Indians reagieren: Steven Deeg wechselt nach MemmingenZweiter Sieg in der Verlängerung: Erneut Punkte gegen Garmisch

(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)(Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)
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Am Ende stand ein verdienter 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 1:0)-Sieg nach Verlängerung für den ECDC Memmingen auf der Anzeigetafel. Die Indians sahen lange wie der Sieger aus, erst kurz vor dem Ende kamen die Hausherren vom SC Riessersee zum Ausgleich, der ihnen die Verlängerung bescherte. In dieser behielten die Indianer die Oberhand und gehen damit als Tabellenführer ins neue Jahr.

Gleich zu Beginn entwickelte sich eine muntere Partie an der Zugspitze. Auch wenn im ersten Drittel keine Treffer fielen, kamen die gut 2300 Zuschauer auf ihre Kosten.

Gleich im zweiten Abschnitt kamen die Indians dann zur Führung, als ein Schuss von Brad Snetsinger im Nachsetzen von Fabian Voit verwertet werden konnte. Der Ausgleich der Hausherren kam aber nur wenig später, als Thomas Radu einnetzen konnte, der einige Minuten später sogar noch einen Penalty erhielt, bei dem Joey Vollmer aber parieren konnte. Eine halbe Minute vor der Pausensirene trafen dann die Indians. Tim Richter vollendete nach starkem Pass von Dennis Miller in Überzahl und brachte sein Team erneut in Front.

Hin und her ging es dann im letzten Abschnitt, die Indians überstanden einige schwierige Unterzahlsituationen und konnten in einer solchen sogar noch einen Treffer erzielen. Brad Snetsinger spitzelte dem Garmischer Verteidiger den Puck von der Kelle und ließ Daniel Allavena im Gehäuse des SCR keine Chance. Somit zwang er auch Trainer Georg Kink dazu, den Torhüter bereits sehr früh vom Eis zu nehmen. Der SCR setzte sich im Drittel der Indians fest und konnte schnell den Anschluss wiederherstellen, als Uli Maurer einen Schuss unhaltbar abfälschte. Bitter für die Indians wurde es dann rund 40 Sekunden vor dem Ende, als der Mut der Blau-Weißen belohnt wurde und der Puck erneut hinter Joey Vollmer einschlug. Sein Namensvetter des Kontrahenten, Riessersees Kapitän Florian Vollmer konnte einen Nachschuss zum Ausgleich verwerten und schickte die Partie somit in die Overtime.

In dieser Verlängerung hatten die Indians etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten. Eine davon verwertete schließlich Patrik Beck zum Sieg und sicherte den Indianern damit den Zusatzpunkt, welcher den Abstand auf Rang 2 sogar noch einmal vergrößterte.

Der ECDC Memmingen kann zum Jahresausklang einen weiteren Spieler im Kader begrüßen. Aus Duisburg wechselt Angreifer Steven Deeg zu den Indians. Der 26-Jährige soll den durch Abgänge und Verletzungen dezimierten Sturm verstärken und bereits am Freitag gegen Füssen sein Debüt geben.

Nach intensiver Suche können die Memminger Indians weiteren Zuwachs für ihren Kader in der Maustadt begrüßen. Mit Steven Deeg haben die Rot-Weißen einen gefährlichen Angreifer aus der Oberliga-Nord verpflichten können. Die Indians waren mit dem Deutsch-Kanadier bereits im Sommer regelmäßig in Kontakt, ein Transfer kam hier letzten Endes aber noch nicht zustande. Nun löste Deeg seinen laufenden Vertrag bei den Füchsen Duisburg auf, der Weg für einen Wechsel in die Maustadt war frei. Steven Deeg kam zur Saison 2018 erstmals nach Deutschland und heuerte in Duisburg an, wo er sofort einschlug und zu den besten Scorern zählte. Auch in dieser Saison kann er bereits 18 Scorerpunkte vorweisen. Insgesamt kommt Deeg auf 58 Torbeteiligungen in 68 Spielen der Oberliga.

Ein Transfer war aus Sicht der Indians-Verantwortlichen erforderlich, da die Memminger nur noch über neun eigene Stürmer verfügen. Bereits seit den schweren Verletzungen von Daniel Huhn und Milan Pfalzer sowie den ungeplanten Abgängen während der Saison wurde der Markt gründlich sondiert, um bei etwaigen Ausfällen weiterhin drei Angriffsreihen aufbieten zu können. „Auch im Falle einer Abberufung von Dennis Miller nach Augsburg müssen wir in der Lage sein, selbstständig drei ausgeglichene Sturmreihen aufbieten zu können“, so Sven Müller zur Notwendigkeit der Verpflichtung. „Weiterhin ist es durchaus wahrscheinlich, dass wir ab Januar auch gelegentlich Spieler für die DNL-Mannschaft der Panther abstellen werden, da uns sehr an einer langfristigen Partnerschaft gelegen ist und der AEV sein Team möglichst in der ersten Division halten will“.

Steven Deeg wird aller Voraussicht nach bereits am Freitag (20 Uhr) beim Heimspiel gegen Füssen sein Debüt für die Indians geben. Er wird mit der Nummer 91 für den ECDC auflaufen.


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