Islanders laden gegen Waldkraiburg Lindauer Vereine ein EV Lindau trifft auf den Favoritenschreck

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„Vereinsarbeit ist wichtig und wir Lindauer Vereine müssen zusammenhalten, deshalb haben wir Vorstände, Mitglieder und Helfer zu diesem Spiel eingeladen“, sagt EVL-Marketingvorstand Patrick Meier. „Es soll für alle ein schöner gemeinsamer Abend und ein Start ins neue Jahr werden.“

Das Spiel wird es für Akteure und Fans ohnehin gleich in sich haben. Mit dem überraschenden 4:1-Sieg gegen Tabellenführer Deggendorf konnten die Islanders den Abstand auf Platz acht immerhin auf drei Punkte verringern, da der direkte Konkurrent Weiden erst in der Verlängerung gegen Sonthofen gewann. „Die Mannschaft hat am Samstag die richtige Antwort gegeben und eine überragende Leistung gezeigt“, sagt Präsident Marc Hindelang. „Wir können die Play-off-Teilnahme noch schaffen. Dafür brauchen wir aber noch genau fünf solcher Auftritte.“ Nur wenn die Islanders weiterhin alles aus sich herausholen, können sie den Druck auf die Blue Devils Weiden aufrecht erhalten. „Wenn sie sich einen Ausrutscher erlauben, werden wir da sein.“ Das Restprogramm der Kontrahenten ist dabei nahezu identisch. Weiden trifft zu Hause auf Landshut, Waldkraiburg und Selb, sowie Miesbach und Deggendorf auswärts. Die Islanders empfangen nach Waldkraiburg noch Regensburg und Memmingen und müssen nach Landshut und Miesbach.

Gleichzeitig bedeutet das auch, dass sich die Lindauer nun selbst auch nichts mehr erlauben können. Vor allem müssen sie nun ihre „Allergie“ gegen Teams auf Augenhöhe bekämpfen und gegen Waldkraiburg so wie gegen die Spitzenteams auftreten. Die Löwen kommen zwar als Elfter in die Eissportarena, spielen aber aktuell so wie ein Team, dass um die Play-offs spielt. Die Oberbayern trotzten in den letzten Wochen einigen Widrigkeiten. Zahlreiche Ausfälle ließen den EHC im Kampf um Platz Acht deutlich zurückfallen, dazu kamen gleich zwei Trainerwechsel. Nach der Trennung von Sergej Hatkevitch sprang zunächst Rainer Zerwesz ein, der erst im Frühjahr von seinem Amt zurückgetreten war, ehe Anfang Dezember Ex- DEL Profi Thomas Martinec die Mannschaft übernahm. Der blieb aber auch nur drei  Wochen und wechselte nun weiter nach Kitzbühel. Aber kein Problem für den EHC Waldkraiburg: Es gibt ja Rainer Zerwesz. Was dem FC Bayern Jupp Heynckes, ist der ehemalige Nationalspieler für die Löwen: Bis zum Saisonende springt der Erfolgstrainer nun wieder ein, der den EHC zur Bayernliga- Meisterschaft 2016 und der Play-off -Meisterschaft 2017 führte – beide Male führte hier der Weg über die EV Lindau Islanders. Man kennt sich also und ist gewarnt. 

Das zweite Comeback der Saison gelang unter dem neuen Trainer mit einem 3:1-Sieg über den EV Landshut, erst die zweite Niederlage der Niederbayern in den letzten elf Spielen. Zuvor schon hatte der EHC mit den Star Bulls Rosenheim ein weiteres Top- Team geschlagen. „Die Mannschaft bringt sich gerade für die Verzahnungsrunde in Form und wird jedes Spiel nutzen, um Erfolgserlebnisse zu sammeln und sich in der Tabelle noch zu verbessern“, sagt Hindelang. Deshalb sei der EHC, der im Kern noch immer aus den Aufstiegshelden wie Daniel Hämmerle, Lukas Wagner, Michael Trox und Max Kaltenhauser besteht und mit Topscorer Brent Norris (27 Punkte, 15 Tore) und dem nachverpflichteten Tomas Rousek ein starkes Ausländerduo im Sturm hat, ein extrem gefährlicher Gegner. Zudem dürfte Torhüter Korbinian Sertl an alter Wirkungsstätte ebenfalls topmotiviert sein.

Die Islanders werden auch gegen Waldkraiburg auf Jeff Smith verzichten müssen, dessen Kopfverletzung einen Einsatz auf absehbare Zeit nicht zulässt. „Wir prüfen den Markt nach einem kurzfristigen Ersatz, denn wir wollen keine Chance ungenutzt lassen, den achten Platz noch zu schaffen. Die Mannschaft hat gegen Deggendorf gezeigt, dass sie das unbedingt will und wir werden sie dabei unterstützen“, sagt Hindelang. Allerdings sei der Markt gerade recht übersichtlich.

Bis hier Vollzug gemeldet werden kann, müssen sich die Islanders also selbst helfen. „Wir sind zusammengerückt und als Team aufgetreten. Das müssen wir weiter tun“, sagt Trainer Dustin Whitecotton. Gegen Deggendorf hatte der Lindauer Trainer die Schwenninger DNL- Förderlizenzspieler Kevin Richter und Christian Bauhof im Kader, die eventuell im Vorrundenendspurt wieder kommen können. Schließlich ist der Lindauer Kader nun durch die aktuellen Verletzungen und die freiwilligen Abgänge während der Saison (Miller, Malzer, Tischendorf) auf Kante genäht. „Zusammenhalt ist eine wichtige Basis, damit wir Konstanz schaffen. Die hat uns in dieser Saison leider oft gefehlt.“ Allerdings sei es noch nicht zu spät dafür.

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