Keine Punkte, aber viel LobERV Schweinfurt

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Auch der Spitzenreiter war nicht in Vollbesetzung erschienen, Trainer Cory Holden standen – gegenüber dem 13er-Aufgebot der Schweinfurter – auch nur gerade 15 Feldspieler zur Verfügung, wobei die Hauptleistungsträger der Wölfe aber so ziemlich komplett versammelt waren. Ein flottes erstes Drittel mit zahlreichen Torszenen und Toren ließ den immensen Abstand zwischen Erstem und Letztem der Tabelle nicht erkennen. Sehr engagierte und schussfreudige Dogs, die erfreulich viel direktes Spiel hinlegten, waren ein durchaus ebenbürtiger Gegner. Und sie zeigten weit mehr Selbstvertrauen als vermutet: Situationen wie Lukas Rindos‘ Schuss aus der Drehung zum 2:3 oder Vitali Stähles Unterzahl-Solo zum Ausgleich waren in den Vorwochen oft versiebt worden.

Ab dem zweiten Durchgang wurde die Partie zerfahrener. Viele Unterbrechungen sorgten mit dafür, dass bei beiden Mannschaften die klare Linie verloren ging. Zwei Treffer ließen die Gäste zunächst davonziehen, aber diesmal erfolgte daraus kein Einbruch bei den Mighty Dogs, die bis zur zweiten Pause den Ein-Tor-Abstand wieder herstellten. Hier hätte sogar mehr herausspringen müssen – nach der Spieldauerstrafe für Travis Martell hatte man genügend Zeit (teilweise auch gegen nur drei Gegner auf dem Eis), operierte jedoch meist zu hektisch und schaffte es nicht, den nötigen Druck zustande zu bekommen.

Im letzten Spielabschnitt waren die Dogs nahe dran am 6:6 und hätten sich die Verlängerung sicher verdient gehabt. Wenn man nun das fehlende Stückchen Glück monieren will, darf man aber auch nicht vergessen, dass Selb mindestens den einen satten Pfostentreffer verzeichnen konnte. Nach Mudryks 5:7 blieb dann kaum eine Möglichkeit zu einem eventuellen Schlussspurt, denn gleich danach kam eine Schweinfurter Strafzeit dazwischen, und die letzten zwei Minuten beschäftigte der VER routiniert seine Gegner. Sehr viel Unterschiede gab es nicht zwischen den beiden Teams, was die Wölfe an diesem Abend voraus hatten, war die geringere Fehlerqoute und die Fähigkeit, ihre Tore zum richtigen Zeitpunkt zu setzen. Die Fans der Mighty Dogs konnten aber ihre Mannschaft mit Anerkennung verabschieden.

Tore: 0:1 (3.) Schadewaldt (Piwowarczyk, Geisberger), 1:1 (3.) Stähle (Rindos, Litesov), 1:2 (4.) Moosberger (Fiedler, Hördler), 1:3 (8.) Schadewaldt (Piwowarczyk, Geisberger), 2:3 (11.) Rindos (Stähle, Litesov), 3:3 (16.) Stähle (4-5), 3:4 (17.) Martell (Mudryk, Schadewaldt/5-4), 3:5 (24.) Schneider T. (Hördler, Fiedler), 3:6 (26.) Piwowarczyk (Schadewaldt, Mudryk), 4:6 (33.) Litesov (Rindos, Vojta/5-4), 5:6 (40.) Vojta (Stähle, Rindos/5-4), 5:7 (55.) Mudryk (Piwowarczyk, Geisberger). Strafen: Schweinfurt 12, Selb 20 + 5 + Spieldauer (Martell). Zuschauer: 487.

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