Indians machen Aufstieg vor heimischer Kulisse perfektECDC Memmingen ist nun Oberligist

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Die Treffer vor über 3300 begeisterten Zuschauern erzielten Jan Kouba, Stefan Rott und zweimal Tim Tenschert. Somit hat das Warten nach 14 Jahren ein Ende, denn der ECDC ist durch diesen Sieg automatisch für die kommende Oberliga-Saison 2017/18 qualifiziert, was den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte bedeutet.

Es war der erste Matchball, den die Gefro-Indians vor der mehr als oberligareifen Zuschauerkulisse am Hühnerberg nutzen wollten. Über 3300 Zuschauer wollten den Halbfinaleinzug der Memminger miterleben, dennoch verlief es zunächst nicht wie erwartet. Trotz furiosen Starts der Indianer, die schon früh für eine Führung hätten sorgen können, waren es die Gäste aus Landsberg, die in der elften Minute das 0:1 erzielten. Kanadier Cody Freeman traf in Überzahl und ließ Hoffnung im Team von Trainer Andreas Zeck aufkeimen. Die Gäste spielten nun munter und druckvoll auf und so war es eine Minute später Sven Curmann, der die Scheibe zum 0:2 in die Maschen hämmerte. Doch auch die Indians setzten ihr Spiel weiter fort und versuchten den Anschluss zu erzielen. Dies gelang schließlich Jan Kouba, der seinen Alleingang mustergültig vollendete und für das 1:2 sorgte (17.). Doch mit diesem Spielstand sollte es nicht in die Kabine gehen. Martin Schweiger ließ die Gäste nochmals jubeln und bescherte den Riverkings einen auf den ersten Blick komfortablen Vorsprung zur ersten Pause des Abends.

Doch wie schon in den vergangenen Duellen der Viertelfinalserie kamen die Indians zurück und drehten das Spiel. Im zweiten Drittel war nun von Anfang an eine ganz andere Körpersprache seitens des ECDC zu sehen. In der 27.Minute knallte dann Tim Tenschert die Scheibe ins Tor, nachdem er zuvor von Lukas Varecha bedient worden war. Angetrieben von den zahlreichen Fans drehten die Indianer nun richtig auf. Stefan Rott sorgte für den Ausgleich in der 32.Minute und zudem für grenzenlosen Jubel. Der „Hexenkessel“ Hühnerberg war spätestens zu diesem Zeitpunkt zum Leben erwacht und so sollte der Wahnsinn vollendet werden. Abermals Tim Tenschert war zur Stelle und schob zum 4:3 für den ECDC ein, was zeitgleich auch der Pausenstand war (36.).

Das letzte Drittel war jedoch nichts für schwache Nerven, auch wenn die Indians den Sack nun zumachen wollten. Unter anderem Lukas Varecha hatte in der 55. Minute die Gelegenheit, die Führung auszubauen, scheiterte aber am Pfosten. Auch Daniel Huhn, oder Dominik Piskor verfehlten nur knapp. Als dann die Schlusssirene ertönte, gab es kein Halten mehr am Memminger Hühnerberg und die Freude war riesengroß. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zieht der ECDC Memmingen als Aufsteiger in die Oberliga Süd ein und konnte damit, die ohnehin schon sensationelle Saison krönen.

Doch ein Ende ist vorerst nicht in Sicht, so wird es für die Truppe von Coach Dietrich und Vorderbrüggen bereits kommende Woche weitergehen, wenn dann das Halbfinale gegen den EHC Waldkraiburg steigt und die Indianer somit auch die Chance haben „Bayrischer Meister 2016/17“ zu werden. Das erste Heimspiel zur Halbfinalserie, die ebenfalls im Best-of-Five-Modus ausgetragen wird, steigt am Sonntag, 12. März, um 18.30 Uhr.

Tore: 0:1 (11.) Freeman (Menge, Geisberger/5-4), 0:2 (12.) Curmann (Gabelein), 1:2 (17.) Kouba (Stotz, Huhn), 1:3 (18.) Schweiger (Geisberger, Menge), 2:3 (27.) Tenschert (Varecha, Miettinen), 3:3 (32.) Rott (Jarabek), 4:3 (36.) Tenschert (Jarabek, Varecha). Strafen: Memmingen 4, Landsberg 2. Zuschauer: 3313.

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