Kann der EHC offene Rechnungen begleichen?EHC Bayreuth

Kann der EHC offene Rechnungen begleichen?Kann der EHC offene Rechnungen begleichen?
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Den Anfang macht man Freitag um 20 Uhr in Regensburg, wo man im Heimspiel genauso eine knappe Niederlage (3:4) einstecken musste, wie in Klostersee (2:4) die Sonntag um 18 Uhr in den Tigerkäfig kommen. Da beide Gegner auch ganz direkt im Kampf am Play-off-Strich (Klostersee Platz sechs mit 42 Punkten und Regensburg Platz acht mit 40 Zählern) involviert sind, wird es dabei auch wichtig den Abstand zum ominösen Platz neun zu beachten. Weitere Gemeinsamkeit ist dass man in beiden Spielen durch Strafen auf die Verliererbahn geriet. Gegen die Donaustädter waren es zwei große Strafen die im Falle von Ivan Kolozvary aber schon abgebüßt ist und bei Marcel Juhasz gab es einen Freispruch vom Schiedsgericht, so dass beide wieder mitwirken werden. In Klostersee kassierte man drei von vier Gegentoren in Unterzahl. Einer von Trainer Waßmillers Leitsprüchen „Wir müssen weg von der Strafbank bleiben dann haben wir gegen jeden in dieser Liga unsere Chancen, anders herum wird es aber auch schwieriger“ erlangte wieder einmal eher ungewollte Bestätigung. Dazu kommt noch dass der Kräfteverschleiß bei den Oberfranken auch durch das Mammutprogramm des Dezembers mit elf Spielen immer wieder seinen Tribut fordert.

Regensburg befindet sich zuletzt massiv im Aufwind (holte 13 von 15 Punkten aus den letzten fünf Spielen) und hat auch am Kader Veränderungen vorgenommen. Für den nicht komplett überzeugenden Amerikaner Brandon Nunn (jetzt Erding) lotste man Routinier David Musial aus Weiden an den Dom, der allerdings gegen die Tigers wegen einer Spieldauerstrafe genauso gesperrt fehlen wird wie Torwart Cinibulk nach seiner Vier-Spiele-Sperre aus dem Hinspiel, gegen die der EVR allerdings Einspruch eingelegt hat. Dazu setzt man nun noch etwas mehr auf den eigenen DNL Nachwuchs, aus denen z.B. die Stürmer Patocka oder das Riesentalent Heger sogar schon als Scorer auftreten und die erfahreneren Fical und Tegkaev als offensive Stützen mehr und mehr entlasten. Aus der Defensive kommt ebenfalls sehr viel Gefahr von den schussstarken Feuerecker und dem Tschechen Schmidt, die zusammen schon beachtliche 19 Treffer erzielt haben. Bisher waren alle Spiele zwischen dem EVR und dem EHC extrem umkämpft und wurden nur durch ein Tor Unterschied entschieden. Für Spannung ist also bestimmt wieder gesorgt.

Auch bei den Klosterseeern kann man aktuell von einer sehr guten Saisonphase sprechen. Das Team von Ex-ESVB-Coach Irwin punktet inzwischen mehr als konstant und schiebt sich dadurch nach einem durchwachsenen Saisonstart in der Tabelle nun immer weiter nach Vorne. Die dort traditionellen Tugenden wie Kampfkraft und Laufspiel kommen jetzt besser zur Geltung als nach der wegen Unbespielbarkeit des eigenen Stadions erst verspätet begonnenen Vorbereitung, was sich offensichtlich auch negativ auf die ersten Spiele auswirkte. Dieser Rückstand wurde inzwischen aufgeholt, die Verletzten kehren zurück und schon läuft es deutlich besser bei den Rot-weißen. Von den Verteidigern kommt dort allerdings eher weniger Offensivkraft, die Torgefahr geht da hauptsächlich von den Stürmern Warda, Möhle, Elias, Acker und Käfer aus. An den einseitigen und klaren 6 bzw. 5:0-Siegen im November darf man sie jedenfalls nicht mehr messen. Die Niederlage der Tigers vom Montag war da ein deutlicher Fingerzeig.


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