Kampfgeist allein reichte nichtERV Schweinfurt

Kampfgeist allein reichte nichtKampfgeist allein reichte nicht
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In einer interessanten und meist schnell geführten Partie mussten sie sich einem starken Gegner geschlagen geben, der aufgrund seiner Abgezocktheit nicht unverdient gewonnen hat, wenn es auch längst nicht so deutlich war, wie es das Endergebnis auszudrücken scheint.

Mit seiner Aufstellung hatte Viktor Proskuryakov eine Überraschung parat: Statt Egars Apelis nahm diesmal Bryce Hollweg die zweite Kontingentstelle ein. Da Marc Vorderbrüggen ohnehin noch fehlte, verstärkte der Schweinfurter Trainer die dritte Reihe, wo der Amerikaner neben Beppi Eckmair und Jens Feuerfeil auflief.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel, das die Dogs bemüht waren zu dominieren. Gegen nur drei Regensburger Feldspieler gelang denn auch ziemlich bald der Führungstreffer durch eine Art Lupfer von Mikhail Nemirovsky. Trotz weiterer Gelegenheit, sich im Überzahlspiel zu üben, brachte man in dieser Disziplin aber lange Zeit nicht viel Nennenswertes zustand; zu statisch agierten da die Spieler und zu langsam wanderte die Scheibe herum, so dass der Vorteil des einen Mannes mehr kaum zum Tragen kam. Die Passungenauigkeit, vor allem in Bedrängnis, sorgte auch wieder für einige Puckverluste im eigenen Drittel, was die Gäste zunehmend mit ins Spiel brachte. Und dass der EVR genügend ausgebuffte Routiniers besitzt, um Freiräume vor dem Kasten zu nutzen, zeigte Martin Ancicka beim Ausgleich.

Auch nach der ersten Pause machten die Schweinfurter nichts aus ihren Powerplays - dann war Regensburg dran, als nacheinander ein Dog den anderen auf der Strafbank ablöste. Das Penaltykilling funktionierte eine Zeit lang hervorragend, bis Petr Fical eine schöne, schnelle Kombination zum 1:2 abschloss. Damit nicht genug: Ein perfekt gespielter Break erhöhte das Ergebnis zugunsten der Gäste, die schon vorher recht erfolgreich die neutrale Zone dicht machten und den Dogs kaum Raum zur Entfaltung ließen. Das war ernüchternd; dennoch hätte es zur zweiten Pause freundlicher aussehen können - dem zweiten Tor der Schweinfurter stand beim Powerplay nur der Pfosten im Weg.

Am Willen mangelte es nicht, das war ein klarer Pluspunkt zugunsten der Mighty Dogs, die sich durch überhastetes Spiel aber oft selbst das Leben schwer machten. Der Anschlusstreffer wurde durch ihren Kampfgeist erzwungen: Dinitri Litesov hatte in eigener Unterzahl den Puck erobert, scheiterte jedoch am Regensburger Goalie Cinibulk. Den Abpraller verwertete der mitgefahrene Bryce Hollweg zum 2:3 - und zu seinem ersten Punktspieltor für die Dogs. Jetzt brandete wieder Hoffnung auf, und als ein wuchtiger Schlagschuss von Oliver Kämmerer einschlug, schien der Ausgleich geschafft. Allerdings war bereits während der Aktion wegen Torraumabseits abgepfiffen worden. Das 2:4, bei dem sich Benjamin Dirksen wieder zwei Angreifern gegenüber sah, setzte dem einen weiteren Dämpfer auf. Ausreichend Zeit blieb da nach, und die Dogs versuchten natürlich noch einmal, heranzukommen, aber ihre Offensivversuche zeigten zu wenig Durchschlagskraft. Am Ende, als der ERV in der letzten Minute den Torwart herausgenommen hatte, konnte dann Piecha ohne Mühe den fünften Treffer der Gäste setzen.

Mutlos muss die Dogs diese Begegnung sicher nicht machen. Wieder hat sich bestätigt, dass gegen die Topteams der Liga die Trauben sehr hoch hängen, aber an einem guten Tag auch nicht unerreichbar sind. Mit der gezeigten Leistung kann man um den achten Platz auf jeden Fall konkurrieren.

Tore: 1:0 (4.) Nemirovsky (Filobok/5-3), 1:1 (14.) Ancicka (Sicinski, Fical), 1:2 (29.) Fical (Sicinski, Selea/5-4), 1:3 (34.) Michl (Feuerecker, Prantl), 2:3 (45.) Hollweg (Litesov/4-5), 2:4 (48.) Sicinski (Piecha, Rehthaler), 2:5 (60.) Piecha (ENG). Strafen: Schweinfurt 18, Regensburg 26. Zuschauer: 645.

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