Islanders chancenlos in Selb1:11-Niederlage des EV Lindau

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„Selb hatte einen überragenden Tag, wir leider einen sehr schlechten“, sagte EVL-Geschäftsführer Sebastian Schwarzbart, der dennoch zugeben musste, dass die Islanders den Kampf nicht angenommen und sich erst im letzten Drittel gewehrt hätten. Dabei mussten die Lindauer ersatzgeschwächt antreten und erkennen, dass sie das Fehlen von gleich drei Topspielern (Martin Sekera, Lubos Sekula und Jiri Mikesz) nicht kompensieren konnten.

Vielleicht hätten die Islanders den Favoriten nicht reizen und selbst in Führung gehen sollen. Denn nach dem frühen 0:1 durch Petr Heider schon nach zwei Minuten brannten die Oberfranken vor 1625 Zuschauern ein Feuerwerk sonders gleichen ab. So hielt die Lindauer Führung nur 65 Sekunden, ehe der herausragende Herbert Geisberger, der alleine vier Tore an diesem Abend erzielte, ausgleichen konnte. Nur zweieinhalb Minuten später leisteten sich die Gäste einen Wechselfehler, den Selb gleich im ersten Powerplay durch Achim Moosberger bestrafte. Keine Minute später erhöhte Dennis Schiener auf 3:1. EVL- Coach Dustin Whitecotton nahm daraufhin bereits eine Auszeit, was zumindest den Erfolg hatte, dass die Islanders bis zur Drittelpause keinen Treffer kassierten.

Im Mitteldrittel gingen die Lindauer dann aber in der großen „Geisberger-Show“ unter. Der Stürmer erzielte zwischen der 27. und 32. Minute einen lupenreinen Hattrick und erhöhte auf 6:1. Schiener und wieder Moosberger trafen dann sogar innerhalb von 18 Sekunden zum 8:1 (37.). „Läuferisch und körperlich waren wir total unterlegen und haben uns im zweiten Drittel leider abschlachten lassen“, sagte Schwarzbart dazu.

Nach acht Gegentreffern wurde der bedauernswerte EVL- Goalie Beppi Mayer durch Korbinian Sertl ersetzt, der aber auch schnell hinter sich greifen musste. Nach Schieners Treffer zum 9:1 (43.) war es nur noch eine Frage der Zeit, wann das Ergebnis zweistellig werden würde, da Selb wie schon beim 9:1 gegen Höchstadt nie zurückstecke, sondern 60 Minuten lang auf Torejagd ging. Moosberger, wie Schiener dreifacher Torschütze, erledigte dies sechs Minuten vor dem Ende. Kyle Piwowarczyk setzte in der 56. Minute noch den Endstand zum 11:1 drauf, der auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Deprimierend für die Islanders, die nun gegen Waldkraiburg eine deutliche Reaktion zeigen müssen.

Schlag auf Schlag geht es in der Oberliga Süd für die EV Lindau Islanders. Zum dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen empfangen die Lindauer am Dienstag (17.30 Uhr) den EHC Waldkraiburg zum Feiertagsspiel.