt ein Einsatz für Bernd Rische und Christian Mitternacht, die den Gladiators auch an diesem Wochenende leider fehlen werden. Dies gilt auch für Florian Engel, der sich in der letzten Heimpartie gegen Bayreuth eine Matchstrafe eingefangen hatte und dessen Foul nun mit drei Spielen Sperre, plus ein Spiel auf Bewährung und einer Geldstrafe belegt wurde.

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