Kaltschnäuzig erst im PenaltyschießenLöwen gewinnen in Sonthofen

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Es ist nicht leicht zu entscheiden, ob die Tölzer Löwen beim 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 1:0)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen gegen den ERC Sonthofen zwei Punkte gewonnen oder einen verschenkt haben. Vermutlich haben beide Sichtweisen eine gewisse Richtigkeit.

Die Isarwinkler hatten ihre Gastgeber von Anfang an im Griff und erspielten sich eine Chance nach der anderen. Es dauerte allerdings 15 Spielminuten, bis sie das erste Mal jubeln durften. Tobias Eder behauptete die Scheibe, legte quer auf Christian Kolacny, welcher den Schläger von Thomas Schenkel anschoss. Der Puck war abgefälscht – Torwart Korbinian Sertl ohne Chance. In die Pause retten konnten die „Buam“ den Vorsprung allerdings nicht. Mit einem ihrer wenigen Angriffe glichen die Allgäuer aus. Christian Tarrach traf von der blauen Linie an Mann und Maus vorbei zum 1:1.

Auch im zweiten Spielabschnitt waren die Löwen die bessere Mannschaft. Belohnt wurden sie mit der erneuten Führung durch Tom Kimmel. Johannes Sedlmayr legte bei einem Konter quer, und sein Sturmpartner traf frech durch die Beine des verdutzten Sonthofener Schlussmannes. Bei diesem Spielstand sollte es bleiben – vorerst. Axel Kammerer sprach auf der anschließenden Pressekonferenz von einem „Kampfspiel“. Ein passender Begriff – Sonthofen rackerte bis zum Umfallen. Die Tölzer drückten auf das 3:1, hatten gar zwei Pfostenschüsse. Flo Strobl und Johannes Sedlmayr trafen mit ihren Versuchen nur das Aluminium. Es folgte die Strafe für die Fahrlässigkeit im Abschluss: der Ausgleich. Neun Minuten vor Ende der Partie erzielte Martin Guth das 2:2. Sowohl Spieler, als auch die acht mitgereisten Fans waren sichtlich geschockt. In der restlichen regulären Spielzeit passierte, wie auch in der Verlängerung, nichts mehr. Das Penaltyschießen musste entscheiden. Wie schon gegen Deggendorf behielten die „Buam“ die Oberhand. Nach dem verwandelten Versuch von Jordan Baker musste Johannes Sedlmayr treffen, um die Chance auf den Zusatzpunkt zu wahren. Er ließ Sertl aussteigen und traf eiskalt mit der Rückhand. Auch bei seinem zweiten Versuch verwandelte der Stürmer kaltschnäuzig und sicherte damit die zwei Punkte für die Löwen.

Am Sonntag geht es in der heimischen Hacker-Pschorr-Arena weiter. Gegner ist der EHC Bayreuth, eine Mannschaft, die die Löwen in dieser Spielzeit schon zweimal schlagen konnten, die aber auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Spielbeginn ist um 18 Uhr.

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