Kamil Vavras Tor bringt Fire die Führung in der Play-down-SerieDeggendorfer SC

Kamil Vavras Tor bringt Fire die Führung in der Play-down-SerieKamil Vavras Tor bringt Fire die Führung in der Play-down-Serie
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Kamil Vavra entschied diese enge Partie mit seinem Treffer in der 6. Minute der Overtime und brachte sein Team im Kampf um den Klassenerhalt in eine sehr gute Ausgangsposition, denn Weiden ist am Freitag (20 Uhr) unter Zugzwang. Eine neuerlicher Sieg und Deggendorf wäre sportlich für die Oberliga-Saison 2014/15 qualifiziert. Verzichten muss man dabei allerdings auf Patrick Geiger, für den nach einer Matchstrafe die Saison vorzeitig beendet ist.

Vor dem Spiel gegen Weiden durften sich einige anwesende Spieler der Jugendmannschaft feiern lassen, die in überlegener Manier die Meisterschaft der Bayernliga feiern konnten und nun den Aufstieg in die neugeschaffene DNL für Jugendmannschaften anstreben. Dagegen geht es für Fire um nichts weniger als den Klassenerhalt und in Spiel 3 gegen Weiden wollten Benda & Co. einen weiteren Schritt in diese Richtung machen. Das Spiel begann mit einer ersten Unsicherheit von Gäste-Goalie Huber und einer Weidener Strafzeit, aber trotz guter Chancen fiel der Führungstreffer nicht. Den musste man kurz darauf auf der Gegenseite hinnehmen, als Dusan Andrasovsky eine Lücke in der Fire-Abwehr nutzte (4.) und die mitgereisten Gäste-Fans zum Jubeln brachte. Wie in den beiden vorangegangenen Spielen musste die jeweilige Heimmannschaft einem Rückstand hinterher laufen und Weiden schaffte es auch noch, die Führung auszubauen. In Überzahl verwertete Barry Noe ein perfektes Zuspiel zum 0:2. Doch schon im Gegenzug hatte Fire eine Antwort parat, Kamil Vavra gelang in der 12. Minute der schnelle Anschlusstreffer. Deggendorf gelang es in der Folgezeit, Weiden mit mehr körperlicher Präsenz den Schneid abzukaufen. Stefan Ortolf hätte beinahe den Ausgleich erzielt, für den dann Youngster Manuel Wiederer sorgte. Im schönsten Fire-Angriff des Abends bereiteten Schembri und Vavra gekonnt vor und Wiederer, der schon auf dem Notizzettel vieler höherklassiger Clubs steht, ließ Daniel Huber im Devils-Tor keine Chance. Das Spiel war nun wieder offen und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Ein Grassi-Solo auf Weidener Seite und ein abgefälschter Fire-Schuss Sekunden vor Schluss waren die letzten Aufreger eines umkämpften Drittels.

Im Mittelabschnitt begann Fire wieder mit körperlich betontem Spiel, dass den Devils gar nicht behagte. Patrick Geiger war nach einer Minute allerdings zu ungestüm und nach einem Check schickte ihn Schiedsrichter Sicorschi mit einer Matchstrafe zum Duschen. Somit ist die Saison für Patrick Geiger vorzeitig beendet. Deggendorf hatte dadurch eine fünfminütige Unterzahl zu überstehen, doch Weiden erzielte die erneute Führung, als Daniel Willaschek humorlos abzog. Mit Glück und einem wiederum starken Schlussmann Agricola als sicheren Rückhalt überstand man die weitere Unterzahl aber schadlos. Andrew Schembri hatte bei einem Break sogar die Chance zu einem Shorthander, aber der Schuss ging knapp über die Latte. Als dann ein Weidener Spieler die Strafbank drückte, erzielte auch Fire einen Überzahltreffer. Sandro Agricola brachte den Puck schnell zu Andreas Maier, der bediente Manuel Wiederer und mit der Kaltschnäuzigkeit eines alten Haudegens schob er den Puck an Huber vorbei ins Tor. Wieder hatte Fire einen Rückstand aufgeholt.

In den letzten 20 Minuten hatten beide Mannschaften die Möglichkeit, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, aber aufmerksame Abwehrreihen und starke Schlussmänner ließen keine weitere Treffer zu. So musste die Verlängerung entscheiden, die Spielzeit beträgt in den Play-downs/-offs ebenfalls zwanzig Minuten, allerdings entscheidet das erste Tor. Und hier war das Glück auf Seiten von Fire, als Andrew Schembri in der 6. Minute der Overtime in seiner unnachahmlichen Art hinter dem Tor die Scheibe erkämpfte und den heranstürmenden Kamil Vavra bediente und dieser über Huber hinweg den viel umjubelten Schlusspunkt einer kämpferischen Mannschaftsleistung setzte. Herausragend dabei Vavra selbst mit zwei Toren und einer Vorlage, Manuel Wiederer mit ebenfalls zwei Treffern und die Vorbereiter Benda (2 Assists) bzw. Schembri (3 Vorlagen).

Für Weidens Trainer Peter Hampl zeigte sich der Sport einmal mehr von seiner brutalen Seite, denn „seine Mannschaft hätte den Sieg ebenfalls verdient gehabt“. Der Druck liegt nun natürlich bei seiner Mannschaft, „aber ich bin mir sicher, dass wir uns am Sonntag noch einmal sehen. Die Serie wird am Freitag nicht zu Ende gehen“, so ein sichtlich konsternierter Gäste-Coach, der Zweckoptimismus verbreitete. Sein Gegenüber Günther Eisenhut war sichtlich erleichtert und zollte der Mannschaft Respekt, die zweimal einen Rückstand aufholte und sich auch nicht von der Matchstrafe aus dem Konzept bringen ließ. „Am Freitag wollen wir wieder von der Strafbank fernbleiben und unsere Fehlerquote vom letzten Auftritt in Weiden weiter verringern“, ließ Eisenhut wissen, „wir wollen die Serie beenden, auch wenn uns sicherlich wieder ein heißer Tanz bevorstehen wird.“ Nicht mitwirken kann wohl auch Christian Retzer, der nach dem Spiel in Weiden an einer Schulterverletzung laboriert und wenn überhaupt nur mit einer Manschette auflaufen können wird. Doch auch die zur Verfügung stehenden Spieler haben gezeigt, dass sie gegen Weiden bestehen und die Saison letztlich positiv abschließen können.


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