Knifflige Aufgaben für die WölfeSelber Wölfe

Knifflige Aufgaben für die WölfeKnifflige Aufgaben für die Wölfe
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In der schmucken Kabine der Selber Wölfe weihnachtete es am Mittwoch schon sehr. Das Stimmungsbarometer beim beliebten Wichteln stieg noch an, als Kyle Piwowarczyk, Jared Mudryk und Neuzugang Kevin Richardson gemeinsam ein Weihnachtslied anstimmen mussten. „Eishockey spielen können sie zum Glück besser“, kommentierte VER-Fan Michael Reimer auf Facebook das Video über die drei Kanadier in Diensten des Eishockey-Oberligisten. Der muss, ehe am Heiligen Abend unter dem Tannenbaum gesungen werden kann, noch zwei knifflige Aufgaben auf dem Eis lösen.

Auch wenn die Wölfe am Freitag (20 Uhr) in der heimischen Autowelt-König-Arena – zumindest auf dem Papier – der haushohe Favorit gegen Tabellenschlusslicht ERV Schweinfurt sind, warnt Trainer Cory Holden vor einem Selbstläufer. Er erinnert an den knappen 2:1-Sieg nach Verlängerung vor zwei Wochen in Unterfranken. „Bis ins letzte Drittel hinein stand es 0:0. Wir müssen also erst einmal durch den Schweinfurter Defensivriegel durchkommen.“ Dass Verantwortliche und Fans drei Punkte erwarten, weiß Holden. „Das erwarten wir ja von uns selbst auch, um in der Tabelle oben dabei zu bleiben.“ Aber gerade solche Spiele gegen vermeintlich schwächere Gegner hätten auch ihre Tücken. „Die Einstellung muss auch hier passen. Mit ein paar Prozent weniger Einsatz gewinnt man gegen keine Mannschaft in der Oberliga“, warnt der Trainer Woche für Woche.

Weiter verzichten müssen die Wölfe an diesem Wochenende auf Dan Heilman und David Hördler. Der Heilungsprozess bei beiden Spielern macht aber überraschend gute Fortschritte, so dass ein Comeback nach Weihnachten nicht auszuschließen ist. Nicht zur Verfügung steht heute Achim Moosberger, der bei seinem Stammverein im Zweitligaderby gegen Heilbronn die neue Eishalle in Bietigheim einweihen darf. Und erst kurz vor dem Eröffnungsbully gegen die „Mighty Dogs“ dürfte wohl die Entscheidung fallen, ob Marko Suvelo wieder zurück zwischen die Pfosten kann. Die Selber Nummer eins plagt eine Rückenverletzung. „So etwas habe ich noch nie gehabt. Ich weiß deshalb nicht, wie lange es dauert“, sagt Suvelo, dem von den Ärzten eine Pause von mindestens sieben Tagen empfohlen wurde. Auch hinter dem Einsatz von Kapitän Christopher Schadewaldt stand am Mittwoch noch ein kleines Fragezeichen. Wieder dabei ist dagegen Dennis Schütt nach seinem Einkaufssturz auf den am vergangenen Samstag spiegelglatten Straßen. Gut eingelebt in Selb hat sich Neuzugang Kevin Richardson. „Der Jetlag ist vorbei. Kevin schläft jetzt schon besser und fühlt sich wohl in der Mannschaft“, sagt Holden, der aber auf einen gravierenden Unterschied hinweist: „Wir haben schon eine halbe Saison hinter uns, Kevin aber erst zwei Spiele. Er braucht also noch etwas Zeit.“

Der Tabellenletzte aus Schweinfurt muss neben dem operierten Marc Vorderbrüggen auch auf den gesperrten Leistungsträger Igor Filobok verzichten. Hinter der Bande nimmt Manager Steffen Reiser den Platz von Trainer Viktor Proskurjkov ein. Der soll vor zwei Wochen nach dem Spiel gegen die Wölfe den Schiedsrichter angerempelt haben und ist mit einer Matchstrafe belegt worden. Reiser weiß, dass die Trauben in Selb hoch hängen, chancenlos sieht er seine Mannschaft aber nicht. „Es ist keine Aufgabe unlösbar.“ Und auszusetzen hatte der ERV-Manager in den letzten Wochen ohnehin wenig. „In den neun Spielen nach der Länderspielpause waren wir bis auf eine Ausnahme in Freiburg immer gleichwertig oder besser als der Gegner und haben verdient in sechs Spielen gepunktet.“ Was aber kein Grund sei, sich bei noch immer neun Punkten Rückstand auf einen Play-off-Platz zurückzulehnen. Im Gegenteil. „Wir müssen das Glück noch mehr erzwingen.“

Als „sauschwer“ schätzt Trainer Cory Holden am Sonntag die Aufgabe der Wölfe beim Spitzenreiter EC Peiting ein. Aus gutem Grund: An den letzten Sieg in Peiting kann sich selbst Mannschaftbetreuer Wolfgang Janda nicht erinnern. Und der ist schon einige Jahrzehnte im Amt. „Es wird Zeit, dass wir das mal ändern“, hofft Janda auf eine vorweihnachtliche Bescherung in Oberbayern. Wie das gelingen soll, glaubt Holden zu wissen. „Die Jungs sollen nicht viel nachdenken.“ Hinfahren, ausziehen und spielen, lautet die Vorgabe.

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