Katastrophen-Drittel bringt Memminger Indians um den Lohn6:7 nach 6:1 gegen Passau

Frust beim ECDC Memmingen: Ein 6:1-Vorsprung reichte gegen Passau nicht zum Sieg. (Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)Frust beim ECDC Memmingen: Ein 6:1-Vorsprung reichte gegen Passau nicht zum Sieg. (Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)
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Mit zwei starken Auftritten und fünf Punkten aus den letzten zwei Auswärtsspielen im Rücken gingen die Indians in die Partie gegen den Aufsteiger aus Passau. Die Indians waren auf Revanche für die herbe Hinspielniederlage aus, mussten am Ende aber betröppelt das Eis verlassen.

Dabei hatte alles ganz gut angefangen. Nach verhaltenem Start und frühem Rückstand kämpften sich die Indians in die Partie und drehten das Spiel durch Tore von Kittel und Herm. Im zweiten Abschnitt dann die vermeintliche Vorentscheidung, als Schmid, Fitzgerald, Pfalzer und Grözinger auf 6:1 erhöhten und damit die vermeintlichen Punkte sicherten.

Was dann aber in den letzten 20 Minuten geschah, ließ nicht nur den Fans der Indians die Zornesröte ins Gesicht steigen. Die zwei Anschlusstreffer in der 45. und 47. Minute, beide durch Kontingentspieler Blackburn erzielt, waren noch zu akzeptieren, vor allem da sich die Indians anschließend scheinbar wieder berappelt hatten. Doch spätestens als dann das 6:4 durch Franz folgte und Trainer Waßmiller eine Auszeit nehmen musste, brachten die Hausherren keinen Fuß mehr aufs Eis. Komplett verunsichert und weiterhin mit einer leichtsinnigen Spielweise luden die Memminger ihre Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Schindlbeck und wenig später erneut Blackburn glichen die Partie aus und brachten Sergej Waßmiller an der Bande zum Toben. Die zahlreichen Memminger Fans vor den Bildschirmen ahnten wohl bereits, was jetzt folgen sollte. Eine Minute vor dem Ende setzten die Niederbayern zum finalen K.o.-Schlag aus und erzielten das 6:7 gegen völlig indisponierte Indianer, die ihrerseits keine Offensivaktion mehr zustande brachten.

Pure Ratlosigkeit ob dieses Auftretens herrschte noch minutenlang nach der Schlusssirene am Hühnerberg vor, Trainer Sergej Waßmiller wird in der kommenden Woche einiges aufzuarbeiten haben. Über das ganze Spiel gesehen war die Partie ein Spiegelbild der aktuellen Saison der Rot-Weißen, die immer wieder komplett gegensätzliche Auftritte an den Tag legen und damit alle Anhänger des Memminger Eishockeys verwundert zurücklassen. Im Moment stehen die Indians weiterhin auf Rang neun, mindestens Platz zehn muss es sein, um wenigstens die Pre-Play-offs zu erreichen. Ob es ihnen gelingt den Schalter wieder umzulegen, wird man bereits am Freitag im Heimspiel gegen Peiting sehen. Zwei Tage später folgt die nächste Partie am Hühnerberg, dann ist Deggendorf zu Gast.


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