Knappe Niederlage bedeutet 1:1-Stand

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Hunderte mitgereiste Selber Schlachtenbummler sorgten schon vor Spielbeginn aber natürlich auch während dem Spiel sin der gut gefüllten Eishalle stimmungstechnisch für ein Heimspiel. Die Zuschauer selbst kamen in diesem Play-off-Spiel wahrlich auf ihre Kosten. Die Partie bot von Beginn an einen temporeichen offenen Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts. Die Wölfe selbst kamen zugleich zu ihren ersten Möglichkeiten. Piwowarczyk und Hendrikson vergaben allerdings. Besser machten es die Hausherren. Nach 5:38 durfte der Führungstreffer bejubelt werden, als Ortolf im Nachfassen vor dem Selber Kasten mit dem 1:0 zur Stelle war. 42 Sekunden später klingelte es erneut im Gehäuse der Wölfe mit einem nicht unhaltbaren Schuss. Die VER-Fans hatten aber feines Gespür, bauten mit Sprechchören ihren Keeper auf  - was sich im weiteren Spielverlauf auch auszuzahlen schien. Zuvor aber fanden die Hochfranken mit dem Anschlusstreffer die schnelle Antwort auf den Rückstand. Thielsch setzte sich allein in Szene, arbeitete sich durch und markierte den Treffer. In Überzahl hatten die Wölfe zunächst noch etwas gebraucht, um Lücken zu finden. Hendrikson brachte dann den Puck vors Tor, wo Hördler mit dem Ausgleich zur Stelle war. Nach einer applaudierten Boxeinlage zwischen Schiener und Frank hatte Selb weitere gute Möglichkeiten, jedoch kein Fortune im Abschluss Nach dann überstandenem Unterzahlspiel hatte Hendrikson im Angriffsdrittel die Scheibe ergattert, legte quer auf Mudryk, der eiskalt die Selber Führung erzielte. Die beiden letzten Spielminuten des ersten Abschnitts musste in 3/5-Unterzahl agiert werden. Mit Einsatz und guten Saves Ritters konnte diese Phase schadlos überstanden werden.

Zum Ausgleich kamen die Niederbayern jedoch in der 23. Minute, als nach Bullygewinn in der Selber Zone die Scheibe zu Schembri ging und er aus guter Schussposition traf. Selb jubelte nur wenig später. Piwowarczyk nahm ein Zuspiel gekonnt auf und zündete den Puck ins rechte Eck. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht lange stand. Vor dem Kasten des VER hatte Deggendorfs Ruderer den besten Überblick und schob zum 4:4 ein. Die Wölfe starteten in der Folge mehrere gute Angriffe. Das nächste Tor erzielten jedoch zur Hälfte der Spielzeit die Gäste, wenngleich auch aus klarerer Abseitsposition. Alles protestieren half aber nichts, der Referee gab das 5:4. Der VER nun wütend aber umgehend mit den nächsten Angriffen. Geisberger wie auch Heilman konnten die Scheibe aber nicht unterbringen, ehe zwei Minuten Unterzahl überstanden werden mussten. Anschließend fasste sich Thielsch ein Herz und stellte mit abgezocktem Spiel den Ausgleich zum 5:5 her.

Einem nicht minder spannenderen Schlussdrittel stand somit nichts im Wege. Beide Mannschaften hatten ihre Gelegenheiten und zwangen die Keeper zu viel Arbeit. Den Torschrei auf den Lippen hatten die Wölfe in der 51. Minute. Mudryk traf jedoch nur den Pfosten, Geisberger verfehlte ebenso knapp. Schlag auf Schlag ging es weiter, der Erfolg aber blieb aus. Knapp zwei Minuten vor dem Ende war es geschehen: Deggendorf kam zum Schuss und zum 6:5. Selb dann noch in Unterzahl, doch auch das herausnehmen des Torhüters für einen weiteren Feldspieler brachte nichts mehr.

Damit steht es in der Best-of-Five Serie nun 1:1. Bereits am Dienstag geht es weiter. Um 19:30 Uhr findet in der Autowelt König Arena das dritte Speil statt, am Freitag um 20 Uhr das vierte Match in Deggendorf.

Tore: 1:0 (5:36) Ortolf (Schembri), 2:0 (6:18) Sochatsky (Hackl), 2:1 (7:35) Thielsch, 2:2 (11:41) Hördler (Hendrikson; 5-4), 2:3 (17:33) Mudryk (Hendrikson), 3:3 (22:40) Schembri (Ortolf), 3:4 (24:20) Piwowarczyk (Mudryk, Geisberger), 4:4 (35:06) Ruderer (Selea), 5:4 (30:43) Ortolf, 5:5 (36:21) Thielsch (Dörner), 6:5 (58:19) Schembri. Strafen: Deggendorf 10 + 10 (Frank), Selb 14 + 10 (Schiener). Zuschauer: 1253.

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