Icefighters Leipzig erzwingen Spiel vier6:2-Erfolg gegen die Selber Wölfe

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

In einer abermals hart umkämpften, keineswegs unfairen Partie kamen die Wölfe offensiv nicht richtig in Schwung und mussten sich Leipzig letztendlich verdient geschlagen geben. „Wir ließen uns heute die hektische Spielweise des Gegners aufdrängen, anstatt selbst unser Spiel zu spielen, zudem war Leipzig insbesondere im Schlussabschnitt gnadenlos effektiv“, so Wölfe-Trainer Henry Thom.

Der Hausherr in Taucha stand unter Druck, aber der Offensivwirbel blieb zunächst aus. Die Gastgeber agierten ähnlich wie die Wölfe kontrolliert aus der Defensive, hatten aber in punkto Schussverhältnis ein kleines Übergewicht. Die Schüsse allerdings meist zentral abgefeuert und Deske ohne Mühe. Offensiv hielten sich beide Teams vornehmlich zurück, in den ersten zehn Minuten dominierten weitestgehend die Defensivreihen. Letzteres tat der Stimmung im „Zelt“ mit abermals gut rund 300 Selber Schlachtenbummlern keinen Abbruch. Nach dem Gesetz der Serie waren es die Icefighters, die wie in den beiden vorangegangenen Partien in Führung gingen. Eine Unachtsamkeit im Selber Abwehrverbund nutzten die Sachsen aus, Schneider, bereits am Mittwoch der Torschütze zum 1:0, schlug wieder zu. Mit einem Drehschuss ließ der Torschütze Deske das Nachsehen. Der Treffer gab Auftrieb – allerdings den Wölfen, die nun mehr nach vorne investierten und offensiv sich von Minute zu Minute gute Chancen herausarbeiteten. Der Lohn für diese Arbeit: der 1:1-Ausgleich durch Geisberger.

Selb kam gut aus der Kabine, hatte auch die erste Chance durch einen sehenswert vorgetragenen Angriff, aber jubeln durften erneut die Leipziger. 86 Sekunden waren erst von der Uhr, als der Führungstreffer fiel. Bergers keineswegs gefährlich aussehender Schuss fand den Weg vorbei an Deske zum 2:1. Später gab es sogar Torjubel zum 3:1, aber der Jubel verhallte schnell – Hauptschiedsrichter Erdle entschied nach Diskussionen auf Torraumabseits. Erdle blieb seiner Linie in einer intensiv, aber keineswegs unfair geführten Partie treu und unterband den Spielfluss des öfteren. Kapital aus den Überzahlsituationen schlug kein Team. Dennoch war Leipzig präsenter und dem dritten Treffer lange Zeit näher, aber in der Schlussphase waren es die Selber, die dank guter Szenen auf den Ausgleich drückten. Beste Möglichkeit zum 2:2 bot sich uns in Überzahl, aber trotz gutlaufender Scheibe fehlte die entscheidende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Besser machte es das Team von Coach Gerike. Kurz vor der zweiten Pause erhöhten die Icefighters auf 3:1.

Können die Wölfe die Partie nochmals drehen? Die ersten zwei guten Möglichkeiten auf den wichtigen Anschlusstreffer sahen vielversprechend aus, aber im Abschluss fehlte das nötige Scheibenglück. Dennoch ließen sich die Wölfe nicht beirren und rannten an, den Zwei-Tore-Rückstand zu egalisieren. Mit Erfolg. Neun Minuten vor Ende fiel der 2:3-Anschluss. Wendepunkt in der Partie? Nein. 30 Sekunden später nutzte Leipzig einen Selber Abwehrfehler zum 4:2. Als Velecky noch Treffer fünf nachlegte, war die Partie endgültig entschieden. Das 6:2 per Empty-Net-Goal hatte nur noch statistischen Wert.


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